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Krieg in Nahost: 10 Millionen für Hinweise auf Modschtaba Chamenei

KEYPIX - A woman sits on rubble across from a residential building damaged last Monday during the U.S.-Israeli air campaign in Tehran, Iran, Thursday, March 12, 2026. (AP Photo/Vahid Salemi)
Eine Frau sitzt auf Trümmern gegenüber einem Wohnhaus in Teheran, das am vergangenen Montag während der US-amerikanisch-israelischen Luftangriffe beschädigt wurde.Bild: keystone
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So viel bieten die USA für Hinweise auf Modschtaba Chamenei

11.03.2026, 05:2013.03.2026, 19:33
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21:14
Hisbollah-Chef: «Aufgeben ist keine Option»
Hisbollah-Chef Naim Kassim hat anlässlich der Eskalation zwischen Israel und der Schiitenmiliz erneut die anhaltende Kampfbereitschaft seiner Organisation bekräftigt. «Das Wort »Kapitulation« steht nicht in unserem Wörterbuch», sagte er in einer Fernsehansprache. «Wir werden uns in dieser Schlacht um die Existenz verteidigen, egal, wie viele Opfer das erfordert.»

Die Hisbollah ist eng mit der Führung des Irans verbündet. Seit der Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei zu Beginn des jüngsten Nahost-Kriegs vor zwei Wochen schiesst sie Raketen auf Israel ab. Der jüdische Staat hat wiederum seine Angriffe auf Ziele der Schiitenmiliz im Libanon intensiviert. Laut der WHO sind seitdem auf der libanesischen Seite 634 Todesopfer und mehr als 1.586 Verletzte gemeldet worden. (sda/dpa)
19:20
USA bieten 10 Millionen Dollar für Hinweise auf Modschtaba Chamenei
Das US-Aussenministerium bietet für Hinweise auf den Verbleib von Führungsmitgliedern der islamischen Revolutionsgarde bis zu 10 Millionen Dollar. An erster Stelle der Liste, die zehn Personen umfasst, steht der neu ernannte Oberste Führer des Irans, Modschtaba Chamenei. Das ist einem Aufruf des Aussenministeriums zu entnehmen. (hah)
18:32
Trump: Putin hilft dem Iran «vielleicht ein bisschen, ja»
US-Präsident Donald Trump hält es für möglich, dass der russische Präsident Wladimir Putin dem Iran im Krieg mit den USA und Israel hilft. Auf eine entsprechende Frage sagte er Fox News in einem Radiointerview: «Ich glaube, er hilft ihnen vielleicht ein bisschen, ja». Putin wiederum denke wahrscheinlich, dass die USA der Ukraine helfen würden, was sie auch täten, fuhr Trump fort. «Sie tun es. Und wir tun es», sagte er.

Mehrere Medien hatten jüngst berichtet, dass Russland dem Iran Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten liefere. Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen, berichteten etwa der US-Sender CNN und die «Washington Post».

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff, der die US-Delegation bei Gesprächen mit Moskau und Kiew für ein Ende des Ukraine-Kriegs leitet, wurde darauf zuletzt mehrfach angesprochen. Nach eigenen Angaben teilte er Russland mit, dass es Teheran nicht mit Informationen im Iran-Krieg unterstützen soll. Kürzlich sagte Witkoff zudem, russische Vertreter hätten Trump in einem Telefongespräch versichert, keine Geheimdienstinformationen mit dem Iran zu teilen. (sda/dpa)
17:59
Bundesrat: Momentan keine Knappheit von Öl in der Schweiz
Momentan gibt es laut Bundespräsident Guy Parmelin keine schwerwiegende Knappheit von Öl in der Schweiz. Daher sei der Bundesrat dem Aufruf der Internationalen Energieagentur zur Freigabe von Ölreserven bislang nicht gefolgt, sagte Parmelin am Freitag vor den Medien.



«Die Internationale Energieagentur hat ihre Mitgliedsländer zu einer freiwilligen Freigabe von Ölreserven aufgerufen», so der Wirtschaftsminister. Der Bundesrat könne die Reserven der Schweiz aber nur im Falle einer schwerwiegenden Knappheit freigeben. «Es gibt daher keine rechtliche Basis, um den aktuellen Appell positiv zu beantworten.»

Und die Pflichtlager könnten auch freigegeben werden zur Erfüllung internationaler Verpflichtungen, auch wenn im Inland keine Mangellage drohe oder bestehe, sagte Parmelin.

Die Lockerung der Sanktionen gegen Russland aufgrund des stark gestiegenen Ölpreises seien an der Bundesratssitzung vom Freitag zudem kein Diskussionsthema gewesen, sagte Vizekanzlerin Nicole Lamon auf Nachfrage von Keystone-SDA.

Als Reaktion auf den Iran-Krieg hatte die Internationale Energieagentur (IEA) am Mittwoch die Freigabe von 400 Millionen Barrel Rohöl beschlossen. Mit dem Schritt sollen die durch den Krieg angespannten Märkte stabilisiert werden. Die IEA zählt 32 Mitgliedsstaaten, darunter die Schweiz.

Auch die Schweiz kennt Pflichtlager, die bei Bedarf freigegeben werden können. Diese sind gemäss dem Bund im Besitz der mit den Produkten handelnden Unternehmen.

Für Mineralölprodukte decken sie den nationalen Bedarf während 4,5 Monaten, beim Flugpetrol sind es 3 Monate, wie der Sprecher weiter sagte. Das entspreche rund 14,5 Millionen Barrel Benzin und Dieselöl sowie rund 8,6 Millionen Barrel Heizöl und 2,4 Millionen Barrel Flugpetrol. (sda)
17:10
UN-Chef Guterres überraschend zu «Solidaritätsbesuch» im Libanon
UN-Generalsekretär António Guterres ist überraschend zu einem «Solidaritätsbesuch» in den Libanon gereist. «Ich bin gerade in Beirut gelandet für einen Solidaritätsbesuch bei den Menschen im Libanon», teilte Guterres mit. Die Menschen im Libanon hätten sich «diesen Krieg nicht ausgesucht», sagte der UN-Chef. «Sie sind da reingezogen worden.»



Die proiranische Schiitenmiliz Hisbollah hatte nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran damit begonnen, Raketen auf Ziele in Israel zu feuern. Israel reagiert seitdem mit umfangreichen Luftangriffen. Hunderte Zivilisten im Libanon seien seitdem schon ums Leben gekommen, mehr als 800'000 Menschen seien innerhalb des Landes geflohen, sagte Guterres.

Der UN-Chef rief die Weltgemeinschaft auf, zusätzlich mehr als 300 Millionen Dollar (etwa 260 Millionen Euro) zur Unterstützung der humanitären Hilfe für die Menschen im Libanon zu spenden. «Die UN und ich werden keine Mühe scheuen, uns für eine friedliche Zukunft einzusetzen, die der Libanon und diese Region so sehr verdienen.» (sda/dpa)
17:05
Iran fordert Papst zur Verurteilung von Chamenei-Tötung auf
Nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei hat ein einflussreicher iranischer Kleriker einen Appell an Papst Leo XIV. verfasst. «Wir erwarten, dass Sie diese abscheulichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die Missachtung der Würde religiöser Führer mit lauter Stimme verurteilen und als unvereinbar mit den Lehren des Christentums brandmarken», zitierte der Staatssender IRIB aus einem Brief des Ajatollah Aliresa Arafi an das Oberhaupt der katholischen Kirche.



Der Papst hatte zuletzt etwa sein tiefes Mitgefühl für alle Opfer ausgedrückt. Der Vatikan hatte zudem vor einer Aushöhlung des Völkerrechts gewarnt.

Ajatollah Aliresa Arafi ist Leiter der Theologieschulen im Iran und führendes Mitglied des mächtigen Wächterrates. Er war ausserdem Teil der Übergangsführung nach Chameneis Tod und vor der Ernennung des neuen obersten Führers. (sda/dpa)
16:48
Noch 1750 Schweizerinnen und Schweizer im Nahen Osten
Die Zahl der Schweizer Reisenden, die nach der US-amerikanisch-israelischen Offensive gegen den Iran über die Travel-Admin-App registriert sind, ist weiter gesunken. Laut den aktuellen Angaben des Bundes vom Freitagnachmittag waren noch gut 1750 Personen eingetragen.

Am Donnerstag waren es noch rund 1900 Reisende aus der Schweiz gewesen. Am meisten Schweizer Staatsangehörige befanden sich mit 1000 in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie den Angaben des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) zu entnehmen war.

170 der registrierten Personen waren in Katar und 230 im Oman. In Israel waren noch 120 nicht ansässige Personen registriert, im Libanon 60. (sda)

16:45
Hegseth: Hochrangiger Militär untersucht Angriff auf Schule
Die USA haben nach Angaben ihres Verteidigungsministers Pete Hegseth einen hochrangigen Militär ausserhalb des für den Iran zuständigen US-Kommandos (Centcom) mit der Untersuchung des Angriffs auf eine Mädchenschule im Iran beauftragt.

Diese werde so lange dauern, wie nötig, betonte Hegseth bei einer Pressekonferenz.

Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen einer eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die «New York Times» und der Sender CNN jüngst unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichteten. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.

Der «New York Times» zufolge erstellten Beamte von Centcom die Zielkoordinaten für den Angriff und verwendeten veraltete Angaben von Geheimdiensten. Allerdings hätten die Quellen betont, dass es sich um vorläufige Ergebnisse handele und wichtige Fragen offen blieben. Dazu zähle auch, warum die veralteten Informationen nicht noch einmal überprüft worden seien.

Bei dem Angriff am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst behauptet, der Iran stehe hinter der Attacke. (sda/dpa)
15:44
Alle sechs Besatzungsmitglieder des US-Tankflugzeugs tot
Nach dem Absturz eines US-Tankflugzeugs in Irak sind laut US-Angaben alle sechs Besatzungsmitglieder für tot erklärt worden. Zuvor waren vier der sechs Personen an Bord für tot erklärt worden. Das Tankflugzeug war Teil der US-Angriffe gegen den Iran. Zum Grund des Absturzes machte die US-Behörde keine Angaben. (hah)
15:16
«Zum Schutz Bahrains»: Briten patrouillieren über Golfstaat
Flugzeuge der britischen Luftwaffe Royal Air Force (RAF) haben nach Angaben der Downing Street in der Nacht auf Freitag erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs über Bahrain patrouilliert.

«Über Nacht flogen britische Jets erstmals Luftverteidigungsmissionen speziell zum Schutz Bahrains», sagte ein Sprecher von Premierminister Keir Starmer laut der Nachrichtenagentur PA.

Angaben aus der Downing Street zufolge haben die Kampfjets den Luftraum über dem Inselstaat nach iranischen Drohnen abgesucht, «die in Richtung Bahrain unterwegs waren». Die RAF fliege «nun zum Schutz der britischen Bevölkerung, von Stützpunkten und unserer Partner in Katar, Zypern, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien und Bahrain», heisst es laut PA in dem Statement weiter.

Am Donnerstag hatte der Iran nach Angaben örtlicher Behörden Treibstofflager in Bahrain angegriffen. Der Inselstaat beherbergt den wichtigsten Stützpunkt der US-Marine im Nahen Osten. (sda/dpa)
14:55
Hegseth: Heute erneut höchste Anzahl an Angriffen
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat im Krieg gegen den Iran die bislang umfangreichsten Angriffe seines Landes angekündigt. «Tatsächlich wird es heute erneut die höchste Anzahl an Angriffen geben», die die USA jemals im Iran durchgeführt hätten. Auch US-Generalstabschef Dan Caine sprach von den heftigsten Angriffen seit Beginn des Kriegs mit dem Iran vor fast zwei Wochen. US-Vertreter haben in dem Krieg bereits mehrfach von den bislang härtesten Angriffen gesprochen.

Hegseth betonte nun, dass sich die USA neben der Zerstörung der Luftwaffe, Marine und des Raketenarsenals des Irans vor allem darauf fokussiert hätten, dass der Iran künftig keine Raketen mehr fertigen könne. So habe man etwa die Möglichkeiten des Irans, ballistische Raketen herzustellen, ausgeschaltet, indem man Unternehmen, die Komponenten dafür produzierten, zerstört habe. (sda/dpa)

14:55
Israel ruft Libanons Bürger zu Hisbollah-Entwaffnung auf
Israelische Flugzeuge haben über Teilen der libanesischen Hauptstadt Beirut Flugblätter abgeworfen, in denen die Bevölkerung aufgefordert wird, sich für eine Entwaffnung der proiranischen Hisbollah einzusetzen.

Reporterinnen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und Anwohnern zufolge flogen israelische Kampfflugzeuge zuvor in niedriger Höhe über der Stadt. Dabei durchbrachen sie die Schallmauer und lösten zwei laute Explosionen aus. Aus mehreren Stadtvierteln wurde berichtet, dass Flugblätter abgeworfen worden seien.

In den an «Liebe libanesische Bürger» gerichteten Schreiben wird dazu aufgerufen, die Hisbollah zu entwaffnen. Sie seien der «Schild des Irans». Die Zukunft des Libanon solle von seinen eigenen Bürgern bestimmt werden und nicht von externen Akteuren. «Der Libanon ist eure Entscheidung, nicht die von jemand anderem», heisst es in dem Text. Stabilität sei «nicht nur ein Wort, sondern ein Recht für jeden Libanesen».

Das israelische Militär hatte bereits zuvor immer mal wieder ähnliche Flugblätter im Libanon abgeworfen. (sda/dpa)
14:19
Merz sieht keinen Anlass für Militäreinsatz in Strasse von Hormus
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz sieht derzeit keinen Anlass für einen internationalen Militäreinsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Strasse von Hormus.

