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American Express erwartet Milliardenbelastung wegen US-Steuerreform



Der US-Kreditkartenriese American Express rechnet wegen einer Belastung durch die Steuerreform mit einem Verlust im vierten Quartal. Der einmalige Sonderaufwand geht in die Milliarden.

Das jüngst von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Gesetz dürfte sich zwar langfristig positiv auswirken, führt zunächst aber zu Sonderkosten von etwa 2.4 Milliarden Dollar, teilte der Visa-Rivale am Mittwoch (Ortszeit) mit. Es handele sich jedoch nur um eine vorläufige Schätzung. Das Ergebnis für das Gesamtjahr 2017 dürfte zudem unter dem prognostizierten Gewinn von 5.8 bis 5.9 Dollar je Aktie liegen.

American Express begründete den Negativeffekt vor allem mit Abgaben, die künftig auf im Ausland gehaltenes Vermögen erhoben werden. Viele US-Firmen haben in grossem Stil Gewinne ausserhalb der Landesgrenzen geparkt, um den Unternehmenssteuern von 35 Prozent zu entkommen, die bisher in den USA galten. Nach Trumps Reform, die den allgemeinen Steuersatz für Konzerne auf 21 Prozent senkt, sollen auf diese Auslandsvermögen zwischen 8 und 15.5 Prozent fällig werden.

Die neuen Regeln kommen den Unternehmen eigentlich entgegen, können jedoch zunächst zu hohen Abschreibungen führen. Hierbei geht es um buchhalterische Einmaleffekte, die das laufende Geschäft nicht beeinflussen. Bisher blieben im Ausland gehortete Gewinne weitgehend vom US-Fiskus verschont. Die Trump-Regierung änderte dies in der Hoffnung auf mehr Investitionen in den USA. Kritiker monieren indes, dass die Abgaben zu niedrig seien und Konzerne mitunter belohnen, die dem Staat zuvor Geld durch Steuer-Deals im Ausland entzogen hätten. (sda/dpa/reu)

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