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Israel bombardiert Hamas-Stellungen nach Beschuss aus Gazastreifen



Die Feuerpause in Nahost ist nach wenigen Tagen gescheitert: Als Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat Isreals Armee Luftangriffe auf militärische Ziele im Palästinensergebiet geflogen. Ziel waren «Terrorstandorte» der radikalislamischen Hamas.

Dies teilte die Armee am Sonntag mit. Bei einer ersten Angriffswelle wurden nach Angaben der israelischen Armee zehn Militäreinrichtungen der Hamas getroffen, darunter zwei Anlagen zur Herstellung und Lagerung von Munition. Wenige Stunden später seien fünf weitere Ziele auf einem Marine-Stützpunkt im nördlichen Teil des Küstenstreifens bombardiert worden.

Die Angriffe waren nach Armeeangaben eine Reaktion auf den Abschuss von Raketen aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels und auf «verschiedene terroristische Aktivisten», welche die Hamas im Laufe des Wochenendes «gebilligt und organisiert» habe, darunter Anschlagsversuche auf israelische Grenzsoldaten. Aus dem Gazastreifen wurden zunächst keine Opfer gemeldet.

Kampfpause bis Samstag

Anfang der Woche hatten sich islamistische Gruppen im Gazastreifen und die israelische Armee die schwersten Auseinandersetzungen seit dem Gazakrieg im Jahr 2014 geliefert. Die Konfrontation begann mit dutzenden Raketen- und Granatangriffen aus dem Gazastreifen auf Israel.

Die israelische Armee reagierte mit massiven Luftangriffen. Am Mittwoch stellten beide Seiten ihre Angriffe vorerst ein, nachdem die Milizen der Hamas und des Islamischen Dschihad eine Waffenruhe verkündet hatten, die von Israel aber offiziell nicht anerkannt wurde.

Die Kampfpause endete schliesslich Samstagabend, als nach Angaben Israels zwei Raketen aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels abgefeuert wurden. Ein Geschoss konnte demnach abgefangen werden, das zweite schlug noch im Gazastreifen ein.

Vier weitere Geschosse wurden demnach am Sonntag in den früheren Morgenstunden abgefeuert. Drei davon wurden abgefangen, eines schlug offenbar in unbewohntem Gebiet ein. Zu den Angriffen bekannte sich zunächst niemand. (sda/afp)

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