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Bis Mittag etwas schwächere Wahlbeteiligung in Frankreich als 2012



Die Wahl zur französischen Nationalversammlung ist schleppend angelaufen. Bis zum Mittag gaben nach Angaben des Innenministeriums 19.24 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Vor fünf Jahren hatten zu diesem Zeitpunkt schon 21.06 Prozent ihr Votum abgegeben.

Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte gaben im Badeort Le Touquet am Ärmelkanal ihre Stimmen ab. Bei strahlendem Sommerwetter begrüsste der Staatschef vor dem Rathaus zahlreiche Anhänger und schüttelte Hände.

Gut einen Monat nach der Präsidentenwahl entscheiden die Franzosen nun darüber, mit welchem Rückhalt im Parlament Macron seine politischen Pläne umsetzen kann. Umfragen sehen die Macron-Partei «La Republique en marche» (LREM) als klaren Favoriten.

Republikaner als Hauptkonkurrenten

Als Hauptkonkurrenten gelten die konservativen Republikaner. Für die Sozialisten von Ex-Präsident François Hollande geht es um die Existenz. Der rechtsextreme Front National unter Marine Le Pen hofft nach dem zweiten Platz bei der Präsidentenwahl auf eine zweistellige Zahl von Mandaten im Parlament.

Le Pen gab ihre Stimme im nordfranzösischen Hénin-Beaumont. Der Ort ist eine Hochburg ihrer Partei Front National (FN) und liegt in ihrem Wahlkreis.

Abgestimmt wird unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen in 577 Wahlkreisen. Um im ersten Durchgang gewählt zu werden, muss ein Kandidat mindestens 50 Prozent gewinnen. Gelingt dies nicht, nehmen alle Kandidaten mit mindestens 12.5 Prozent an der Stichwahl am 18. Juni teil, bei der dann die einfache Stimmenmehrheit entscheidet.

Gemäss Umfragen sollten Macrons LREM-Partei und ihre Verbündeten auf rund 30 Prozent kommen. Wegen des Mehrheitswahlrechts könnte das Macron-Lager letztlich aber die Marke von 400 der 577 Abgeordnetenmandate knacken.

Arbeitsrecht im Visier

Mit einer absoluten Mehrheit in der Nationalversammlung hätte Macron grossen Spielraum für seine Gesetzespläne, um Frankreichs Wirtschaft in Schwung zu bringen. Vorzeigevorhaben ist dabei eine Lockerung des Arbeitsrechts.

Bisher ist die Macron-Partei überhaupt nicht in der Volksvertretung präsent. Der Aufstieg von «La République en Marche!» ist beispiellos und erschüttert die politische Landschaft Frankreichs bis ins Mark.

Die Wahllokale sind von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet, in grossen Städten zwei Stunden länger. Mehr als 47 Millionen Franzosen sind stimmberechtigt. Das endgültige Ergebnis wird erst nach der zweiten Wahlrunde in einer Woche feststehen. (sda/dpa/reu)

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