Er kritisierte bei seinem Besuch in Norwegen, dass weiterhin keine Strategie erkennbar sei, wie der Krieg der USA und Israels gegen den Iran zu Ende gebracht werden soll. «Die Fragen sind ja auch nicht wirklich beantwortet. Im Augenblick gibt es aus meiner Sicht deswegen auch keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken», sagte Merz auf die Frage nach seiner Haltung zu einer solchen Mission und einer möglichen deutschen Beteiligung.

«Ich will es noch einmal sehr deutlich sagen: Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden», betonte Merz. «Und insofern sind alle unsere Bemühungen darauf gerichtet, den Krieg zu beenden. Und genau darüber sprechen wir sowohl mit der amerikanischen Regierung als auch mit der israelischen Regierung.» (sda/dpa)

14:16
Laut Türkei: Erneut iranisches Geschoss von Nato abgefangen
Erneut ist ein aus dem Iran abgefeuertes ballistisches Geschoss nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums im Luftraum des Landes von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden.

Alle notwendigen Massnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit. Das ist damit der dritte Vorfall in der Türkei dieser Art seit der vergangenen Woche. Wo genau die Rakete abgefangen worden sei, sagte das Ministerium nicht.

Türkischen Medienberichten zufolge waren am Morgen Sirenen nahe dem Nato-Luftwaffenstützpunkt im Südosten des Landes in Incirlik in der türkischen Provinz Adana zu hören. Das Verteidigungsministerium bestätigte das zunächst nicht. Nach US-Angaben sind dort rund 1500 Militärangehörige stationiert. Der Stützpunkt gilt als wichtiges Militär-Drehkreuz in der Region. Der Iran greift seit Kriegsbeginn wiederholt Militärstützpunkte in der Region an – etwa in den Golfstaaten. (sda/dpa)

14:11
Noch keine Stornierungswelle in Interlaken
Die Entwicklungen im Nahen Osten und die Einschränkungen im internationalen Flugverkehr werden auch von der Tourismusbranche verfolgt. In Interlaken sieht die Tourismusorganisation bislang keine nennenswerte Stornierungswelle. Die Unsicherheit bei Gästen sei jedoch spürbar.

Reisen würden teilweise kurzfristig angepasst oder verschoben, schreibt Interlaken Tourismus in einer Einschätzung vom Donnerstag. Die Nachfrage bleibe jedoch bestehen.

Die Einschränkungen im internationalen Flugverkehr betreffen wichtige Drehkreuze wie Dubai, Abu Dhabi oder Doha. Zahlreiche Flugverbindungen zwischen Europa und Asien führen über diese Golf-Hubs. Gestrichene oder umgeleitete Flüge, weniger Kapazitäten und teurerer Tickets sind die Folge.

Aus dem arabischen Raum sind aktuell aufgrund des Ramadans noch wenige Auswirkungen spürbar. Während der Fastenzeit ist die Reisetätigkeit generell reduziert. Erfahrungsgemäss würden Reiseentscheidungen für Europa und die Schweiz vermehrt erst nach Ramadan-Ende getroffen, heisst es in Interlaken. Die Einschätzung sei allerdings lediglich eine Momentaufnahme, für gefestigtere Erkenntnisse sei es noch zu früh. (sda)

14:04
Angriffe auf Infrastruktur? Israel Katz droht dem Libanon
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat dem Nachbarland Libanon «Schäden an der nationalen Infrastruktur» angedroht. Die libanesische Regierung sei ihrer Verpflichtung zur Entwaffnung der Hisbollah nicht nachgekommen und müsse deshalb einen immer höheren Preis zahlen, darunter Schäden an von der Hisbollah genutzten Infrastruktur im Land sowie auch Gebietsverluste, sagte Katz nach Angaben seines Büros bei einer Lagebesprechung. Beides drohe, solange die «zentrale Verpflichtung, die Hisbollah zu entwaffnen» nicht erfüllt sei.

Israels Armee hatte zuvor eigenen Angaben zufolge eine wichtige, von der Hisbollah genutzte Flussbrücke angegriffen. «Dies ist erst der Anfang», sagte Katz dazu. Die vom Iran unterstützte Schiitenmiliz habe den Übergang für Waffenlieferungen in den Süden des Landes genutzt. Laut Armee soll die Miliz dort kürzlich auch Raketenwerfer positioniert und von dort aus Geschosse auf Israel gefeuert haben.

