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Massenpanik bei Mekka: Saudische Presse macht Iraner für Unglück in Mekka verantwortlich



Die saudische Presse macht iranische Pilger für die Massenpanik bei der islamischen Wallfahrt in Mekka mit mehr als 700 Toten verantwortlich. Eine grosse Gruppe von Iranern sei entgegen der Vorgaben in eine falsche Richtung gelaufen.

Deshalb seien sie mit anderen Pilgern zusammengestossen, zitierte die Nachrichtenseite Al-Sabq am Freitag nicht näher genannte Augenzeugen. Bei dem Unglück kamen mindestens 131 iranische Gläubige ums Leben.

Der Iran hatte zuvor Saudi-Arabien die Mitschuld an dem Unglück gegeben. Die Saudis hätten ohne Grund einen Teil der Pilgerroute blockiert, sagte der Leiter des Auswärtigen Ausschusses im Parlament. Das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind Erzrivalen.

Der saudische Gesundheitsminister Khaled al-Falih hatte Pilgern am Donnerstag vorgeworfen, sie hätten zeitliche Vorgaben missachtet. Um den Massenstrom der Gläubigen in Mekka zu steuern, gibt es für Pilgergruppen einen festen Zeitplan für die fünftägige Wallfahrt. (sda/dpa)

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