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Pope Pope John Paul II baptizes Faustine Frichot of France during a special Baptism ceremony in the Sistine Chapel at the Vatican, Sunday  January 13, 2002. The 81-year Pontiff baptized 20 children. (KEYSTONE/AP Photo/Dylan Martinez)

Bild: AP

Ist religiöse Erziehung eine sanfte Art der Indoktrination?

Für Kinder ist Gott so real wie Vater und Mutter.

Der Glaube an höhere Mächte ist vermutlich fast so alt wie die Menschheit. Er diente unseren Vorfahren primär dazu, Naturkatastrophen und unverständliche Phänomene erklären zu können.

Heute liefern uns Wissenschaft und Technik schlüssige Antworten auf viele Fragen, die früher mit übersinnlichen oder paranormalen Argumenten begründet wurden.Trotzdem glaubt die Mehrheit der Menschen immer noch an einen Gott oder an Götter.

Der Grund ist meist einfach: Der Glaube ist anerzogen. Kinder sind bekanntlich ahnungslos bezüglich Religionen, Heilslehren, Gott und einem Leben nach dem Tod.

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Richard Dawkins in der «Sternstunde Philosophie» des Schweizer Fernsehens. Video: YouTube/gbs Koblenz

In der abendländischen Kultur werden die meisten Kinder in den christlichen Glauben eingeführt. Für sie werden Gott, Jesus und der Heilige Geist lebendige Figuren, so real wie Vater und Mutter. Kein Kind kommt auf die Idee, dass der christliche Gott möglicherweise eine Fiktion ist und Jesus womöglich nicht der Sohn Gottes, wie ihm die Eltern erklären. Sie können auch die Aussage nicht hinterfragen, dass Maria Jesus unbefleckt empfangen haben soll.   

Kinder müssen glauben, was ihnen ihre Eltern erklären

Kinder haben keine andere Wahl, als alles, was ihnen ihre Eltern erklären, für wahr zu halten. Zweifel in kognitiven Belangen kennen sie nicht. Das abstrakte Denken ist noch nicht ausgebildet, übersinnliche oder transzendentale Konzepte übersteigen ihr Vorstellungsvermögen.

Es ist deshalb eine objektive Feststellung: Kinder von gläubigen Eltern werden zwangsläufig auf sanfte Weise religiös indoktriniert, denn Glaube und Gott sind für sie absolute Werte.

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Streitgespräch von Gläubigen mit Richard Dawkins. Video: YouTube/AtheistMeme

Der Evolutionsbiologe und Atheist Richard Dawkins sagt, es sei unsinnig, von einem katholischen oder muslimischen Kind zu sprechen, denn diese verstünden ja nicht, was es damit auf sich habe. Angebrachter sei allenfalls die Bezeichnung Kinder katholischer oder muslimischer Eltern.

Gläubige behaupten gern, das Bedürfnis nach Glaube und religiöser Spiritualität sei eine anthropologische Konstante. Quasi ein genetisch bedingtes Urbedürfnis. Ähnlich wie ein Trieb. Sie verweisen darauf, dass die Menschen seit Urzeiten den tiefen Wunsch empfinden würden, an eine übersinnliche Macht zu glauben.

Würde man alle religiösen Begriffe wie Gott, Glaube, Religion, Erlösung, Jenseits usw. aus dem Vokabular streichen, würde kein Kind nach Gott suchen.

Diese Behauptung ist durch nichts belegt. Würde man alle religiösen Begriffe wie Gott, Glaube, Religion, Erlösung, Jenseits usw. aus dem Vokabular streichen, würde kein Kind nach Gott, Himmel oder Engeln fragen oder suchen. Kinder kämen auch nicht auf die Idee, sich ein Leben nach dem Tod oder die Wiedergeburt zu wünschen.

Alles, was mit Glauben zu tun hat, ist angelernt. Glaubensvorstellungen sind sehr wirksame Meme, also sich reproduzierende, schnell verbreitende Ideen oder Gedankeneinheiten.

Warum sind sie so erfolgreich? Die Antwort ist einfach: Sie geben vermeintlich letzte Antworten auf Fragen, die uns tatsächlich bedrängen: Woher kommen wir, wohin gehen wir, was passiert mit uns, worin liegt der Sinn des Lebens? Fragen, die kleine Kinder noch nicht interessieren.

