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«I, Daniel Blake»-Regisseur kommt ans Filmfestival Freiburg



Jetzt ist es sicher: Der britische Filmemacher Ken Loach kommt ans Internationale Filmfestival von Freiburg (FIFF). An der 32. Ausgabe des Festivals, die vom 16. bis 24. März stattfindet, werden 113 Filme aus 52 Ländern gezeigt.

Ken Loach, der etwa 50 Kino- und TV-Spielfilme gedreht hat, gehört zu den profiliertesten und meistausgezeichneten Regisseuren weltweit. Er ist beispielsweise einer der wenigen, die zweimal die Goldene Palme in Cannes gewonnen haben: 2006 für «The Wind that Shakes the Barley» und 2016 für «I, Daniel Blake».

Loach wird am 19. März eine Masterclass leiten. Er hat ausserdem eine von drei Cartes Blanches erhalten. Er benutzt die Gelegenheit, um fünf Meisterwerke zu präsentieren, die ihm besonders am Herzen liegen.

Die beiden anderen Freipässe bekommen die türkisch-schweizerische Filmfrau Beki Probst, preisgekrönte Gründerin und Präsidentin des European Film Market der Berlinale und der Franzose Thierry Frémaux, Chef-Delegierter des Filmfestivals von Cannes.

Motto «Mut»

Das Festival hat dieses Jahr das Motto «Mut» ausgegeben. Es setzt den Fokus auf ausserordentliche Lebensläufe und besonders unerschrockene Persönlichkeiten.

Im Hauptwettbewerb konkurrieren zwölf Filme aus zwölf Ländern. Erstmals ist ein Bewerber aus Trinidad und Tobago darunter: «Green Days by the River» von Michael Mooleedhar.

Die Jury setzt sich zusammen aus der tunesischen Filmemacherin Kaouther Ben Hania, der mongolischen Produzentin Ariunaa Tserenpil, dem französisch-schweizerischen Filmemacher Alexandre Philippe und dem Singapurer Boo Junfeng, der letztes Jahr den Hauptpreis am FIFF erhalten hat.

Im Kurzfilm-Wettbewerb starten sechzehn Filme aus Schwellenländern wie beispielsweise Tansania. Juriert werden sie von der Italienerin Ilaria Gomarasca, der Schweizerin Delphine Jeanneret und der Rumänin Maria Raluca Hanea.

Biografien

Von den verschiedenen Sektionen präsentiert die Sparte «Neue Territorien» zehn Filme aus der Mongolei. Die Genres reichen von der Komödie über den historischen Western bis zum feministischen Thriller.

In der Sektion «Genrekino» gibt es fünfzehn Filmbiografien zu entdecken. Zu sehen sind Klassiker wie «Citizen Kane» und «Lawrence of Arabia», aber auch Spiel- und Dokfilme aus allen Herren Ländern.

Die Sektion «Entschlüsselung» blickt auf den 200. Geburtstag der brasilianischen Stadt Nova Friburgo. Das FIFF zeigt drei jüngere brasilianische Filme und die Uraufführung eines Dokfilms über die Zeit, als die Schweizer Migranten waren.

Zu sehen sein werden auch bisher nicht öffentlich gezeigte Kurzfilme, welche Studenten der Kantonalen Kunsthochschule Lausanne (ECAL) in Nova Friburgo gedreht haben und solche, die ihre brasilianischen Kollegen im schweizerischen Freiburg kreiert haben.

Das Budget des FIFF beläuft sich auf 2.1 Millionen Franken, nur unwesentlich weniger als im Vorjahr. Gerechnet wird mit etwa 42'000 Eintritten. (sda)

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