Im Libanon gibt es die Sorge, dass Israel auch den Flughafen in Beirut angreifen könnte. Er stand lange Zeit unter der Kontrolle der Hisbollah. Die Regierung versucht, das zu ändern. Beobachtern zufolge gibt es dabei auch gewisse Fortschritte. Im Libanon-Krieg 2006 bombardierte Israels Armee den Flughafen. (sda/dpa)

14:00
Hegseth: Irans neuer oberster Führer ist verletzt
Irans neuer oberster Führer, Modschtaba Chamenei, ist nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verletzt. Die USA wüssten, dass er «verwundet und wahrscheinlich entstellt» sei, sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz. Um was für Verletzungen es sich handele und wie es dazu gekommen sei, führte er dabei nicht aus.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Donnerstag gesagt, der 56-jährige Religionsführer könne «sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen.» Chamenei junior soll bei einem israelischen Angriff im Iran verletzt worden sein. Netanjahu deutete mögliche weitere Tötungsversuche an, indem er sagte, er würde «keine Lebensversicherungen» für die Feinde Israels abschliessen.

Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran am Sonntag hat sich Modschtaba Chamenei bisher nicht öffentlich gezeigt. Die «New York Times» hatte jüngst unter Berufung auf drei iranische Funktionäre berichtet, dass er Verletzungen an seinen Beinen erlitten habe.

Dem US-Sender CNN zufolge handelt es sich um eine Verletzung am Fuss. Modschtaba Chamenei habe diese gleich zu Beginn des Krieges erlitten - genau wie einen Bluterguss um das linke Auge und andere kleinere Verletzungen im Gesicht, berichtet der Sender unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle. Überprüfen liessen sich die Berichte zunächst nicht. (sda/dpa)

11:30
Vier Tote bei Absturz von US-Tankflugzeug im Irak
Beim Absturz eines Tankflugzeugs der US-Streitkräfte im Westen des Iraks sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Von den sechs Besatzungsmitgliedern seien vier für tot erklärt worden, während die Rettungsmassnahmen weitergingen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit.

Das US-amerikanische Tankflugzeug vom Typ KC-135 war demnach am Donnerstag gegen 14.00 Uhr Ortszeit abgestürzt. Die Umstände des Vorfalls würden noch untersucht. Der Verlust sei jedoch weder auf feindlichen Beschuss noch auf Beschuss von Verbündeten zurückzuführen, hiess es im Post auf X weiter. Die Identität der verstorbenen Soldaten werde erst bis zu 24 Stunden nach der Benachrichtigung der Angehörigen bekanntgegeben.

Zuvor hatte Centcom mitgeteilt, dass zwei Flugzeuge an dem Vorfall beteiligt gewesen seien. Eine Maschine sei sicher gelandet, die andere abgestürzt. (sda/dpa)

11:30
Libanon: Viele Tote bei Angriffen Israels
Bei israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon hat es libanesischen Angaben zufolge seit der Nacht mehr als 20 Tote gegeben. Allein in der Gegend der Küstenstadt Sidon seien neun Menschen ums Leben gekommen, darunter fünf Kinder, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Bei weiteren Bombardements im Süden und Osten des Landes wurden demnach weitere 14 Menschen getötet. In Beirut sei eine Person bei einem Angriff auf ein Auto ums Leben gekommen.

Die israelische Armee äusserte sich auf Anfrage nicht konkret zu diesen tödlichen Angriffen und verwies auf eine offizielle Mitteilung zu ihrem jüngsten Vorgehen gegen die Hisbollah im Libanon. Darin hiess es, das Militär habe «Dutzende Angriffswellen» in der Hauptstadt Beirut, der Bekaa-Ebene im Osten des Landes sowie im Südlibanon ausgeführt. Ins Visier seien Waffenlager und bedeutende Vermögenswerte der Hisbollah genommen worden, um die Miliz weiter zu schwächen. Zu möglichen Opfern machte Israels Armee zunächst keine Angaben.

Die israelische Armee teilte weiterhin mit, sie habe eine wichtige Brücke über einen Fluss im Süden des Nachbarlandes getroffen. Sie sprach von einem «wichtigen Übergang» für Mitglieder der Hisbollah. Die Miliz soll dort kürzlich auch Raketenwerfer positioniert und von dort aus Geschosse auf Israel gefeuert haben, hiess es. Zivilisten in der Gegend hatte Israels Militär jüngst zur Flucht aufgerufen. (sda/dpa)

11:12
WHO: Bisher 1255 Todesopfer im Iran, 634 im Libanon
Seit Beginn des Kriegs im Nahen und Mittleren Osten sind im Iran und im Libanon nach Angaben nationaler Behörden knapp 1900 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf.

