DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mit 3D-Drucker

Japaner druckt sich Waffen aus und wird verhaftet



Seized plastic made guns produced by a 3-D printer are displayed at a police station in Yokohama on May 8, 2014.  A Japanese man suspected of possessing guns made with a 3-D printer has been arrested in what was said to be the country's first such detention. Officers who raided the home of Yoshitomo Imura, a 27-year-old college employee, confiscated five weapons, two of which had the potential to fire lethal bullets.   AFP PHOTO / JIJI PRESS    JAPAN OUT

Bild: JIJI PRESS

Wegen des Besitzes von Waffen aus einem 3D-Drucker ist ein Japaner festgenommen worden. Bei einer Razzia im Haus des 27-jährigen Universitätsmitarbeiters in Kawasaki bei Tokio beschlagnahmte die Polizei einen 3D-Drucker und fünf Waffen, wie Medien berichteten.

Davon könnten zwei Waffen tödliche Schüsse abgeben, berichtete der Fernsehsender NHK am Donnerstag. Laut der Nachrichtenagentur Jiji Press fanden die Ermittler allerdings keine Munition. Es sei das erste Mal, dass Japans strenge Waffengesetze auf Pistolen und Gewehre aus einem 3D-Drucker angewandt würden, hiess es weiter.

Die Zeitung «Mainichi Shimbun» berichtete auf ihrer Internetseite, der 27-Jährige habe zugegeben, die Waffen hergestellt zu haben. Er habe aber nicht gewusst, «dass dies illegal ist». Die Polizei wurde auf den jungen Mann aufmerksam, nachdem er ein Video ins Internet gestellt hatte, in dem er mit den Waffen um sich feuert.

Obwohl auf Fernsehbildern zu sehen ist, wie der 27-Jährige abgeführt wird, wollte die Polizei die Medienberichte zunächst nicht bestätigen. Japans Waffengesetze sind äusserst strikt – nur wenige Japaner besitzen deshalb Waffen oder sind überhaupt jemals mit ihnen in Berührung gekommen.

Die rasche Entwicklung bei den 3D-Druckern, mit deren Hilfe auch komplexe Objekte aus Kunststoff produziert werden können, stellt die Gesetzgebung weltweit vor eine Herausforderung. So lassen sich etwa Waffen aus 3D-Druckern nicht mit den herkömmlichen Detektoren aufspüren, wie sie beispielsweise an den Flughäfen eingesetzt werden. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter