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Betrugsskandal: US-Regierung friert Gelder für Arme in Minnesota ein

Betrugsskandal: US-Regierung friert Gelder für Arme in Minnesota ein

Im Streit um einen grossen Betrugsskandal bei Sozialleistungen in Minnesota verschärft die US-Regierung den Druck auf den Bundesstaat.
26.02.2026, 04:2826.02.2026, 04:28

Ein Teil des Bundeszuschusses zum Gesundheitsprogramm für einkommensschwache Menschen (Medicaid) in Minnesota soll «vorübergehend» eingefroren werden, wie Vizepräsident JD Vance ankündigte. Dem Leiter der staatlichen Gesundheitssysteme Medicare und Medicaid, Mehmet Oz, zufolge geht es um 259 Millionen US-Dollar, die nun vorerst nicht gezahlt werden.

epa12777242 US Vice President JD Vance (R) and Administrator of the Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) Dr. Mehmet Oz (L) announce what they said is a plan to combat fraud in taxpayer-f ...
JD Vance lässt die Unterstützungsgelder für Arme in Minnesota einfrieren.Bild: keystone

Grund dafür seien mangelnde Kontrollen und ein «systematischer Missbrauch» von Steuergeldern. Der Republikaner Vance beklagte eine mangelnde Kooperationsbereitschaft der Behörden in dem demokratisch regierten Bundesstaat bei der Aufklärung der Vorfälle.

Am Vorabend hatte US-Präsident Donald Trump Vance mit der Aufklärung des Betrugs beauftragt. Trump zufolge sollen dabei von Mitgliedern der somalischen Gemeinschaft «schätzungsweise 19 Milliarden US-Dollar» veruntreut worden sein.

US-Medien wie die «New York Times» berichten, dass bislang Betrug in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar im Raum stehe. Minnesotas demokratischer Gouverneur Tim Walz nannte bislang nur für einen Teil der betroffenen Programme einen Schaden von 250 Millionen Dollar.

Bundesstaaten und die Regierung teilen sich die Kosten für Medicaid. Offiziellen Angaben zufolge sind rund 1,3 Millionen Menschen in Minnesota auf die Unterstützung angewiesen. Gut 40 Prozent der Leistungsempfänger sind nach Angaben des Bundesstaats Kinder. Das Programm unterstützt unter anderem auch Schwangere, Behinderte und ältere Menschen. Im Gegensatz zu den allermeisten europäischen Ländern gibt es in den Vereinigten Staaten keine flächendeckende Krankenversicherung. (sda/dpa)

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72 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Wolfgang Bumbuy
26.02.2026 06:39registriert November 2024
Donnie ( Benito Corruptioni ) bei der Bekämpfung von Korruption in einem Staat, der es nicht gut fand , dass Trumps SA die Bürger auf offener Strasse erschossen hat.
Wenn man sie nicht erschiessen darf, dann gibts halt keine medizinische Versorgung mehr.
Irgendein Vorwand lässt sich halt immer finden.
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urs.meier13
26.02.2026 07:30registriert Juni 2016
"GANZ SICHER" finden solche Betrügereien nur in demokratisch regierten Bundesstaaten statt, drum wählt die sauberen Republikaner... oder wie DT&Co. verzweifelt Wahlkampf betreiben - da werden sicher noch einige Ideen des ehrenwerten Vordenkers Miller zum Einsatz kommen bis in den Herbst.
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Überdimensionierte Riesenshrimps aka Reaper
26.02.2026 07:39registriert Juni 2016
Sagt einer, dessen Chef und seine Kollegen massiv von Insiderhandel, u.a. bei den Sanktionsrückerstattungen, profitiert haben.
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