Wir klammern uns an die Heilsversprechen der Pfarrer und Gurus

Da uns Religionen tröstliche Antworten geben und uns mit Hoffnung füttern, klammern wir uns gern an die Heilsversprechen der Pfarrer, Pastoren, Propheten, Imame, Gurus und Sektenführer. Dass die religiöse Erziehung eine Form der Indoktrination ist, zeigt sich auch daran, dass geistig vife und freiheitsliebende Jugendliche und junge Erwachsene einen schmerzlichen Prozess durchlaufen, wenn sie ihren Glauben hinterfragen oder sich von ihm lösen wollen.

Nicht selten, aber geradezu dramatisch sind Glaubenszweifel für Geistliche, weil damit auch ihre Existenzgrundlage ins Wanken gerät. Ihre Apostasie, also ihr Abfall vom Glauben, erschüttert ihre ganze Selbstbestimmung, ihr religiöses Bewusstsein, ihr Weltbild. Ihr Kampf der geistigen Befreiung ist eine psychische Tortur und demonstriert, wie tiefe Spuren die religiöse Konditionierung ins Unbewusste gräbt.



Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Stirling 09.07.2017 08:18
    Highlight Highlight Habe schon oft erlebt, dass junge Menschen, die in einem wohlbehüteten religiösen Haus aufwachsen, im Alter von jungen Erwachsenen hinaus in die Welt gehen und beginnen ihre eigene Religion in frage zu stellen. Nur um dann zu merken, dass Religion ein völliger blödsinn ist und Gott in der Wissenschaft nicht besteht.
    Man sollte Religionen verbieten, denn sie sind eine Ursache von Kriegen.
    8 5 Melden
    • Agnos ~ 18.07.2017 18:02
      Highlight Highlight Religion ist eine Lebensauffassung die im Doppelmoral vom Gut und Böse den Menschen beherrschen. Es ist unmöglich mit keiner Moral auszukommen, ohne mit ethiksittlichen Werteinstellung in Konflikt zu kommen, die dann ein Tohuwabohu verursachen. Wer nicht an sich selbst glauben kann oder will, kennt keine eigene Wertvorstellung mit Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Der Glaube ohne und mit Religion haben beides gemeinsam, die suche nach konstruktiven Werteinstellungen.
      5 0 Melden
  • Oxymora 04.07.2017 00:05
    Highlight Highlight Dank religiöser Erziehung können sich kuriose Systeme etablieren.

    z.B: Schweiz/Berufsverbote Frauen
    In diversen klerikalen Berufen sind Frauen nicht zugelassen. Vereine mit solcher Verbotspraxis werden trotzdem staatlich protegiert und mit öffentlichen Geldern versorgt.

    Altehrwürdige Tradition; bei Frauen geht das, weil in der Bibel, im Koran steht....! Das muss man respektieren!

    Man stelle sich vor, so ein Verbot würde geringfügig geändert. z.B: Blondhaarigen oder Zürchern wird das Priesteramt in der Landeskirche verwehrt.

    Wären Gerichte, Verwaltung und Politik auch weiterhin untätig?
    4 0 Melden
    • Pasionaria 04.07.2017 12:06
      Highlight Highlight Also, von mir aus dürften Zürchern und Wallisern allgemein, neben dem Priesteramt, auch politische Ämter verweigert werden.
      Dies brächte mehr Nutzen als Schaden!
      3 7 Melden
    • Oxymora 05.07.2017 22:07
      Highlight Highlight @ Pasionaria schön, dass Sie ein Lebenszeichen gesendet haben. Ich war schon ein wenig besorgt wegen Ihrer Abwesenheit vom Blog.

      Nun weiss ich aber nicht genau, wie ich mit Ihrem Rassismus umgehen soll.

      Jedenfalls haben Sie damit meine
      „kantonalen Gefühle“ ganz grauenhaft verletzt.
      0 0 Melden
    • Alienus 05.07.2017 23:31
      Highlight Highlight Pasionaria

      Huch, war da was?