Im Iran seien 1255 Menschen getötet und mehr als 15'100 verletzt worden, hiess es. Mehr als 100'000 Menschen seien innerhalb des Landes auf der Flucht.

Im Libanon sind laut der WHO 634 Todesopfer und mehr als 1586 Verletzte gemeldet worden. Nach Angaben libanesischer Behörden liegt die Zahl der Toten mittlerweile schon bei etwa 690. Die WHO berichtete von mehr als 800'000 Binnenvertriebenen. (sda/dpa)

8:51
Al-Kuds-Proteste im Iran
Trotz anhaltender Luftangriffe sind in Teheran erneut Tausende Regierungsanhänger zu israelfeindlichen Demonstrationen auf die Strassen gegangen. Die Kundgebungen finden anlässlich des sogenannten Al‐Kuds‐Tages statt, den der frühere Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini 1979 eingeführt hat. Die staatlich organisierten Proteste richten sich gegen Israel und fordern die «Befreiung Jerusalems».

Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Hintergrund ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967.

Irans Präsident Massud Peseschkian rief die Bevölkerung trotz des Krieges zur Teilnahme auf. Auf X schrieb er am Donnerstag, das iranische Volk solle «die Feinde des Irans enttäuschen, indem es in grösserer Zahl als je zuvor auf die Strasse geht». (sda/dpa)

6:49
Trump: «Wir zerstören das terroristische Regime des Irans vollständig»
US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen gegen den Iran erneuert. «Wir zerstören das terroristische Regime des Irans vollständig - militärisch, wirtschaftlich und auf andere Weise», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die iranische Marine sei verschwunden, ihre Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet, und ihre Anführer seien von der Erde getilgt worden, schrieb Trump.

Der Republikaner argumentierte weiter, die USA verfügten über beispiellose Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit. «Schaut, was heute mit diesen gestörten Drecksäcken passiert», schrieb er - ohne seine Drohung näher zu erläutern.

Trump hatte bereits mehrfach gesagt, der Krieg könne bald enden. Allerdings greift der Iran auch nach fast zwei Wochen massiver Luftangriffe die Golfstaaten und Israel weiter mit Raketen und Drohnen an. Die iranischen Revolutionsgarden halten darüber hinaus an einer Blockade der für den Öltransport wichtigen Strasse von Hormus fest, einer Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman.

Trumps Behauptung, dass die USA für den Iran-Krieg über unbegrenzte Munitionsvorräte verfügten, wird von vielen Experten und auch von seinen politischen Gegnern, den Demokraten, infrage gestellt. (sda/dpa)

6:22
USA erlauben zeitweise Kauf von russischem Öl
Die US-Regierung will dem aufgrund des Iran-Kriegs stark gestiegenen Ölpreis entgegenwirken: Um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, dürfen Länder zeitweise russisches Öl kaufen, das sich bereits auf Schiffen befindet. Das erklärte Finanzminister Scott Bessent auf der Plattform X. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.

Russland, das seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können. Bessent argumentierte jedoch, Russland werde von dieser «eng gefassten» Ausnahme nicht in bedeutender Weise finanziell profitieren.

Es gibt seit Jahren Sanktionen der USA, die den russischen Ölsektor betreffen. Auch deswegen ist Moskau für den Export auf hoher See häufig auf sanktionierte Schiffe angewiesen, die zur sogenannten Schattenflotte gehören. Länder und Unternehmen, die mit ihnen Geschäfte machen, könnten im Normalfall selbst Gefahr laufen, Ziel von Sanktionen zu werden.

Die globalen Energiemärkte sind infolge des Iran-Kriegs sehr volatil, die Preise für Öl und Gas sind seit Kriegsbeginn vor knapp zwei Wochen zuletzt stark angestiegen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Strasse von Hormus - einer Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die normalerweise ein bedeutender Teil des globalen Ölhandels verläuft. Der Schiffsverkehr dort ist nahezu zum Erliegen gekommen. (sda/dpa)
2:53
Französischer Soldat bei Drohnenangriff im Irak getötet
Bei einem Angriff auf im Irak stationierte französische Truppen ist ein Soldat getötet worden. Weitere Militärangehörige wurden bei dem Angriff in der nördlichen Region Erbil verletzt, wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mitteilte.

Nach vorigen Angaben des Verteidigungsministeriums handelte es sich um einen Drohnenangriff, bei dem sechs französische Soldaten verletzt wurden. Diese seien an Ausbildungsmassnahmen zur Terrorismusbekämpfung mit irakischen Partnern beteiligt gewesen. Die Verletzten seien sofort in das nächstgelegene medizinische Zentrum gebracht worden, hiess es.

