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Organspenden: Die Hälfte der Spendewilligen teilen ihren Willen niemandem mit



Laut einer Umfrage ist eine grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung bereit, Organe zu spenden. Das Problem: Rund die Hälfte der grundsätzlich Spendewilligen haben ihren Willen nirgendwo schriftlich festhalten und noch niemandem mitgeteilt.

81 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz ist grundsätzlich dazu bereit, nach dem Tod Organe zu spenden. Das ergab eine repräsentative Telefonumfrage bei 1000 Personen im Auftrag von Swisstransplant, wie die Stiftung am vergangenen Freitag mitteilte.

Den Spendewillen geäussert haben bisher allerdings nur gut die Hälfte jener, die bereit wären, nach dem Tod etwa ihr Herz oder ihre Leber zu spenden. Als Grund gaben sie in fast der Hälfte der Fälle an, sie seien noch nicht dazu gekommen oder hätten sich noch nicht eingehend damit befasst. Dies ist aus Sicht der Stiftung für Organspende und Transplantation problematisch.

Wenn diese Entscheidung nicht vorliege, bringe das Angehörige und Spitalpersonal in eine schwierige Situation, schreibt Swisstransplant. Denn dann müsse diese Entscheidung durch das Fachpersonal «vor Ort und mit der betroffenen Familie erfragt und hergeleitet werden». Eine Spendekarte schaffe für diese Situationen Klarheit; noch wichtiger sei es jedoch, den Angehörigen zu Lebzeiten den Spendewunsch mitzuteilen.

Die Stiftung will deshalb die Bevölkerung mit einer neuen Kampagne auf dieses Thema aufmerksam machen. Auf Plakaten sind die Fotos von jüngeren und älteren Menschen zu sehen, die dank einer Organspende immer noch am Leben sind. «Ich bin seit 1999 tot... eigentlich. Da war aber jemand, der mir seine Nieren gespendet hat», steht etwa unter dem Bild einer dunkelblonden Frau.

Grundsätzlich ist die Bevölkerung in der Schweiz gut auf die Organspende zu sprechen: 91 Prozent der Befragten stehen ihr laut der Umfrage positiv gegenüber. 55 Prozent verbanden mit dem Begriff die Worte «Leben retten», «Gute Sache» und «helfen». Nur gerade jeweils 2 Prozent assoziierten die Organspende spontan mit «Bin dagegen» oder «Organhandel/Kriminalität», wie die Stiftung für Organspende und Transplantation schreibt. (sda)

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