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Schüler in Florida demonstrieren für schärferes Waffenrecht

21.02.2018, 19:00

Eine Woche nach dem Massaker an einer Schule in Florida mit 17 Toten haben Tausende Schüler in dem südlichen Bundesstaat für eine Verschärfung des US-Waffenrechts demonstriert.

In der Hauptstadt Tallahassee versammelten sich Überlebende des Blutbades von Parkland und viele andere Jugendliche vor dem Capitol. Manche trafen sich mit Abgeordneten. An anderen Orten des Bundesstaates schlossen sich Schüler mit Streiks den Protesten an.

Die Überlebende Rachel Cantania sagte dem Sender CNN, sie und ihre Mitstreiter wollten so lange für das Thema kämpfen, bis sich etwas ändere. «Egal wie lange es dauern wird, etwas wird passieren», sagte sie.

Auch in der Bundeshauptstadt Washington kam es es zu einer Demonstration. Dort zogen mehrere hundert Schüler vom Capitol zum Weissen Haus. Am Abend (Mitteleuropäische Zeit) wollte sich US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus mit Schülern und Lehrern treffen.

Am Mittwoch vor einer Woche hatte der 19-jährige Nikolas Cruz an der Marjory Stoneman Douglas High School mit einer halbautomatischen Waffe 14 Schüler und 3 Erwachsene getötet. Seither hat die Debatte über eine Verschärfung des Waffenrechts vor allem durch das Engagement von Überlebenden mächtig Fahrt aufgenommen.

Mehrheit für verschärfte Gesetze

Laut einer aktuellen Umfrage sprechen sich inzwischen zwei Drittel der amerikanischen Wähler für eine Verschärfung der Gesetze aus. Gemäss der repräsentativen landesweiten Befragung der Quinnipiac-Universität sind 66 Prozent der US-Wähler für strengere Gesetze.

Knapp ein Drittel ist demnach dagegen (31 Prozent). Das ist die höchste Zustimmung, seitdem die Quinnipiac-Universität im Jahr 2012 zum ersten Mal danach fragte.

Das Repräsentantenhaus von Florida erteilte einer Verschärfung des Waffenrechts am Dienstag (Ortszeit) dagegen eine klare Absage. Es ging um ein Gesetz, das ein Verbot bestimmter halbautomatischer Gewehre - etwa des bei dem Massaker verwendeten Typs AR-15 - und grosser Magazine eingeleitet hätte.

Vor den Augen mehrerer überlebender Schüler lehnten die Abgeordneten der republikanisch dominierten Kammer den Entwurf mit 36 zu 71 Stimmen deutlich ab.

Prominente Unterstützung

Für den 24. März planen die Schüler eine Grossdemonstration in der Hauptstadt Washington - in ihren Worten einen nationalen «Marsch für unsere Leben».

Die jugendlichen Anti-Waffen-Aktivisten erhielten dafür prominente Unterstützung. Schauspieler George Clooney, Star-Regisseur Steven Spielberg, US-Talkqueen Oprah Winfrey und der Produzent und Ex-Disney-Chef Jeffrey Katzenberg kündigten - teils mit ihren Partnern - Spenden an, zusammen zwei Millionen Dollar für die geplante Grossdemonstration. (sda/dpa)

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