Nach Angaben des Gouverneurs von Erbil waren an dem Angriff zwei Drohnen beteiligt, schrieb die Zeitung «Le Parisien». Der Angriff erfolgte demnach auf einem Stützpunkt etwa 40 Kilometer südwestlich von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Irak. Wer hinter dem Angriff steckte, blieb zunächst unklar.

Macron bezeichnete den Angriff auf die seit 2015 im Anti-Terror-Kampf im Irak stationierten französischen Truppen als inakzeptabel. Ihre Präsenz im Irak erfolge ausschliesslich im Rahmen der Terrorismusbekämpfung. Der Krieg im Iran könne solche Angriffe nicht rechtfertigen. (sda/dpa)
23:54
USA melden «Verlust» von Tankflugzeug im Westen des Iraks
Die US-Streitkräfte haben im Krieg mit dem Iran nach eigenen Angaben ein Tankflugzeug verloren. «Der Vorfall hat sich in verbündetem Luftraum ereignet», teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit. Er sei weder auf feindlichen Beschuss noch auf Beschuss von Verbündeten zurückzuführen. Die Rettungsmassnahmen dauerten an.

Nach Angaben von Centcom waren zwei Flugzeuge an dem Vorfall beteiligt. Eines sei sicher gelandet, das andere vom Typ KC-135 sei im Westen des Iraks «runtergekommen». Nähere Details zu dem Vorfall waren zunächst nicht bekannt. (sda/dpa)
22:05
Revolutionsgarden: Strasse von Hormus bleibt geschlossen
Die iranischen Revolutionsgarden halten an ihrer Blockade der Strasse von Hormus im Persischen Golf fest. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur Fars, dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Modschtaba Chamenei folge.

Alle Tanker und Schiffe, die im Persischen Golf und in der Strasse von Hormus unterwegs seien, müssten zu ihrer eigenen Sicherheit die iranischen Vorschriften beachten, hiess es weiter.

Die Garden wollen nach eigenen Angaben auch ihre Angriffe gegen Ziele der USA und Israels in der Region «mit voller Kraft» fortsetzen.

Der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus ist infolge des Iran-Kriegs nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meeresenge zwischen dem Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. (sda/dpa)
20:59
Irans Militär droht USA mit der Zerstörung regionaler Energieanlagen
Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor Angriffen auf den Energiesektor und die Häfen des Landes. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, der Iran werde im Fall des geringsten Angriffes die Öl- und Gasvorkommen der Region, an denen die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten ein berechtigtes Interesse haben, in Brand setzen und zerstören.

Der Sprecher der Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, hatte bereits am Mittwoch Vergeltungsschläge für Angriffe auf iranische Häfen angekündigt. Sollte eine entsprechende US-Drohung umgesetzt werden, wäre nach seinen Worten kein Hafen oder Wirtschaftszentrum im Persischen Golf sicher. (sda/dpa)
20:19
USA: Rund 6'000 Ziele im Iran angegriffen
Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben etwa 6'000 Ziele angegriffen. Auch mehr als 90 Schiffe seien beschädigt oder zerstört worden, darunter mehr als 30 Minenleger, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit.

US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch erneut nahegelegt, dass der Krieg schon «bald» enden könne. Es gebe «praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte», zitierte ihn das US-Nachrichtenportal «Axios» nach einem Telefoninterview. Der israelische Armeesprecher Effie Defrin erklärte dagegen, dass Israels Militär noch eine umfangreiche Liste an Zielen habe. (sda/dpa)
20:17
Israel greift erneut im Zentrum Beiruts an
Das israelische Militär hat erneut im Herzen der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Über Opfer war zunächst nichts bekannt. Das israelische Militär hatte zuvor einen Evakuierungsaufruf für ein Gebäude im Beiruter Stadtviertel Baschura herausgegeben. Daraufhin wurde das Gebäude zweimal aus der Luft getroffen, wie auf Live-Aufnahmen im libanesischen Fernsehen zu sehen war.

Kurze Zeit später rief das israelische Militär auch zur Räumung eines Gebäudes in dem benachbarten Wohnquartier Sokak al-Blat auf. In dem Gebäude befindet sich eine Filiale des Finanzinstituts der Hisbollah. Beide Wohngegenden sind dicht besiedelt und gehören nicht zum Einflussgebiet der Hisbollah.

Das israelische Militär teilte mit, eine neue Angriffswelle auf Hisbollah-Infrastruktur in Beirut gestartet zu haben.

Nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur NNA wurden bei einem Angriff auf die Libanesische Universität der Direktor der naturwissenschaftlichen Fakultät, Hussein Bassi, und auch der Professor Mortada Srour getötet. Das Universitätsgelände liegt am Rand der südlichen Vororte Beiruts. Das israelische Militär teilte mit, die Angelegenheit zu prüfen. Auch in den Vororten selbst griff die israelische Armee nach libanesischen Infos erneut an.