      Etwa Ironie oder Irodoch oder etwa Iroimmer?
      0 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vachereine 03.07.2017 11:19
    Highlight Highlight Erziehung ist immer Indoktrination.
    Alles woran wir gauben, wurde uns indoktriniert: gut & böse, Liebe, Gerechtigkeit, Freiheit, Demokratie, Solidarität, AHV-Rente, leistungsgerechte Entlöhnung, Chancengleichheit, Buddha Jahwe, Mohamed oder Jesus.
    Es wurde uns indoktriniert von Eltern, Lehrern, Bücherschreibern, Journalisten, Freunden, Gurus, Imamen oder Pfarrern.
    Es gibt hinsichtlich der Erziehung von Kindern keinen wesentlichen Unterschied zwischen all den Glaubenssystemen.
    5 2 Melden
  • Nick Name 02.07.2017 16:34
    Highlight Highlight In seinem eifrigen Kampf gegen alles Religiöse, weil dieses teils auch Ungutes nach sich zieht, erinnert Stamm an Don Quijote. Gleich auf den Satz: Es sei nicht belegt, dass die Menschen seit je wünschten, an eine übersinnliche Macht zu glauben, folgt die komplett unbelegte Behauptung, man müsse nur ein paar Wörter aus dem Vokabular streichen, und kein Kind würde nach Gott suchen.
    Dazu nur eine Frage: Warum sind Religionen geworden, was sie heute sind?
    Und: Hat Stamm mal nachgeforscht, welches die Ursachen sind für heutige Probleme von Jugendlichen? Wo stehen da die Religionen?
    9 17 Melden
    • Knäckebrot 02.07.2017 19:46
      Highlight Highlight Interessante Beobachtung mit den Jugendlichen. Habs mir noch gar nicht so überlegt. Habe mit schon sooo vielen Jugendlichen gesprochen und ihre Probleme lagen wirklich woanders. Die einzigen Jugendlichen, bei denen ich letztens Probleme aus relig. Gründen mitbekommen habe, sind weil sie deswegen in der Schule gedisst wurden (spreche jetzt aber nur von Schweizern)
      1 0 Melden
    • Knäckebrot 02.07.2017 22:05
      Highlight Highlight Interressanter Gedanke. Habs mir noch gar nicht so überlegt. Aber stimmt die Probleme welche Jugendliche erzählen sind meist ganz woanders die wenigen Jugendleiden welche mit Glaube zu tun haben und ich mitbekomme sind v.A. dass sie wegen des Glaubens in der Schule gedisst werden
      0 0 Melden
    • Nick Name 03.07.2017 15:58
      Highlight Highlight @Silent Speaker: Einverstanden.
      Aber von wegen auf die Idee kommen: Würde ein Kind denn von sich aus auf die Idee kommen, den Rechtsstaat so zu gestalten, wie wir ihn haben? Menschenrechte zu propagieren?
      Ich find einfach die Diskussion unnötig: Kinder werden grundsätzlich indoktriniert - in sämtlichen Belangen, von "gut" bis "böse". Sie (jedenfalls die meisten ...) werden in ein Korsett gezwängt von gesellschaftlichen und familiären Normen und Bräuchen.
      Es ist einfach lächerlich zu meinen, mit dem Streichen von ein paar Wörtern im Vokabular werde alles gut.
      3 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • blaubar 02.07.2017 12:33
    Highlight Highlight Ich bin nicht religlös. Aber ich kenne ganz nette Christen, Muslime etc.
    7 3 Melden
  • blaubar 02.07.2017 12:29
    Highlight Highlight Eltern "indoktrinieren" ihre Kinder immer, ob sie wollen oder nicht. Kinder übernehmen erstmal die Haltung der Eltern. Ob es jetzt Atheismus, Volksmusik, Sportfanatismus (das wäre übrigens mal eine Thema, Herr Stamm!), Essensgewohnheiten, politische Haltung oder was auch immer ist. Deshalb ist es auch normal, dass Kinder auch die Religionspraktiken übernehmen.
    Soll man das verbieten? Dann müsste man aber auch alle anderen Prägungen verbieten (Eltern, die oft TV schauen oder rauchen lehren das den Kindern auch...). Das halte ich für allerdings für nicht richtig und übergriffig.
    10 2 Melden
  • Gummibär 02.07.2017 10:26
    Highlight Highlight Die religiöse Erziehung ist mit Sicherheit eine mehr oder weniger sanfte Form der Indoktrination. Hätte man den Papst als Kind in eine Koranschule in Pakistan gesteckt wäre er nicht zum Stellvertreter des Gottessohnes auf Erden avanciert sondern zu einem Korangelehrten.
    Die christliche Dreifaltigkeit erscheint immer nur bereits Indoktrinierten (häufig in Italien) und nicht z.B. einem Tuareg in Mali um diesen auf den Heils-Weg zu bringen. Nie rettet er Kleinkinder die hoffnungslos im Osten der DRC elendiglich verrecken aber er kümmert sich persönlich ums Seelenheil of TheMan der hier plappert.
    13 1 Melden
  • Energize 02.07.2017 09:41
    Highlight Highlight Für alle welche gute Streitgespräche zwischen Theisten und Atheisten schauen wollen um sich zu den beiden Weltanschauugen zu informieren, lohnt es sich auf Youtube nach "Sam Harris" zu suchen.

