Grüne, SVP und PdA treten bei zweitem Wahlgang nicht mehr an

Grüne, SVP und PdA treten bei zweitem Wahlgang nicht mehr an

03.04.2017, 18:5603.04.2017, 18:56

Nach dem ersten Wahlgang der Neuenburger Regierungswahl ziehen sich immer mehr Konkurrenten der fünf bisherigen Staatsratsmitglieder zurück. SVP, Partei der Arbeit (PdA) und Grüne kündigten ihren Rückzug an.

Der Abstand ihres Kandidaten Fabien Fivaz auf den fünften Platz sei zu gross, teilten die Grünen am Montag mit. Fivaz landete auf dem sechsten Platz und blieb über 5000 Stimmen hinter dem bisherigen Finanz- und Gesundheitsdirektor Laurent Kurth zurück.

Zuvor hatten bereits die SVP und die PdA ihren Rückzug angekündigt. Ob es zu einem zweiten Wahlgang kommt, hängt nun von der FDP ab. Die dritte Kandidatin Isabelle Weber blieb ebenfalls über 5000 Stimmen hinter Laurent Kurth zurück und holte nur etwas mehr als die Hälfte der Anzahl Stimmen ihrer Parteikollegen und bisherigen Staatsräte Laurent Favre und Alain Ribaux.

Die FDP entscheidet am Montagabend, ob es zu einem zweiten Wahlgang kommt. Ansonsten dürften die fünf Bisherigen in einer stillen Wahl bestätigt werden, obwohl sie im ersten Wahlgang alle das absolute Mehr verpasst hatten.

SVP als grosse Verliererin

Die SVP verlor bei den Wahlen vom Sonntag elf ihrer bislang 20 Sitze im Kantonsparlament. Im Gegensatz zu anderen SVP-Sektionen in der Westschweiz konnte sie ihre Wählerschaft nicht mobilisieren, wie der Politologe Oscar Mazzoleni von der Universität Lausanne am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

SVP-Präsident Albert Rösti führte führte das Resultat in einem Interview mit dem Online-Portal des «Blick» auf parteiinterne Querelen zurück. Trotz des Wahlresultats sieht er jedoch nicht schwarz für die anderen SVP-Sektionen in der Westschweiz.

Wegen des SVP-Debakels hätten die bürgerlichen Parteien beinahe auch noch die Mehrheit im 115 Sitze zählenden Grossen Rat verloren. Dank des Gewinns von acht Sitzen durch die FDP blieb die Mehrheit mit 58 zu 57 Sitzen hauchdünn in den Händen der Bürgerlichen. (sda)

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