Am Mittwochabend hatte die Hisbollah nach israelischen Angaben mehr als 100 Raketen auf Israels Norden abgefeuert. (sda/dpa)
17:02
Hamas-Mann misshandelt? Anklage gegen Reservisten fallengelassen
Israels Militärstaatsanwaltschaft hat die Anklage gegen fünf Reservisten fallengelassen, die beschuldigt worden sind, einen palästinensischen Häftling im berüchtigten Militärlager Sde Teiman schwer misshandelt zu haben.

Israelische Medien berichteten, die Einstellung des Verfahrens folge «bedeutenden Entwicklungen» seit der Einreichung. Der Fall und ein in dem Kontext geleaktes Video sorgten in Israel über Monate für Schlagzeilen.

Den Reservisten wurde vorgeworfen, 2024 ein Mitglied der islamistischen Terrororganisation Hamas in dem Militärlager so schwer sexuell misshandelt zu haben, dass er in ein Spital gebracht werden musste. Sie hätten zuvor die Anweisung erhalten, den Häftling bei seiner Ankunft in dem Lager nahe der Wüstenstadt Beerscheva zu durchsuchen, teilte Israels Militär mit. Ihm seien dafür die Augen verbunden und Hände und Fussgelenke gefesselt worden.

Besondere Brisanz gewann der Fall unter anderem auch, weil ein Überwachungsvideo aus dem Militärlager an einen TV-Sender unter Zustimmung der damaligen obersten Militäranwältin, Jifat Tomer-Jeruschalmi, geleakt wurde. Das Video soll die Misshandlung des Häftlings zeigen. Auf den Bildern der Überwachungskamera ist dies allerdings nicht eindeutig sichtbar, da die Soldaten teilweise eine Art Mauer aus Schildern bildeten.

In der Begründung für die Einstellung des Verfahrens wird unter anderem auch dieser Umstand genannt. «Die Aufnahmen der Überwachungskameras vermitteln kein klares und eindeutiges Bild der den Angeklagten vorgeworfenen Taten», zitierte das Nachrichtenportal «ynet» aus einem Schreiben. (sda/dpa)
16:03
Trump: Hoher Ölpreis ist gut für die USA
Die deutlich gestiegenen Ölpreise sind nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump gut für die USA. «Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand der grösste Ölproduzent der Welt. Wenn also die Ölpreise steigen, verdienen wir viel Geld», teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.

Trump hatte im Wahlkampf damit geworben, die Energiepreise im Land deutlich zu senken. Infolge des Kriegs im Iran waren die Benzinpreise in den USA allerdings auf das höchste Niveau seit Sommer 2024 gestiegen. (awp/sda/dpa)
15:54
Israel fordert weitere Bewohner im Südlibanon zur Flucht auf
Israels Armee hat die Bewohner eines grossen Gebiets im Süden des Libanons zur Flucht aufgerufen. Das Militär richtete auf seinem arabischsprachigen Kanal auf der Plattform X eine dringende Warnung an die Menschen, den Bereich südlich des Sahrani-Flusses – etwa 40 Kilometer von der israelisch-libanesischen Grenze – zu verlassen. Bereits vergangene Woche hatte die Armee zur Evakuierung mehrerer Orte im Südlibanon aufgerufen.

Solche Aufrufe des Militärs deuten in der Regel auf bevorstehende Kampfhandlungen in den betroffenen Gebieten hin. Die Armee führte «terroristische Aktivitäten der Hisbollah» für den Evakuierungsaufruf an. Die Warnung umfasst mehrere libanesische Ortschaften in dem betroffenen Gebiet. Ihre Bewohner sollten sich Richtung Norden begeben, hiess es weiter.

In den vergangenen Tagen hatte das israelische Militär die Bewohner im Bereich bis zum Litani-Fluss – etwa 30 Kilometer von Israels Grenze entfernt – bereits mehrmals zur Flucht aufgerufen. Nun wurde das Gebiet zum ersten Mal bis etwa 10 Kilometer weiter nördlich ausgeweitet. Auch weite Teile der Vororte der Hauptstadt Beirut wurden bereits von Israel als mögliche Angriffsziele markiert. (sda/dpa)
  • Israel und die USA haben am Samstagmorgen mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait, Jordanien und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen, sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel. Wie lange die Intervention dauern soll, ist nicht klar. Mittlerweile wird von mindestens mehreren Wochen ausgegangen.

Angriffe Iran

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641 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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