    Dawkins finde ich stark, aber oft zu emotional. Sam Harris geht das Thema sehr sachlich an.
    0 0 Melden
  • Theodorli 02.07.2017 01:32
    Highlight Highlight Föten bekommen die Gefühle einer Mutter selbst beim Beten auch mit, somit werden Kinder schon da vorprogrammiert.
    3 21 Melden
  • Theodorli 02.07.2017 01:12
    Highlight Highlight Zum Rabe sprach die Taube,
    wo die Wissenschaft aufhört beginnt der Glaube.
    Recht hast Du sprach jener,
    mit dem Unterschied jedoch,
    wo Du glaubst da denk ich noch.
    9 3 Melden
    • blaubar 02.07.2017 12:31
      Highlight Highlight Denken erfasst nur Dinge, die damit überhaupt erfasst werden können. Alles andere nicht. Manche glauben, sie könnten mit ihrem Verstand alles begreifen. Was für eine Selbst-Überschätzung!
      5 9 Melden
    • blaubar 03.07.2017 08:52
      Highlight Highlight @Silent Speaker: Ich weiss nicht, warum du aus meinem Beitrag auf meine Person schliesst. Ich persönlich kenne nicht nur Wissen und nicht Wissen. Es gibt Dinge, für die der Verstand offensichtlich prinzipbedingt nicht ausreicht (z.B. gewisse Quantenphänomene, aber auch sehr grosse, oder sehr kleine Dinge und Zahlen) Der Verstand ist EIN Instrument und gerät doch recht schnell an seine Grenzen (nicht nur bei mir offensichtlich). Ahnung, Glauben, Vermutung etc. können hier den Rahmen ev. erweitern.
      Ich empfehle die Vortäge von Prof. Hanspeter Dürr.
      1 3 Melden
    • Agnos ~ 03.07.2017 12:23
      Highlight Highlight Wahrsage-Karten Bestimmungen, Kaffeesatzlesen, vorhersehen in der Kristallkugel und Tierkreiszeichen Deutung - alle diese Gläubigkeit ist indoktriniert in menschlichen Wesen. Jeder hatte schon mal den Wunsch verspürt, vorher zu wissen was wann und oder bald auf ihn zukommen kann, wie zum Beispiel In einer Prüfung oder Finanz- Management. Wünsche auf Einsicht in das Zukünftige, war schon immer das Begehren Aller in der menschlichen Natur.
      0 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oxymora 02.07.2017 00:44
    Highlight Highlight Wie ist ein Kind, ohne religiöse Manipulation?

    Dem religiösen Milieu ist bekannt:
    Wenn Kinder ohne religiöse Indoktrination aufwachsen, finden sie als Erwachsene selten zur Religion.

    Religiöse Erziehung und Religionsunterricht sind nichts anderes als Fortpflanzungsmechanismus der Religion.

    Die Kleinen sind möglichst früh dogmatisch zu tyrannisieren; um sie - den selbst ernannten Vereinen Go††es - hörig zu machen.

    Gehirnwäsche beim Nachwuchs ist zu dem einfacher als Missionierung bei Erwachsenen.

    Gehet hin und vermehret euch, das gefällt ganz besonders dem Verein.

    23 8 Melden
    • vera.vox 02.07.2017 10:31
      Highlight Highlight @Aufklärungsfundamentalist

      Kannst du deine Anhäufung atheistischer Wertaussagen belegen?

      Auf welchen Grundlagen sind deine lasterhaften Behauptungen zusammen geschustert?

      Du verabsolutierst einfach deine abergläubischen Annahmen!

      Realität ist:
      Weil Eltern, ihren Kindern das heranwachsen unter liebenswürdiger Disziplin, entschlossener Zurechtweisungen in der Zucht und Ermahnung des Herrn verweigern; müssen Kinder die Folgen tragen. Ebenso die Kindeskinder bis ins dritte und vierte Glied.

      Nur religiöse Erziehung kann das verhindern und erschafft Menschen mit moralischen Werten.
      2 27 Melden
    • Gummibär 02.07.2017 18:43
      Highlight Highlight @vera.vox Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch gemessen werden. Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr. Oder wie wirst du deinem Bruder sagen: Erlaube, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, der Balken ist in deinem Auge. Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen. (Matthäus 7,1-5)
      1 1 Melden
    • Maracuja 02.07.2017 20:04
      Highlight Highlight @vera.vox

      Ihr Schreibstil ist schlicht demjenigen von Oxymora zu ähnlich, als dass man Sie als christlicher Fundamentalist Ernst nehmen könnte.
      3 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pana 01.07.2017 22:32
    Highlight Highlight Meine Eltern haben mich ohne Religion erzogen. Auch in der Schule aus dem teilweise obligatorischen Religionsunterricht entfernt. Ich war leicht beunruhigt, als ein Mitschüler mal nachfragte, ob ich denn nun in die Hölle gehen würde ;)

