Der «beste Arbeitgeber der Schweiz» steht vor einem grossen Umbruch
Erst diesen Monat wurde die Aargauer Rivella AG von der Handelszeitung und dem Wirtschaftsmagazin PME zum «Besten Arbeitgeber der Schweiz» gekürt – nun steht an der Spitze des Getränkeherstellers ein einschneidender Wechsel an. Erland Brügger verlässt das Unternehmen Ende Juli 2026. Mehr als zwölf Jahre lang führte er Rivella als CEO, bevor 2023 auf ein Co-Leitungsmodell umgestellt wurde. Seither amtet er als Co-CEO an der Seite von Silvan Brauen.
Die Nachfolge ist bereits geregelt: Ab dem 1. August 2026 übernimmt Christoph Messerli. Der bisherige Finanzchef (CFO) der Rivella AG – er ist seit 2012 im Amt – wird zum Co-CEO befördert und teilt sich die operative Führung künftig mit Silvan Brauen. Am Co-Leitungsmodell hält das Unternehmen also fest.
Übersetzung
Dieser Text wurde von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie geschrieben, wir haben ihn für euch übersetzt.
Wirtschaftlich auf Kurs
Der Führungswechsel erfolgt in einer Phase, in der das Unternehmen solide Zahlen schreibt. Die Rivella AG setzte 2025 insgesamt 95 Millionen Liter Getränke ab – leicht weniger als im Vorjahr. Der Umsatz stieg dennoch auf 140 Millionen Franken und lag damit über dem Wert von 2024.
Im Mittelpunkt steht die Strategie, sich konsequent auf die beiden Kernmarken Rivella und Focuswater zu konzentrieren. Vor allem Focuswater legt mit zweistelligen Wachstumsraten deutlich zu. Gleichzeitig bestätigt sich der Trend zu leichteren Getränken: Innerhalb des Rivella-Sortiments verzeichnete insbesondere Rivella Blau Zero ohne Zuckerzusatz ein starkes Plus. Damit zahlt die Fokussierung auf die wichtigsten Marken klar auf das Wachstum der Rivella AG ein.
Um die steigende Nachfrage zu bedienen, investierte die Rivella AG in den vergangenen zwei Jahren 16 Millionen Franken in eine neue Abfüllanlage, die speziell für Focuswater konzipiert ist.
Die Auszeichnung als «Bester Arbeitgeber» – vergeben auf Grundlage einer Befragung von über 15’000 Mitarbeitenden aus Unternehmen mit mehr als 250 Angestellten – krönt damit eine Phase wirtschaftlicher Stabilität. Und das just in dem Moment, in dem der Konzern die Nachfolge an der Spitze regelt. (jah)
