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Krieg in Nahost: Schah-Sohn Pahlavi fordert von Trump Umdenken

KEYPIX - epa12819270 ​An Israeli artillery unit deployed at an undisclosed location at the Israeli border with Lebanon shells targets in Lebanon, 14 March 2026. The Israeli military stated  ...
Eine israelische Artillerieeinheit beschiesst am 14. März 2026 Ziele im Libanon.Bild: keystone
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Schah-Sohn Pahlavi fordert von Trump Umdenken bei Hormus‐Ultimatum

21.03.2026, 15:2322.03.2026, 20:57
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20:53
Neue Siedlergewalt im besetzten Westjordanland
Israelische Siedler haben nach palästinensischen Medienberichten erneut Dörfer im besetzten Westjordanland angegriffen. Im Umkreis der palästinensischen Städte Dschenin und Nablus seien Häuser und Fahrzeuge in Brand gesetzt worden. Es sei erheblicher Sachschaden entstanden. In einem Dorf südlich von Nablus sei das Gebäude des Dorfrats in Brand gesetzt worden. Nach Angaben der palästinensischen Hilfsorganisation Roter Halbmond wurden bei den verschiedenen Vorfällen insgesamt sieben Palästinenser verletzt.

Die israelische Armee teilte auf Anfrage mit, in der Nacht seien Soldaten und Polizeikräfte in mehrere palästinensische Dörfer im Westjordanland entsandt worden, «nachdem Meldungen eingegangen waren, dass israelische Zivilisten Brandstiftungen an Gebäuden und Eigentum begangen sowie Störungen in der Gegend verursacht hatten». Man verurteile «jegliche Form von Gewalt und werde weiterhin Massnahmen ergreifen, um die Sicherheit der Bewohner und die öffentliche Ordnung in der Region zu gewährleisten».

Am Nachmittag gab es dann Berichte über weitere Angriffe von Siedlern in einer Ortschaft im nördlichen Westjordanland. Auch hier seien Fahrzeuge und ein Büro in Brand gesetzt worden. Ausserdem hätten die Siedler palästinensische Fahrer mit Steinen beworfen. Die Armee äusserte sich zunächst nicht zu den neuen Berichten. (sda/dpa)
20:52
Ein Toter bei Beschuss in Israels Norden
Bei einem Vorfall im Norden Israels ist nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Mensch getötet worden. Zwei Fahrzeuge seien in Misgav Am an Israels Grenze zum Libanon ausgebrannt, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.

«Wir kamen am Einsatzort an und sahen zwei Fahrzeuge in Flammen stehen», erzählte ein Sanitäter. «Während der Löscharbeiten der Feuerwehrkräfte entdeckten wir einen Mann auf dem Fahrersitz. Wir führten medizinische Untersuchungen durch – er zeigte keine Lebenszeichen, und wir mussten seinen Tod feststellen.»

Der libanesische TV-Sender Al-Manar berichtete, eine Raketensalve sei vom Libanon aus in Richtung Misgav Am abgefeuert worden. Der Sender steht der proiranischen libanesischen Hisbollah-Miliz nahe. Ein israelischer Militärsprecher sagte jedoch am Abend, die Armee prüfe auch die Möglichkeit, dass der Landwirt durch versehentlichen Eigenbeschuss einer israelischen Artillerieeinheit getötet worden sei.

Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte auch die Schiitenmiliz ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen, Israel reagierte mit heftigen Luftangriffen und Bodeneinsätzen in dem nördlichen Nachbarland. (sda/dpa)
20:35
Schah-Sohn Pahlavi fordert von Trump Umdenken bei Hormus‐Ultimatum
Schah-Sohn Reza Pahlavi hat angesichts des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran ein Umdenken gefordert. Trump solle sein Ultimatum im Konflikt um die Strasse von Hormus überdenken und die zivile Infrastruktur bei Angriffen auf die islamische Führung im Iran verschonen, forderte Pahlavi auf der Plattform X. «Das Regime muss demontiert werden, der Iran selbst aber geschützt bleiben», erklärte Pahlavi, den monarchistische Gruppen als politischen Anführer der Opposition betrachten.

Pahlavi appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen – nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei.