    Im nachhinein bin ich ihnen sehr dankbar dafür. Ich verurteile niemanden, der religiös ist. Genausowenig wie jemanden der Bieber hört oder gerne alkoholfreies Bier trinkt. Leben und leben lassen. Aber es soll aus freien Willen geschehen. Nicht weil man von klein auf darauf getrimmt wurde. Von dem her bin ich zutiefst einverstanden mit diesem Artikel.
    24 1 Melden
  • Share 01.07.2017 21:51
    Highlight Highlight Dramatisch ist auch Ihre Schreibe, Herr Stamm, worin unterscheiden Sie sich von Pussy Riot? Sie könnten Ihre Band Hudson Plot nennen.
    Um Verbund oder Verbandelung äh, Verbindlichkeit, och Verbindung geht es doch hier, nicht? Just another brick in the wall. Da verhält sich sanft zu subtil wie die Spiritualität zur Frömmigkeit, wie Glarner zu Glarus. Indoktrination? Leave our kids alone. Dachte ich noch bis eben, doch dann erzählten mir meine Jungs, sie wollten nach Berlin in die Ferien und das nicht zum Pandas angucken. Die wollen zum Sendeturm, scheint das neue Mekka zu sein.
    2 31 Melden
    • Share 02.07.2017 10:21
      Highlight Highlight Liebe Blitzer, das Wort Hater ist noch zu schade für euch. Am allerliebsten wären die Jungs nämlich nach Dubai auf den Burj Khalifa. With the Brick in the Hand.
      In zweitausend Jahren werden unsere Nachfahren staunend über den tiefen Trampelpfaden rund um die Türme stehen und irgendetwas über Rituale und Volksfrömmigkeit rätseln. Religion hat einen grossen Wortschatz und noch mehr Gesichter.
      1 9 Melden
    • Share 02.07.2017 11:17
      Highlight Highlight Und in Anbetracht dieser Tatsachen, bitte ich Elton John inständig, Blue Eyes in Green Eyes oder von mir aus in Red Eyes umzuschreiben. Das war nämlich mein Wiegenlied und eingeschrieben ist eingeschrieben - in das Buch des Lebens.
      Und jetzt denkt mal drüber nach was euer Wiegenlied war und was das mit eurem Leben gemacht hat und ich meine jetzt nicht das Mantra vom Turm des Muezzin.
      0 10 Melden
  • Ich mein ja nur 01.07.2017 20:14
    Highlight Highlight Ist Leben eine s sanfte Art zu sterben. Ist Provokation eine sanfte Art zu Klicks und Aufmerksamkeit zu kommen. Hmm...
    9 24 Melden
  • Roland Ibanez 01.07.2017 20:02
    Highlight Highlight Als Kind empfand ich die religiösen Geschichten meiner Verwandten als kitschig und unrealistisch.

    Heute WEIẞ ich, dass sie kitschig und unrealistisch sind.

