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Syrisches Regime und Opposition beginnen Verhandlungen in Astana



Nach monatelangen heftigen Kämpfen und der vollständigen Eroberung Aleppos durch das Regime haben neue Syrien-Gespräche in Kasachstan begonnen. Zu direkten Gesprächen zwischen Regierungs- und Oppositionsvertretern kommt es aber vorerst nicht.

Unmittelbar vor Beginn der Friedenskonferenz in der kasachischen Hauptstadt Astana erteilten die Rebellen direkten Gespräche mit der Regierung vorerst eine Absage. Bei der ersten Verhandlungsrunde werde es keine direkten Gespräche geben, sagte Rebellensprecher Jehja al-Aridi.

Er begründete dies damit, dass sich die syrische Regierung bislang nicht an die Ende Dezember vereinbarte Waffenruhe halte. Nach al-Aridi Angaben sollen die Delegationen vorerst in getrennten Räumen bleiben.

Für die bewaffnete Opposition nehmen Vertreter von mehr als einem dutzend Rebellengruppen an den Verhandlungen teil. Verhandlungsführer der Regierungsgegner ist der Rebellenführer Mohammed Allusch. Die Regierungsdelegation wird vom syrischen UNO-Botschafter Baschar al-Dschaafari geleitet.

Vorbereitung auf Konferenz in Genf

Die Gespräche in Astana wurden unter der Federführung Russlands, der Türkei und des Iran vorbereitet. Neben der syrischen Regierung und der Opposition nimmt auch der UNO-Sondergesandte Staffan de Mistura an den Gesprächen teil.

Die USA sind mit ihrem Botschafter in Kasachstan als Beobachter bei den Gesprächen vertreten. US-Präsident Donald Trump schickte keine eigene Delegation. Formelle Friedensverhandlungen für Syrien unter der Schirmherrschaft der UNO sind für Februar in Genf geplant.

«Ich bin zuversichtlich, dass Astana die notwendigen Grundlagen für alle beteiligten Parteien schaffen wird, um eine passende Lösung für die syrische Krise zu finden», sagte der Aussenminister Kasachstans, Kairat Abdrachmanow, zur Eröffnung der Verhandlungen.

Im Fokus der zweitägigen Verhandlungen soll eine Waffenruhe für das Bürgerkriegsland stehen. Eine derzeit geltende Feuerpause ist brüchig, jedoch die Hauptvoraussetzung für die Opposition, mit Gesprächen für eine politische Lösung in Syrien zu beginnen. (sda/dpa/afp)

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