Sowohl Pahlavi als auch die monarchistische Opposition im Exil standen bislang weitgehend auf einer Linie mit Trump und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Trump drohte in der Nacht zum Sonntag (MEZ) dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Strasse von Hormus vollständig und «ohne Drohungen» öffnen. (sda/dpa)
16:09
Israel greift wichtige Brücke im Süden des Libanons an
Die israelische Armee hat nach libanesischen Angaben eine wichtige Brücke angegriffen, die den Südlibanon mit dem restlichen Teil des Landes verbindet. Die Brücke al-Kasmijeh sei beschossen worden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Die israelische Armee teilte kurz zuvor mit, sie habe eine Angriffswelle gegen Hisbollah-Infrastruktur im Süden des Libanons begonnen. Es gab zunächst keine Informationen über Verletzte.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Vormittag angekündigt, man habe die Armee angewiesen, «sofort alle Brücken über den Litani-Fluss zu zerstören, die Terroraktivitäten dienen». So solle verhindert werden, dass Mitglieder der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz und Waffen in den Süden gelangen. Ausserdem solle das Militär die Zerstörung von Häusern im libanesischen Grenzgebiet zu Israel beschleunigen, um eine Bedrohung israelischer Grenzorte zu verhindern. Dabei folge man dem «Modell» der Grenzgebiete im Gazastreifen.

Nach Beginn des Iran-Kriegs vor mehr als drei Wochen hatte auch die Schiitenmiliz ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen, Israel reagierte mit heftigen Luftangriffen und Bodeneinsätzen in dem nördlichen Nachbarland. (sda/dpa)
16:07
Selenskyj: Putin profitiert von einem langen Krieg im Iran
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fürchtet um die Konsequenzen des Iran-Kriegs für die Situation seines Landes. «Ich habe ein sehr ungutes Gefühl, was die Auswirkungen dieses Krieges auf die Lage in der Ukraine angeht und was den Fokus der USA betrifft – der liegt leider mehr auf dem Nahen Osten als auf der Ukraine», sagte Selenskyj in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview der britischen BBC. «Unsere diplomatischen Treffen, die trilateralen Treffen werden ständig verschoben. Dafür gibt es einen Grund: den Krieg im Iran.»

Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin sei ein langer Krieg im Iran «ein Plus». Neben den hohen Energiepreisen bedeute er auch eine Erschöpfung von Ressourcen. «Für Putin ist es von Vorteil, dass die Ressourcen nicht an die Ukraine gehen», sagte Selenskyj laut BBC. «Er muss uns schwächen, und das ist ein langer Prozess. Der Nahe Osten ist einer der Wege, das zu erreichen.» Es werde definitiv einen Mangel an Patriot-Raketen geben, die für die Ukraine bei Bedarf zugänglich sein könnten. (sda/dpa)
12:54
15 Verletzte bei Raketenangriff auf Grossraum Tel Aviv
Bei einem iranischen Raketenangriff auf die israelische Küstenmetropole Tel Aviv sind nach Angaben von Sanitätern 15 Menschen verletzt worden. Ein 53 Jahre alter Mann habe schwere Verletzungen erlitten, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Nach Polizeiangaben gab es mehrere Einschläge im Bereich des Grossraums Tel Aviv.

Ein Armeesprecher teilte mit, der Iran habe bei dem Angriff erneut Streumunition eingesetzt. Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Submunitionen, auch Bomblets genannt, über einem grossen Gebiet. Nach Militärangaben beträgt der Radius der Einschläge bei dieser Art von Waffe rund zehn Kilometer. (sda/dpa)
10:14
Iranische Raketenangriffe auf Israel
Der Iran hat seine massiven Raketenangriffe auf israelische Ziele fortgesetzt. Im Grossraum Tel Aviv heulten erneut die Warnsirenen, Menschen eilten in Schutzräume. Ein Einwohner Tel Avivs berichtete, es seien in der Mittelmeermetropole Explosionsgeräusche zu hören. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe zunächst keine Informationen zu Verletzten.

Das iranische Militär teilte derweil mit, es habe den internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv mit Drohnen angegriffen. Dafür gab es von der israelischen Armee keine Bestätigung.

