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Radiohead geben trotz Boykottaufrufs Konzert in Israel



Trotz eines Boykottaufrufs von Künstlerkollegen hat die britische Rockband Radiohead ein Konzert in Israel gegeben. Die Musiker um Sänger Thom Yorke traten am Mittwochabend vor zehntausenden Fans in Tel Aviv auf.

Während des Auftritts im Hajarkon-Park erwähnten sie den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern nicht. Vor dem letzten Song «Karma Police» sagte Yorke lediglich, es sei «viel geredet» worden, aber «am Ende spielen wir nur Musik».

In einem offenen Brief hatten zahlreiche Künstler, darunter Pink-Floyd-Musiker Roger Waters, Radiohead aufgerufen, das Konzert abzusagen. Zahlreiche Künstler weigern sich aus politischen Gründen, in Israel aufzutreten. Sie protestieren damit gegen die israelische Besatzung der Palästinensergebiete.

Unter ihnen sind Stevie Wonder, Carlos Santana und Lauryn Hill. Andere, etwa die Rolling Stones, Paul McCartney, Elton John und Bon Jovi, gaben dagegen in den vergangenen Jahren Konzerte in Israel.

Vergangene Woche hatte Radiohead-Sänger Yorke die Entscheidung für das Konzert verteidigt. Die Band trete seit mehr als 20 Jahren in Israel auf, in dieser Zeit habe es viele Regierungen gegeben, schrieb er auf Twitter. Dies gelte auch für die USA. «Wir unterstützen (Israels Regierungschef Benjamin) Netanjahu nicht mehr als (US-Präsident Donald) Trump, aber wir spielen immer noch in den USA.» (sda/afp)

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