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US-Wahlen: Wahlkampfauftritt Trumps in Chicago nach Rangeleien abgesagt



Ein Wahlkampfauftritt des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump in Chicago ist am Freitagabend nach Rangeleien abgesagt worden. Rund um das Universitätsgebäude hatten sich zuvor Demonstranten versammelt und gegen Rassismus protestiert.

Fernsehbilder zeigten Polizisten in Kampfmontur, die Demonstranten aus dem Gebäude führten, während sich Trump-Anhänger und -Gegner hitzige Auseinandersetzungen lieferten. Laut dem US-Sender CNN hielten sich etwa 8500 bis 10'000 Menschen in der Halle auf.

Auf Fernsehbildern waren auch sich prügelnde Menschen zu sehen, ein Mann drang bis zum Rednerpult vor und wurde von Sicherheitsleuten weggeführt. Trump selbst war zu dem Zeitpunkt noch nicht auf der Bühne.

In einer Mitteilung seines Wahlkampfteams hiess es, Trump habe sich mit Sicherheitskräften besprochen und entschieden, den Auftritt aus Sicherheitsgründen abzusagen. Dabei gehe es «um die Sicherheit der zehntausenden Menschen, die in und um die Halle versammelt sind».

Wiederholte Zwischenfälle

Trump hat wie kein anderer Bewerber in den vergangenen Wochen die Republikaner mit populistischen Tiraden gegen Muslime, Einwanderer und Frauen polarisiert. Als Aussenseiter gestartet, hat er aus den Reihen der Partei inzwischen aber weit mehr Wählerstimmen auf sich vereint als die anderen Kandidaten.

Bereits zuvor am Freitag war Trump während eines Wahlkampfauftritts in St. Louis mehrmals von wütenden Zwischenrufen von Demonstranten unterbrochen worden. In North Carolina hatte am Mittwoch ein 78-jähriger Anhänger einen schwarzen Demonstranten geschlagen, nachdem Trump sagte, er vermisse die «guten, alten Zeiten», als jemand, der sich aufspiele, auf einer Trage rausgetragen worden wäre. (sda/reu)

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