In Israel wurden am Samstagabend mehr als 100 Menschen bei iranischen Raketenangriffen auf die beiden südlichen Wüstenstädte Dimona und Arad verletzt, elf davon schwer. Es kam zu schweren Zerstörungen. Iranische Staatsmedien berichteten, die Angriffe hätten einer israelischen Atomforschungsanlage gedient, die etwa zehn Kilometer von Dimona und 30 Kilometer von Arad entfernt liegt. Auch am Morgen gab es im Süden Israels erneut Raketenalarm nach Angriffen aus dem Iran. (sda/dpa)


10:12
Mann stirbt bei Raketenangriff in Israel
Bei einem Raketenangriff auf den Norden Israels ist nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Mensch getötet worden. Zwei Fahrzeuge seien bei dem Vorfall in Misgav Am an Israels Grenze zum Libanon ausgebrannt, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.

«Wir kamen am Einsatzort an und sahen zwei Fahrzeuge in Flammen stehen», erzählte ein Sanitäter. «Während der Löscharbeiten der Feuerwehrkräfte entdeckten wir einen Mann auf dem Fahrersitz. Wir führten medizinische Untersuchungen durch – er zeigte keine Lebenszeichen, und wir mussten seinen Tod feststellen.»

Der libanesische TV-Sender Al-Manar berichtete, eine Raketensalve sei vom Libanon aus in Richtung Misgav Am abgefeuert worden. Der Sender steht der proiranischen libanesischen Hisbollah-Miliz nahe. Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte auch die Schiitenmiliz ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen, Israel reagierte mit heftigen Luftangriffen und Bodeneinsätzen in dem nördlichen Nachbarland. (sda/dpa)

9:59
Katar: 7 Tote bei Absturz eines Militärhubschraubers
In Katar sind beim Absturz eines Militärhubschraubers sieben Menschen ums Leben gekommen. Dabei verunglückten vier Mitglieder der katarischen Streitkräfte, ein türkischer Soldat und zwei Techniker einer türkischen Sicherheitsfirma, wie das türkische Verteidigungsministerium mitteilte. Diese seien in dem katarischen Hubschrauber bei einem gemeinsamen Einsatz beider Militärs über Wasser abgestürzt.

Nach offiziellen Angaben stürzte der Hubschrauber im Persischen Golf in katarischem Hoheitsgebiet ab. An dem Such- und Rettungseinsatz waren Spezialteams beteiligt. Es war zunächst unklar, wohin der Hubschrauber bei dem Einsatz flog.

Katar ist im seit drei Wochen laufenden Krieg der USA und Israels gegen den Iran wiederholt Ziel von Angriffen geworden. Katars Flugabwehr fing dabei iranische Drohnen und Raketen ab, zudem schossen die katarischen Streitkräfte zwei iranische Kampfflugzeuge ab. (sda/dpa)
8:07
Einer von zwei im Iran inhaftierten Japanern frei
Einer von zwei im Iran inhaftierten Japanern ist wieder freigelassen worden. Die seit Juni in der Islamischen Republik festgehaltene Person sei ohne gesundheitliche Probleme über Aserbaidschan nach Japan zurückgekehrt, gab der japanische Aussenminister Toshimitsu Motegi bekannt. Man setze sich für die baldige Freilassung der anderen Person ein, sagte er laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Dabei soll es sich um einen im Juni im Rahmen der Massenproteste im Iran festgenommen Journalisten handeln. (sda/dpa)
5:19
Iran droht bei Angriff auf Kraftwerke mit Vergeltung
Der Iran droht im Falle eines Angriffs der USA auf die Kraftwerke des Landes mit Vergeltungsschlägen. Sollte die Kraftstoff- und Energieinfrastruktur des Irans angegriffen werden, werde das iranische Militär alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen, zitierte die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars einen Sprecher.

