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Trauerzeremonie am ersten Jahrestag des Anschlags von Nizza



Mit einer Trauerzeremonie hat Frankreich am ersten Jahrestag des Anschlags von Nizza der 86 Todesopfer gedacht. An der Gedenkveranstaltung nahmen neben vielen Angehörigen auch Staatschef Emmanuel Macron und seine Vorgänger François Hollande und Nicolas Sarkozy teil.

Den ganzen Freitag über hatten sich Menschen in Kondolenzbücher der südfranzösischen Küstenstadt eingetragen und am Anschlagsort, dem bekannten Strandboulevard Promenade des Anglais, weisse Rosen für die Opfer niedergelegt. Aus tausenden Tafeln mit den Namen der Toten wurde auf einem Bürgersteig in den Landesfarben Blau, Weiss, Rot der französische Wahlspruch «Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit» gebildet.

Ein 31-jähriger Tunesier war am Abend des 14. Juli 2016 nach dem traditionellen Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Der Angreifer tötete 86 Menschen und verletzte mehr als 450 weitere, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beanspruchte den Anschlag für sich. Allerdings haben Ermittler bis heute keine direkten Kontakte des Mannes zum IS aufzeigen können.

Das Blutbad am französischen Nationalfeiertag sorgte weit über Frankreichs Grenzen hinaus für Entsetzen. In den folgenden Monaten gab es in Berlin, London und Stockholm tödliche Anschläge, bei denen Angreifer mit Fahrzeugen in Menschenmengen fuhren.

In Frankreich wurden seit Anfang 2015 bei islamistischen Anschlägen 239 Menschen getötet. Seit der Pariser Anschlagsserie vom 13. November 2015 mit 130 Toten herrscht in dem Land der Ausnahmezustand. Er wurde zuletzt bis Anfang November verlängert. (sda/afp)

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