Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro ordnet Militärgrossübung an

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro ordnet Militärgrossübung an

15.08.2017, 02:2015.08.2017, 02:20

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat angesichts des Säbelrasselns von US-Präsident Donald Trump eine militärische Grossübung angeordnet. An dieser sollen am 26. und 27. August im ganzen Land zehntausende Soldaten und Zivilisten teilnehmen.

Schon in der Vergangenheit hatte Maduro angebliche Invasionspläne der USA beschworen, um seinen Rückhalt zu stärken. Nachdem Trump nun erstmals «militärische Optionen» nicht ausgeschlossen hatte, verschärft sich das Klima in dem Land, das sich immer stärker Richtung Diktatur bewegt. In sozialen Medien wurden Oppositionspolitiker, die sich nicht eindeutig von Trump distanzieren, zu Verrätern erklärt.

Bei einer Kundgebung Maduros mit Anhängern der Sozialisten rief die Menge: «Yankee, go home». Maduro betonte: «Venezuela hat keine Angst, das ist das Land der Befreier.» Eine Anspielung auf Simón Bolívar, den Befreier von der spanischen Kolonialmacht. Er sprach von einem «schweren Fehler» Trumps. «Das Imperium hatte schon nicht das Scheitern seiner in Venezuela agierenden Kräfte erwartet», sagte Maduro. Er unterstellt der Opposition, Handlanger der USA zu sein.

Nach einer von Betrugsvorwürfen überschatteten Wahl waren 545 Mitglieder einer Verfassungsgebenden Versammlung eingesetzt worden, die als übergeordnetes Staatsorgan das von der Opposition dominierte Parlament entmachtet hat. Damit ist die Gewaltenteilung aufgehoben. Bei Protesten starben seit April über 120 Menschen. (sda/dpa)

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