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Entschärfung von Fliegerbombe in Augsburg begonnen



In Augsburg haben nach stundenlanger Evakuierung eines Teils des Stadtzentrums die Experten des Kampfmittelräumdienstes mit der Entschärfung einer 1.8 Tonnen schweren Fliegerbombe begonnen. Das teilte der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl am Sonntag mit.

Zuvor mussten im Zuge der bundesweit grössten Evakuierungsaktion seit dem Zweiten Weltkrieg 54'000 Menschen das betroffene Gebiet in der Innenstadt verlassen.

«Die Atmosphäre in der Stadt ist gespenstisch. Kein Mensch auf den Strassen, kein Gesicht hinter den Fensterscheiben», teilte die Stadt Augsburg auf einer eigens eingerichteten Internetseite mit. Die Schutzzone umfasst weite Teile der Innenstadt in einem Radius von rund 1500 Metern um die Fundstelle.

Die Evakuierung hatte um 08.00 Uhr begonnen und sich länger als geplant bis in den Nachmittag hingezogen. Grund dafür war laut Gribl, dass mehr bettlägerige Menschen als zuvor bekannt durch Krankentransporte aus der Schutzzone heraus gebracht werden mussten.

Lebensgefahr

Die Einsatzkräfte prüften vor Beginn der Entschärfung Haus für Haus, ob sich noch Menschen in dem Gebiet befanden. «Die Evakuierung ist vollzogen», sagte Gribl auf der Medienkonferenz um kurz nach 15.00 Uhr. Die Behörden riefen die Anwohner zuvor immer wieder auf, ihre Wohnungen zu verlassen.

«Während der Entschärfung besteht in der Schutzzone Lebensgefahr!», warnte die Polizei über Twitter. Die Evakuierung verlief nach Angaben der Polizei friedlich, sich widersetzende Anwohner gab es demnach nicht.

Entschärfen, nicht sprengen

Zwei Experten sollen die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärfen. Die Sprengmeister zeigten sich nach Angaben der Stadt Augsburg überzeugt, dass die Bombe sicher entschärft werden kann. Es gebe Erfahrungen mit diesem Bombentyp, er sei von der Royal Air Force gegen Ende des zweiten Weltkriegs sehr häufig über deutschen Städten abgeworfen worden.

Oberbürgermeister Gribl betonte, dass eine kontrollierte Sprengung der Bombe nicht geplant sei, sondern die Entschärfung angestrebt werde.

Die Aktion kann bis in den Abend hinein dauern. Für die betroffenen Bewohner wurden auf dem Messegelände sowie in Turnhallen und Schulen Notunterkünfte eingerichtet, wo es etwa Gulaschsuppe und Gemüseeintopf gab. In den Unterkünften sei die Lage entspannt, teilte die Stadt Augsburg mit. Offensichtlich hätten sich viele Anwohner im Vorfeld um eine Unterkunft für den ersten Weihnachtsfeiertag gekümmert. (sda/afp)

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