US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran kurz zuvor mit der Zerstörung seiner Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die für den weltweiten Ölmarkt wichtige Strasse von Hormus vollständig und «ohne Drohungen» öffnen. Andernfalls würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, «beginnend mit dem grössten!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. (sda/dpa)
4:17
Trump gibt sich trotzig: Haben Iran von der Landkarte gefegt
US-Präsident Donald Trump hält sich im Iran-Krieg für einen erfolgreichen Feldherrn. In Reaktion auf eine Analyse des «New York Times»-Autoren David Sanger, wonach Trump viele seiner Kriegsziele bislang nicht erreicht habe, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social trotzig zurück: «Doch, das habe ich, und Wochen früher als geplant!» Die USA hätten den Iran «von der Landkarte gefegt.» Das Land habe keine Führung mehr, die Marine und Luftwaffe seien vernichtet. Auch habe es «absolut keine Verteidigung mehr».

Der Iran wolle einen Deal abschliessen, bekräftigte Trump. «Ich will das nicht! Wir sind Wochen vor dem Zeitplan», schrieb der US-Präsident weiter. Er hatte zuvor mitgeteilt, er erwäge, die Angriffe im Iran zurückzufahren. Die USA stünden kurz davor, ihre Ziele in dem seit drei Wochen andauernden Krieg zu erreichen.

Teheran gibt sich kämpferisch – mehr als 100 Verletzte in Israel
Der Iran zeigt sich jedoch weiter kämpferisch. Nach Angaben der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews erklärte der Geheimdienst der Revolutionsgarden, man habe die «verwundbaren Punkte des Feindes» analysiert und bereite eine neue Angriffswelle «mit neuen Strategien und moderneren Systemen» vor.

In Israel wurden bei iranischen Angriffen am Abend in der Wüstenstadt Arad nach Angaben des Rettungsdienstes 71 Menschen verletzt. Zehn Menschen darunter befänden sich in ernstem Zustand. Davor waren bereits in der südlichen Wüstenstadt Dimona mehr als 40 Personen bei einem iranischen Angriff verletzt worden. Arad liegt rund 50 Kilometer nördlich von Dimona.

Erstmals hatte Teheran zudem zwei Raketen auf den US-britischen Stützpunkt Diego Garcia gefeuert. Zwar trafen sie laut US-Medien die Basis nicht. Der Stützpunkt liegt aber rund 4000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste – und damit etwa doppelt so weit entfernt, wie die bislang offiziell bestätigte Reichweite des iranischen Raketenarsenals. Iranische Mittelstreckenraketen könnten mit einer solchen Reichweite theoretisch auch europäische Städte erreichen. (sda/dpa)
3:24
Trump setzt Iran Ultimatum für Öffnung der Strasse von Hormus
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Strasse von Hormus vollständig und «ohne Drohungen» öffnen. Andernfalls würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, «beginnend mit dem grössten!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Die Strasse von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine wichtige Ader für den internationalen Handel mit Öl und Flüssiggas. Teheran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran mehrfach gedroht, dort passierende Schiffe anzugreifen. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist seit Kriegsbeginn vor drei Wochen praktisch zum Erliegen gekommen.

Trump: Ich will keinen Waffenstillstand
US-Medienberichten zufolge bombardieren US-Kampfflugzeuge und Kampfhubschrauber verstärkt iranische Drohnen und Kriegsschiffe, um die wichtige Strasse von Hormus freizubekommen. Auch setzten die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben ein, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Strasse von Hormus anzugreifen.

Trump war am Freitag vor dem Weissen Haus von US-Medien mit den Worten zitiert worden: «Ich will keinen Waffenstillstand. Man schliesst keinen Waffenstillstand, wenn man die andere Seite buchstäblich auslöscht». Danach schrieb er, die USA stünden kurz davor, die eigenen Kriegsziele zu erreichen.

Um die steigenden Ölpreise unter Kontrolle zu bekommen, hatten die USA kurz vor Trumps Ultimatum vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl, das sich auf Schiffen befindet, gelockert. Verkauf und Lieferung sind bis zum 19. April erlaubt. (sda/dpa)