    Genau das empfindet auch ein Christ, wenn er die Geschichten anderer Religionen hört. Nimmt irgend ein Europäer die religiösen Mythen der Hindus ernst? Wir lachen doch über die Darstellungen von Mensch-Elefant Mischwesen.
    Aber objektiv sind Jungfrauengeburten, Menschen, die über das Wasser gehen können, sprechende Schlangen oder gar Pflanzen, oder Heilungen durch Handauflegen genau so lächerlich.
    Das glaubt man nur durch Indoktrination.
    46 7 Melden
    • simson 02.07.2017 21:10
      Highlight Highlight ...oder eben es sei denn, man erlebe wissenschaftlich Unerklärbares am eigenen Leibe (sog. "Wunder"). Ob als lächerlicher, religiöser Unfug bezeichnet oder nicht - welcher Glaube (nicht Religion!!) DIENT den Menschen am meisten? Derjenige an einen liebenden Jesus Christus, der alles gab für eine Beziehung Gott --> Mensch? Oder ein Glaube an Geister und strafende Götter, die ohne Barmherzigkeit und Liebe die Menschen unterjochen? Die Frage ist nicht, was aus unserer Sicht SINNvoller ist - aber was ist wohl SEGENSreicher für die kommende Generation?
      1 4 Melden
  • Naughtious Maximus 01.07.2017 17:55
    Highlight Highlight Die Christianisierung ist eine gleichmachende, globale, kommunistische Ideologie.
    7 18 Melden
    • rodolofo 02.07.2017 09:39
      Highlight Highlight Interessanter Gedanke, die beiden "Erzfeinde" als "Brüder im Geiste" zu betrachten.
      Ich seh's auch so.
      Der Kommunismus ist eine modernere, allerdings heutzutage auch schon wieder sehr veraltete Variante der Christlichen Heilslehre.
      Auch Ideologien entwickeln sich evolution weiter!
      Das hören die Evangelikalen und Ewiggestrigen der RKK natürlich nicht gerne.
      Aber es ist so.
      Was wäre die Weiterentwicklung des Öko-Sozialismus?
      Die Perma-Kultur ("Nichts Tun - Landwirtschaft").
      Ich befinde mich noch in der Vorstufe der "Tun-Landwirtschaft".
      3 2 Melden
    • Don Sziggy 02.07.2017 23:17
      Highlight Highlight Auf welchen Drogen sind den Sie? Ja klar, der Kommunismus ist das Böse und der Kapitalismus das Gute. Dann schauen Sie sich doch mal um auf der Welt. Der sogenannt gute Kapitalismus hat gesiegt, und wir haben soviele Kriege auf diesem Planeten wie noch nie, und wer hat die meisten direkt oder indirekt angezettelt? Ja, richtig, die Führer des Kapitalismus (USA, GB, BRD, FR, IT, AUS usw.) Also ist der Kapitalismus immer noch gut bei Ihnen, oder haben Sie da auch schon wieder die Rosarote Brille an und Drogen im Kopf?
      2 2 Melden
    • Agnos ~ 03.07.2017 00:11
      Highlight Highlight K. Marx ist vergleichlich dem Islam auch religiös die freies Leben einschränkt und diktiert. Selbst wenn der Mensch als einzelliges Wesen auf dieser Erde existieren würde, wäre das schon in sich eine Religion. Jeder erschafft sich seine eigene Religion, dessen Weg und Ausgang ohne Fremdeinfluss er selber bestimmen und gestallten kann, dass er nicht nach dem Pfeiffer anderer tanzen muss. Religion heisst sich freie entscheiden für was man leben will.
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 01.07.2017 17:40
    Highlight Highlight Wenn das Bedürfnis nach Glaube keine anthropologische Konstante ist, dann muss dieses Bedürfnis ursprünglich von ausserhalb des Menschen gekommen sein. Fragt sich nur woher? Aus der Luft? Aus den Wolken? Aus dem Nebel? Aus dem Urknall? Von jenseits des Urknalls? Aus dem dunklen Wald?
    13 28 Melden
    • Roland Ibanez 01.07.2017 20:09
      Highlight Highlight Es besteht ein Bedürfnis danach, Vorgänge erklären zu können.
      Wenn zum Beispiel ein Jahr der Regen ausbleibt und die Ernte verdorrt, werden Gründe gesucht.
      Da die menschliche Erfahrung lehrt, dass je größer ein Effekt ist, desto mächtiger der Auslöser sein muss, kommt man bei gewaltigen Wetterphänomenen sehr schnell auf die (richtige) Idee, dass da ein noch gewaltigerer Auslöser vorhanden sein muss. Da ist der Schritt zu einem geheimnisvollen Wesen, welches den Menschen Gutes bzw. Schlechtes tun will, nicht groß.
      24 1 Melden
    • Spooky 01.07.2017 22:12
      Highlight Highlight @Roland Ibanez

      Ich bin mit dir einverstanden. Aber das heisst eben, dass das Bedürfnis nach Glaube eine anthropologische Angelegenheit ist.

      Wieso auch nicht? Ich sehe das Problem nicht, das Hugo Stamm damit hat.

      Ich selber glaube übrigens nicht an Gott, ich glaube an Götter (bin Hindu).
      5 3 Melden
    • Gummibär 02.07.2017 10:04
      Highlight Highlight Ueber das Radfahren : Wenn das Bedürfnis nach Velofahren keine anthropologische Konstante ist, dann muss dieses Bedürfnis ursprünglich von ausserhalb des Menschen gekommen sein. Fragt sich nur woher? Aus der Luft? Aus den Wolken? Aus dem Nebel? Aus dem Urknall? Von jenseits des Urknalls? Aus dem dunklen Wald?
      9 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knäckebrot 01.07.2017 17:35
    Highlight Highlight Kindererziehung ist so schwer. Ich hatte schon am ersten Tag nach der Geburt Fragen... Ich denke man kann nicht nicht indoktrinieren. Man will die Werte und Weltanschauung weitergeben von denen man überzeugt ist.

    Ist nicht entscheidend, ob man die Kinder zu selbständig denkenden Persönlichkeiten erzieht, mit der Freiheit zu hinterfragen und zu suchen?

