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Kleine Provokation?

US-Abgeordnete wollen Strasse vor Chinas Botschaft umbenennen



Anlässlich des 25. Jahrestags der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung in Peking will eine Gruppe US-Abgeordneter die Strasse vor der chinesischen Botschaft in Washington nach einem chinesischen Menschenrechtsaktivisten umbenennen lassen.

In einem Schreiben an Bürgermeister Vincent Gray und den Bezirksrat von Columbia forderten sie am Donnerstag, zumindest einen Abschnitt nach dem chinesischen Dissidenten und Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo zu benennen.

Für die Taufe böten sich laut Google-Maps gleich drei Strassenabschnitte an. Dabei dürfte am ehesten der International Drive NW oder der International Place NW in Frage kommen. Die dritte und grösste Strasse, die Van Ness Street, ist wohl nach einem Mitglied der US-Politiker-Familie Van Ness benannt und hat demnach bereits eine persönliche Referenz.

Am 4. Juni 1989 hatte die chinesische Regierung die Kundgebungen der Demokratiebewegung auf dem Tiananmen-Platz blutig niedergeschlagen lassen, dabei kamen hunderte, möglicherweise sogar tausende Menschen ums Leben. Liu hatte damals an der Seite von weiteren Intellektuellen versucht, die Sicherheitskräfte zu beschwichtigen. Er wurde festgenommen und sass eineinhalb Jahre in Haft.

Während des Kalten Kriegs hatte die Stadt die Strasse vor der sowjetischen Botschaft zu Ehren des russischen Dissidenten Andrej Sacharow umbenannt. (kad/sda)

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