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EU-Parlamentspräsident: Tajani nach erstem Wahlgang an der Spitze



Der erste Wahlgang im EU-Parlament für den Posten des neuen EU-Parlamentspräsidenten hat keine Entscheidung gebracht. Das absolute Mehr betrug 342 Stimmen. EVP-Kandidat Antonio Tajani machte mit 274 die meisten Stimmen.

Der sozialdemokratische Bewerber Gianni Pittella liegt mit 183 Stimmen auf dem zweiten Platz. Mit deutlichem Abstand folgen EKR-Kandidatin Helga Stevens (77 Stimmen), der Grüne Jean Lambert (56), die linke Kandidatin Eleonora Forenza (50) sowie Laurentiu Rebega (43) von der rechten Fraktion ENF.

Damit ist ein zweiter Wahlgang erforderlich. Dieser soll voraussichtlich um 13 Uhr beginnen. Zurückziehen wollte sich auf Nachfrage von Noch-Parlamentspräsident Martin Schulz keine der Kandidatinnen und Kandidaten. Bis 12.30 Uhr können sich zudem neue Bewerber für das Präsidialamt melden.

Zu Beginn der Parlamentssitzung am Dienstagmorgen hatte Schulz mitgeteilt, dass der liberale Kandidat Guy Verhofstadt seine Bewerbung zurückgezogen hatte. Seine Fraktion bestätigte die Unterstützung von Tajani.

Voraussetzung dafür war eine gemeinsame politische Agenda der beiden Fraktionen. Dank diesem Pakt sind nun die Chancen des ehemaligen EU-Kommissars Tajani stark gestiegen, neuer EU-Parlamentspräsident zu werden. Dies zeigt auch das Ergebnis des ersten Wahlgangs. (sda)

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