    Die Gefahr, dies zu verpeilen betrifft m.E. sowohl Gläubige als auch Säkulare Leute.

    Vermutlich gerade diejenigen mit dem grössten Fingerzeig.
    20 8 Melden
    • Roland Ibanez 01.07.2017 20:11
      Highlight Highlight Werte und Weltanschauungen sind eine Sache.
      Kinder bewusst anlügen eine andere.
      Wenn man Kindern von Göttern, Engeln etc. erzählt, als wären das Tatsachen, obwohl man selber genau weiß, dass sie durch nichts zu belegen sind, dann werden die Kinder bewusst getäuscht.
      17 16 Melden
    • Knäckebrot 02.07.2017 11:17
      Highlight Highlight ...Kinder bewusst anlügen...
      0 0 Melden
  • MischaBF 01.07.2017 16:22
    Highlight Highlight Wieso sanft???
    13 6 Melden
  • Burdleferin 01.07.2017 15:49
    Highlight Highlight Erziehung ist Indoktrination.
    27 9 Melden
    • Firefly 01.07.2017 22:18
      Highlight Highlight Fehlende Erziehung ist Feigheit von Seiten der Erhzieher und eine Bürde für die Gesellschaft die dann das übernehmen muss.
      11 0 Melden
  • Michael Bamberger 01.07.2017 14:30
    Highlight Highlight Der Urwaldbewohner fragt den Missionar:

    "Kann ich in die Hölle kommen, wenn ich gar nichts von dem Jesus weiss, über den du dauernd erzählst?"

    Der Missionar antwortet:

    "Wenn du gar nichts davon weist, kommst du nicht in Hölle."

    Darauf der Urwaldbewohner:

    "Warum erzählst du dann dauernd davon?"
    60 4 Melden
    • Michael Bamberger 02.07.2017 09:14
      Highlight Highlight AMU: "Aber eben, nur wenn Mann meint er könne deutsch schreiben, heisst das noch lange nicht, wenn es ein bisschen anspruchvoller wird das Mann es auch versteht."

      Nach Ihrer hoffentlich bald anstehenden Deutschstunde, könnte Ihr Satz vielleicht wie folgt lauten:

      "Aber eben, nur wenn man meint, er könne deutsch schreiben, heisst das noch lange nicht, wenn es ein bisschen anspruchsvoller wird, dass man es auch versteht."

      5 0 Melden
  • Rigel 01.07.2017 12:34
    Highlight Highlight Herr Stamm. Sie haben früher mal geschrieben, dass der Glaube an Gott ein Gen ist. Und das trifft im Prinzip den Kern der Sache.

    Wenn man das Gen hat, dann glaubt man an Gott und zwar unwiderruflich und unumstösslich. Und wenn man das Gen nicht hat, dann glaubt man nicht an Gott und auch hier unwiderruflich und unumstösslich. Da kann man ihnen erzählen was man will. Das gilt für beide Seiten.

    Aber Zweifel haben manchmal beide Seiten eben doch, ob ihre Meinung über diese Sache die wahrhaft richtige ist.
    6 33 Melden
    • Silbermuschel 01.07.2017 15:26
      Highlight Highlight wie bitte schön soll so was in einem Gen verankert sein? Und der Glaube ist keineswegs unwiderruflich. Ich kenne viele, die als Kinder geglaubt haben (wohl wegen den Eltern) und später, als sie es selbstständig hinterfragen konnten, glauben sie nicht mehr an Gott.
      21 1 Melden
    • Hugo Stamm 01.07.2017 15:58
      Highlight Highlight Beim "Gottesgen" handelt es sich nicht um ein eigentliches Gen, das im Erbgut angelegt ist und lokalisiert werden kann. Vielmehr handelt es sich um eine genetische Disposition, bei der bestimmte Hirnregionen besonders aktiv sind. Bei Skeptikern sind die Regionen ausgeprägt, die für den kognitiven und analytischen Bereich zuständig sind, bei Gläubigen eher die emotionalen. So in etwa hatte ich es auch formuliert.
      32 11 Melden
    • Harlekin 01.07.2017 17:32
      Highlight Highlight Glauben Sie eigentlich den Mist den Sie hier erzählen, Herr Stamm?
      12 27 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Follower 01.07.2017 12:32
    Highlight Highlight Nach der Kuturrevolution in China hat man die Christen ja weggesperrt, gefoltert, die Kinder den Eltern weggenommen und in staatliche (nichtreligiöse) Erziehungsanstalten gesteckt. Auch in Russland (CCCP vor ca. 40 Jahren) versuchte man eine Säuberung von allen christlichen Werten. Dies hatte nicht zur Folge, dass der Glaube verschwunden ist. Man sollte nicht die gleichen Dummheiten immer und immer wiederholen. Glaube oder Nichtglaube sind freiwillig und gehören nicht in staatliche Hände.
    35 8 Melden
    • Don Sziggy 01.07.2017 18:29
      Highlight Highlight Confused Dingo, genau so sollte es laufen, dann hört der Bullshit endlich auf.
      6 1 Melden
    • Roland Ibanez 01.07.2017 20:28
      Highlight Highlight Gläubige sind nun mal sehr verbohrt. Den Glauben kriegt man nun mal nicht so leicht weg. Aber in der DDR hat es schon ziemlich gut funktioniert.