3:12
Iran: Mehr als 1500 Tote seit Kriegsbeginn
Im Iran sind seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar nach offiziellen Angaben mehr als 1500 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien mehr als 200 Menschen im Alter von unter 18 Jahren, teilte der iranische Staatssender Irib unter Berufung auf das Gesundheitsministerium auf der Plattform X mit. 21'000 weitere Menschen seien verletzt. Mehr als 220 medizinische Zentren hätten evakuiert werden müssen. 21 medizinische Mitarbeiter seien tot, berichtete der iranische Sender weiter. (sda/dpa)
23:00
Verwüstungen durch iranische Rakete in südisraelischer Stadt
Ein iranischer Raketenangriff hat in der israelischen Wüstenstadt Arad schwere Zerstörungen angerichtet. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mehr als 60 Menschen verletzt, als eine Rakete zwischen mehreren Gebäuden einschlug. Sieben Menschen erlitten demnach schwere Verletzungen, darunter auch ein vierjähriges Mädchen. Videoaufnahmen von vor Ort zeigten vier massiv beschädigte, mehrstöckige Wohnhäuser.

«Es handelt sich um einen schlimmen Einsatzort», sagte ein Sanitäter. «Wir sahen grosse Zerstörungen an mehreren Gebäuden, dichter schwarzer Rauch stieg an mehreren Stellen auf und es herrschte grosses Chaos vor Ort.»

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem «sehr schweren Abend in unserem Kampf um unsere Zukunft». Man übermittle im Namen aller Bürger Israels Gebete für eine Genesung der Verletzten. (sda/dpa)
22:51
Saudi-Arabien weist Irans Militärattaché aus
Saudi-Arabien hat den Militärattaché der iranischen Botschaft sowie seinen Vertreter und drei Mitarbeiter zu unerwünschten Personen erklärt und des Landes verwiesen. Sie seien aufgefordert, Saudi-Arabien innerhalb von 24 Stunden zu verlassen, hiess es in einer Mitteilung des Aussenministeriums.

Es verwies auf fortgesetzte Aktionen der Islamischen Republik gegen Saudi-Arabien – «seine Souveränität, zivile Einrichtungen, Zivilisten, wirtschaftliche Interessen und diplomatische Vertretungen innerhalb des Königreichs».

Im Zuge der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran attackieren die iranischen Streitkräfte immer wieder Saudi-Arabien und andere mit den USA verbündete Staaten am Persischen Golf mit Raketen und Drohnen. Erst am Abend hiess es vom saudischen Verteidigungsministerium, man habe mehrere Drohnen im Osten des Landes abgefangen. Die Regierung in Riad bezeichnet Irans Angriffe als Verstoss gegen das Völkerrecht.

Am Donnerstag hatte bereits der Golfstaat Katar die Militär- und Sicherheitsattachés der iranischen Botschaft sowie deren Mitarbeiter des Landes verwiesen. (sda/dpa)
22:05
Viele Verletzte bei weiterem Einschlag in Israel
In Israel sind bei weiteren iranischen Angriffen am Abend in der Wüstenstadt Arad rund 30 Menschen verletzt worden. Die Verletzungen seien verschieden schwer, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete von schweren Zerstörungen. Es gebe zudem Vermisste.

Die Such- und Rettungskräfte des israelischen Heimatfrontkommandos seien auf dem Weg zu den Einschlagstellen im Süden Israels, hiess es von der israelischen Armee. Davor wurden bereits in der südlichen Wüstenstadt Dimona mehr als 40 Personen bei einem iranischen Raketenangriff verletzt. Arad liegt rund 50 Kilometer nördlich von Dimona. (sda/dpa)
19:33
Dutzende Verletzte nach Raketeneinschlag in Israel
Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel am frühen Abend sind mehr als 40 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten bei dem Vorfall in der Stadt Dimona im Süden Israels sei ein zehnjähriger Junge, der durch Splitter einer eingeschlagenen Rakete schwer verletzt worden sei, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Eine Frau sei mittelschwer verletzt worden, die anderen Menschen hätten leichte Verletzungen davongetragen.

Die «Jerusalem Post» berichtete, ein Gebäude in Dimona sei infolge des Einschlags eines Geschosses eingestürzt. Auch bei Raketenangriffen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels wurden nach Medienberichten mehrere Menschen verletzt. Auch in der israelischen Küstenstadt Eilat an der Südspitze des Landes gab es Raketenalarm.

