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Viele Polizisten und keine Demonstranten in Bern



Nach der Absage der Kundgebung «Wir sind direkte Demokratie» ist es bisher am Samstagnachmittag in der Berner Innenstadt zu keinen Kundgebungen gekommen. Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot präsent.

Sie hat den Auftrag, keinerlei Kundgebungen zu tolerieren, wie der Berner Gemeinderat am Donnerstag bekanntgab. Die Polizei hat deshalb Geländewagen mit Gittern und einen Wasserwerfer in der Innenstadt postiert. Ausserdem stehen an jeder zweiten Ecke Kastenwagen. Zahlreiche Polizisten stehen an neuralgischen Punkten bereit.

Ramona Mock, Sprecherin der Berner Kantonspolizei, sagte am Samstag gegen 16 Uhr auf Anfrage, die Polizei behalte die Situation im Auge. Der Einsatz sei noch nicht beendet. Zwei Personen seien zur Kontrolle in Polizeiräumlichkeiten geführt worden, weil bei ihnen Vermummungsmaterial gefunden worden sei.

Immer wieder untersuchten Polizisten in der Innenstadt Personen, die beispielsweise Rucksäcke bei sich trugen. Das zeigte ein Augenschein.

Die Berner Behörden hatten den Polizeieinsatz trotz der «Wir sind Demokratie»-Kundgebungsabsage mit der Aussage begründet, weiterhin kursierten im Internet Aufrufe zu Gegendemonstrationen. Die Lage sei unübersichtlich.

Ein Verein namens «Brennpunkt Schweiz» hatte ursprünglich am Samstag auf dem Bundesplatz für eine starke Demokratie und eine unabhängige Schweiz demonstrieren wollen. Die Kundgebung war auch als Protest gedacht gegen die aus Sicht des Vereins ungenügend umgesetzte Masseneinwanderungsinitiative.

Das Organisationskomitee sagte den Anlass nach eigenen Aussagen wegen der «massiven Gewaltandrohung» linker Kreise und Sicherheitsbedenken ab. Die Stadt Bern hatte dem Verein eine Bewilligung in Aussicht gestellt. Formell bewilligt war die Kundgebung zum Zeitpunkt der Absage aber noch nicht. (sda)

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