Kämpfe zwischen Afghanistan und Pakistan verschärfen sich
Im neu entflammten Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan verschärfen sich nach Angaben der Vereinten Nationen die Kämpfe. Zudem weiteten sich die Auseinandersetzungen geografisch aus.
Das teilte das UN-Nothilfebüro (Ocha) mit. Seit dem 26. Februar seien 76 Menschen in Afghanistan getötet und 213 verletzt worden.
Die Zahlen berücksichtigen nicht die Opfer eines schweren Luftangriffs auf eine Entzugsklinik in Kabul vom Anfang der Woche. Nach Angaben der Taliban-Regierung wurden allein bei diesem Angriff mehr als 400 Menschen getötet. Pakistan dementiert, dass die Klinik Ziel des Angriffs war. Es seien militärische Anlagen angegriffen worden.
Die andauernden Kämpfe wirken sich auf die humanitäre Lage in Afghanistan aus. Ersten Berichten nach seien infolge des Konflikts 115'000 Menschen vertrieben worden, schreibt Ocha. Preise für wichtige, importierte Grundnahrungsmittel wie Reis und Pflanzenöl seien bis jetzt um 20 bis 40 Prozent gestiegen im Vergleich zu Dezember 2025. Pakistan hatte seine Landesgrenzen zu Afghanistans Osten im Oktober geschlossen. Wegen des Iran-Kriegs seien Lieferungen nun auch über die Westgrenze Afghanistans über den Iran praktisch pausiert, schreibt das UN-Büro.
Pakistan wirft den islamistischen Taliban in Kabul vor, Terroristen zu unterstützen, die in Pakistan Anschläge verüben. Kabul weist das zurück. (sda/dpa/nil)