Im Bereich der israelischen Wüstenstadt Dimona befindet sich ein israelischer Atomreaktor, der als extrem gut geschützt gilt. Am Vormittag hatte der Iran seinerseits einen Angriff auf die iranische Atomanlage Natans gemeldet. (sda/dpa)
15:19
US-Militär: Bereits gut 8.000 iranische Ziele angegriffen
Das US-Militär hat bei seiner mittlerweile dreiwöchigen Offensive gegen den Iran nach eigenen Angaben mehr als 8.000 Ziele angegriffen. Darunter befänden sich auch 130 iranische Schiffe, sagte der Befehlshaber des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. «Dies ist die grösste Zerschlagung einer Marine innerhalb eines Zeitraums von drei Wochen seit dem Zweiten Weltkrieg», fügte er hinzu.

Cooper bekräftigte das Ziel, die iranische Bedrohung des freien Warenverkehrs durch die Strasse von Hormus zu bekämpfen. Anfang der Woche habe das US-Militär mehrere 5.000-Pfund-Bomben auf eine unterirdische Anlage an der iranischen Küste abgeworfen und zerstört. Diese sei von Teheran genutzt worden, um etwa Raketenwerfer und andere Ausrüstung zu lagern, die eine «erhebliche Gefahr» für die internationale Schifffahrt dargestellt hätten. (sda/dpa)
14:14
Irans Revolutionsgarden kündigen neue Strategien an
Drei Wochen nach Kriegsbeginn zeigt sich der Iran weiterhin kämpferisch. Nach Angaben der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews erklärte der Geheimdienst der Revolutionsgarden, man habe die «verwundbaren Punkte des Feindes» analysiert und bereite eine neue Angriffswelle «mit neuen Strategien und moderneren Systemen» vor. Die Garden erneuerten ihre Drohung mit Vergeltung für Angriffe auf die Infrastruktur des Landes.

Ali-Akbar Welajati, der aussenpolitische Berater des obersten Führers, sagte laut der Nachrichtenagentur Isna, Washington und Tel Aviv redeten «so sehr von Sieg, als wollten sie sich selbst davon überzeugen». Die Welt werde «nach dieser Krise» eine andere sein – «multipolar und mit dem Iran als Hauptachse des islamischen Pols».

In einer im Fernsehen verlesenen Rede zum persischen Neujahr, die dem neuen Revolutionsführer Modschtaba Chamenei zugeschrieben wird, hiess es ausserdem, der Feind sei gebrochen und der endgültige Sieg nahe.

Dagegen stehen die USA laut Präsident Donald Trump kurz davor, die eigenen Kriegsziele zu erreichen. Medien zitierten ihn am Freitag mit den Worten: «Ich will keinen Waffenstillstand. Man schliesst keinen Waffenstillstand, wenn man die andere Seite buchstäblich auslöscht.» (sda/dpa)

12:11
Katz kündigt Intensivierung der Angriffe auf den Iran an
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat für die kommenden Tage eine weitere Verstärkung der Angriffe Israels und der USA im Iran angekündigt. Ziele seien dabei die iranische Führung und die Infrastruktur, auf die sie sich stütze, sagte Katz nach Angaben seines Büros nach einer Beratung mit ranghohen Militärs im Armeehauptquartier in Tel Aviv.

«In dieser Woche wird die Intensität der Angriffe (...) deutlich zunehmen», sagte er. In Israel beginnt die neue Woche jeweils sonntags. Man sei entschlossen, den Kampf gegen den iranischen Machtapparat fortzusetzen, «seine Kommandeure zu enthaupten und seine strategischen Fähigkeiten zu zerstören – bis jede Sicherheitsbedrohung für den Staat Israel und die Interessen der USA in der Region beseitigt ist», sagte Katz.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag verkündet, dass er erwägt, die Angriffe auf den Iran zurückzufahren. Die USA stünden kurz davor, die eigenen Ziele im Krieg zu erreichen.

