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Vogt: Riesige Boni bei Milliardenverlusten sind unangebracht



Wenn ein Unternehmen wie die Credit Suisse Milliardenverluste schreibt und sich die Konzernspitze dennoch riesige Boni auszahlen lässt, so ist das laut Arbeitgeberpräsident Valentin Vogt unangebracht. Es sei die falsche Botschaft an Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter.

Auf die Frage, ob weitere Regulierungen drohten, wenn die Manager nicht Mass hielten, sagte Vogt in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» (Samstagausgabe) der Weg von der Empörung zum Gesetz sei in der Schweiz sehr kurz. Er erwähnte in diesem Zusammenhang die «Abzocker»-Initiative.

Die Beispiele der Grossbank Credit Suisse (CS) und des Vermögensverwalters GAM zeigten, dass die Initiative Wirkung entfalte. Die Aktionäre nähmen ihre Rechte zunehmend war. Bei der CS hatten die Aktionäre mit einem hohen Nein-Anteil beim Vergütungsbericht der Bank einen Denkzettel verpasst. Die Aktionäre der GAM lehnten die Boni der Geschäftsleitung ab.

Vogt äusserte sich darüber hinaus auch zum bürgerlichen Schulterschluss, der nach den Eidg. Wahlen 2015 gefordert worden war. Die Zusammenarbeit habe sich noch nicht in dem Masse etabliert, wie er sich das vorstelle. Er habe lernen müssen, dass die Parteien jeweils situativ Allianzen suchten und die Optimierung ihres eigenen Wähleranteils im Kopf hätten.

In allen für die Wirtschaft relevanten Themen sollten die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP am gleichen Strick ziehen, forderte Vogt. Namentlich nannte er die Steuerpolitik, die Sozialversicherungen, die Energie sowie die Arbeitsmarktthemen inklusive der Zuwanderung.

Kritik übte Vogt an der Politik der Landesregierung. «Ich stelle fest, dass der Bundesrat, obwohl er fünf bürgerliche Mitglieder hat, oft nicht bürgerlich abstimmt. Das ärgert mich», sagte der Arbeitgeberpräsident. Als Beispiele nannte er Frauenquoten, die Lohnpolizei oder die Senkung der Drittstaaten-Kontingente. (sda)

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