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Zufrieden in der Schweiz: Brunetti-Schöpferin Donna Leon wird 75



Donna Leon wird heute 75. Es sei ein Tag wie jeder andere, so die Schriftstellerin, die meist in Hosen, bequemen Schuhen und mit viel trockenem Humor durchs Leben geht: «Ich bin echt nicht der Feiertyp.»

Mit ihren Brunetti-Krimis hat Leon ein Genre jenseits des Schemas «Mord-ermitteln-Täter-überführen» geschaffen. Wer am Ende die Bösen überführt und hinter Gitter sehen möchte, ist falsch bei ihr. «Mich interessiert weniger das Wer als das Warum, ich will wissen, was jemanden zu der Tat getrieben hat», sagt Leon. So endet nicht jeder Brunetti mit einem überführten Mörder, und manchmal ist am Ende nicht mal ganz klar, ob es überhaupt einen Mord gab. Vielmehr spürt die Autorin menschlichen Irrungen, gesellschaftlichen Zwängen, politischen Machenschaften nach und zeichnet so ein filigranes Porträt der Lagunenstadt.

Donna Leon wuchs in den USA mit einem Bruder auf, in einer fröhlichen Familie, wie sie sagt, die auch Vorbild für Brunettis Familie war. Ihre Grossmütter stammten aus Irland, ein Grossvater aus Spanien und einer aus Nürnberg. «Ich bin eine typische amerikanische Promenadenmischung.»

Weil es ihr in ihrer Lieblingsstadt Venedig, wo sie lange lebte, irgendwann zu viele Touristen hatte, zog Leon vor Jahren in ein Dorf in Graubünden, nahe der italienischen Grenze. «Bald kann ich einen Pass beantragen», sagt Leon. «Ich mag die Vorstellung, bald Europäerin zu sein.» (sda/dpa)

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