Katz sagte mit Blick auf die israelische Zivilbevölkerung, die seit Kriegsbeginn mehrmals täglich iranischen Raketenangriffen ausgesetzt ist und teilweise Stunden in Schutzräumen ausharren muss, die Heimatfront sei stark – wie auch die israelischen Streitkräfte. «Wir werden nicht aufhören, bis alle Kriegsziele erreicht sind», sagte der Verteidigungsminister zur Dauer der Angriffe im Iran. (sda/dpa)

11:07
Iran meldet Angriff auf Atomanlage
Der Iran hat einen weiteren Angriff auf seine Atomanlage Natans gemeldet. Die unterirdische Urananreicherungsanlage ist eine der wichtigsten im Land. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim trat kein radioaktives Material aus. Für die Bevölkerung in unmittelbarer Umgebung der Anlage bestehe keine Gefahr.

Nach Angaben des Weissen Hauses besteht ein Hauptziel des derzeitigen Krieges darin, zu verhindern, dass der Iran jemals in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Israel wiederum sieht im iranischen Atom- und Raketenprogramm seine grösste existenzielle Bedrohung. Iranische Politiker hatten in der Vergangenheit immer wieder dem jüdischen Staat mit Vernichtung gedroht.

Schon Anfang dieses Monats hatte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt. Die Vereinigten Staaten und Israel hatten bereits im Juni 2025 Irans Atomanlagen bombardiert und stark beschädigt. (sda/dpa)

6:19
Berichte: Iran greift US-britischen Militärstützpunkt an
Der Iran hat US-Medienberichten zufolge einen von Grossbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf den Chagos-Inseln im Indischen Ozean angegriffen. Die Islamische Republik attackierte den Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia am Freitagmorgen (Ortszeit) mit ballistischen Raketen, wie unter anderem das «Wall Street Journal» und der Sender CNN unter Berufung auf ranghohe US-Beamte berichteten. Demnach feuerte der Iran zwei Geschosse mit mittlerer Reichweite auf die Basis ab, doch keines der beiden habe die Anlage getroffen. Eine offizielle Bestätigung seitens der britischen oder der US-Regierung gab es zunächst nicht.



Angesichts der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hatte US-Präsident Donald Trump schon vor Kriegsbeginn darauf gepocht, dass Grossbritannien doch nicht wie geplant die Chagos-Inseln an Mauritius zurückgibt. Die USA könnten auf die Insel Diego Garcia angewiesen sein, um einen möglichen Angriff des iranischen Militärs abzuwehren, hatte Trump Mitte Februar auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt. Laut dem britischen Premierminister Keir Starmer ist der Stützpunkt einer der wichtigsten Beiträge des Vereinigten Königreichs zur Sicherheitspartnerschaft mit den USA. (sda/dpa)

6:17
USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl auf Schiffen
Die USA lockern im Iran-Krieg vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl, das sich derzeit auf Schiffen befindet. Das US-Finanzministerium teilte mit, Verkauf und Lieferung seien bis zum 19. April erlaubt.

Mit der Aufhebung von Sanktionen auf Erdöl versuchen die USA, die steigenden Preise für den Rohstoff unter Kontrolle zu bekommen.



US-Finanzminister Scott Bessent hatte die Lockerung bereits am Donnerstag in Aussicht gestellt. Er geht früheren Angaben zufolge von etwa 140 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) aus. Dabei betonte er, dass iranisches Öl weiterhin vom Persischen Golf nach Indien und China exportiert werde. China und Indien sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus dem Iran.

Jüngst hatten die USA bereits mitgeteilt, dass russisches Öl, das sich bereits auf Schiffen befinde, vorerst wieder straflos verkauft werden dürfe. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten. (sda/dpa)
  • Israel und die USA haben am 28. Februar mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet. Chameneis Sohn Modschtaba wurden zum Nachfolger gekürt, er soll aber verletzt sein.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait, Jordanien und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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650 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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WHO: Mehr als 60 Tote bei Angriff auf Krankenhaus im Sudan
Im Sudan hat es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen weiteren Luftangriff auf eine medizinische Einrichtung mit vielen Todesopfern gegeben.
In der Region Ost-Darfur sei ein Lehrkrankenhaus getroffen worden, teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X mit. Bei dem Vorfall am Freitagabend seien mindestens 64 Menschen getötet worden, darunter 13 Kinder. Unter den Toten waren demnach Patienten der Einrichtung sowie medizinisches Personal. Zudem gab es laut Tedros mindestens 89 Verletzte.
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