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Anschlag auf internationalen Konvoi in Kabul tötet einen Afghanen



In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist bei einem Anschlag auf einen internationalen Militärkonvoi mindestens ein afghanischer Zivilist getötet worden. Vier Afghanen wurden verletzt.

Das teilte der Sprecher des Innenministeriums, Nadschib Danisch, am Freitagmorgen mit. Er sprach von einer Autobombe. Es blieb zunächst unklar, wer in den Fahrzeugen sass und wie es den Insassen geht.

Die Explosion ereignete sich gegen 9.00 Uhr morgens. Die Wagen seien auf der grossen Dschalalabad-Strasse zu einem internationalen Lager unterwegs gewesen oder von dort gekommen, sagte ein anderer Sprecher, Nasrat Rahimi, im afghanischen Fernsehen. Die internationale Nato-Mission Resolute Support war zunächst für einen Kommentar nicht erreichbar.

An der Dschalalabad-Strasse liegen unweit des Anschlagsorts auch zwei grosse Wohn- und Arbeitsanwesen der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen. Örtliche Medien zeigten Bilder von beschädigten Häusern und Geschäften, auf sozialen Medien waren Bilder einer dunklen Rauchwolke zu sehen.

In Kabul waren erst am Mittwoch Delegierte aus 26 Ländern für eine Friedenskonferenz angekommen. Sie berieten, wie die afghanische Regierung vor allem mit den radikalislamischen Taliban Frieden schliessen könnte. Präsident Aschraf Ghani machte den Taliban ein umfassendes Friedensangebot.

Der Krieg hat sich seit dem offiziellen Ende des Nato-Kampfeinsatzes stark intensiviert. Die Taliban halten nach unterschiedlichen Schätzungen 13 bis 40 Prozent des Landes.

Die afghanische Hauptstadt ist in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel von Anschlägen islamistischer Gruppen wie der Taliban oder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geworden. Allein seit Mitte Januar haben Extremisten ein Luxushotel gestürmt, eine belebte Strasse bombardiert und einen Militärkomplex in Kabul angegriffen. Dabei wurden mehr als 130 Menschen getötet. (sda/dpa/afp)

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