      Es GEHT sehr wohl!
      7 6 Melden
    • rodolofo 02.07.2017 09:26
      Highlight Highlight Man kann auch das mit der Freiwilligkeit auch übertreiben!
      Wenn wir es den Autofahrern überlassen würden, auf welcher Strassenseite sie fahren wollen, dann hätten wir nie einen flüssigen Verkehr.
      Stattdessen hätten wir einen Dauerstreit, Verstopfungen und viele Unfälle auf den Strassen!
      Aber vermutlich hätten wir dann nicht mal Strassen und auch keine Autos. Zu Pferd könnten wir einander besser ausweichen.
      Wäre eigentlich noch geil, so zu Pferd.
      Aber ohne Sattel, denn Sättel würde doch niemand freiwillig herstellen wollen...
      1 0 Melden
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  • M@g 01.07.2017 11:27
    Highlight Highlight "Heute liefern uns Wissenschaft und Technik schlüssige Antworten auf viele Fragen, die früher mit übersinnlichen oder paranormalen Argumenten begründet wurden."

    Das ist einfach nicht wahr. Wie sich aus dem Nichts (oder genauer aus "Unordnung") eine so wunderbare Natur und Menschheit entwickelt haben soll, finde ich viel zu wenig begründet gemäss aktuellem Stand der Wissenschaft. Sehr vieles beruht auf Annahmen und Vermutungen. Aber das Übernatürliche per se ablehnt, ist noch fundamentalistischer als ein Christ...
    29 68 Melden
    • Fraktali 01.07.2017 12:53
      Highlight Highlight Das Übernatürliche wird nicht per se abgelehnt, es gibt nur keine Anhaltspunkte dafür und ist deshalb sehr unwahrscheinlich.
      26 11 Melden
    • mAJORtOM95 01.07.2017 13:06
      Highlight Highlight Du vergisst, dass dieser Prozess über milliarden von Jahre hinweg stattgefunfen hat. Die Menschheit hat sicht nicht von heute auf morgen entwickelt.
      Genau so ist es auch mit der Entstehung von Leben. (Quantenmechanik?)
      Auch wenn wir diese Fragen zum heutigen Zeitpunkt noch nicht bis ins Detail beantworten können, so sollten wir durch diesen Umstand bestrebt sein weiter zu forschen und Wahrheit zu finden und nicht auf ein ca. 1600 Jahre altes Buch zurückgreifen, dass uns ein ewiges Leben nach dem Tod und Befriedigung verspricht.

      Schönes Wochenende allerseits :)
      22 11 Melden
    • Heinz Nacht 01.07.2017 18:01
      Highlight Highlight Religion mit, vermeintlicher, Logik begründen! Herrlich! Made my day! 😂
      19 5 Melden
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  • Nameless2 01.07.2017 11:22
    Highlight Highlight Wenn dem wehrten Stamm so sehr daran liegt, Indoktrination zu vermeiden, sollte er mal dringend mit den Verfechtern der sogenannten "Evolutionstheorie" sprechen, die ihre Theorien als gemeingültige Wahrheiten verkaufen.
    24 69 Melden
    • mogad 01.07.2017 14:39
      Highlight Highlight ...und da der werte Herr Stamm immer in die gleiche Kerbe haut macht er selber Indoktrination. Und die Fallowers treffen sich dann mit ihm in der Filterblase. Denn andere Meinungen ( sprich Eindringlinge in die Filterblase), mitunter kluge Differenzierungen, werden gnadenlos ausgeblitzt. Weshalb der wirklich Kluge sich hier gar nicht mehr zu diesem Stamm-Thema äussert. Ich gehöre wohl (noch) zu den Dummen.
      16 16 Melden
  • Natürlich 01.07.2017 11:02
    Highlight Highlight Ich kann Herr Stamm da nur zustimmen.
    Ich wuchs in einer gläubigen Familie auf, wir gingen in eine sogenannte "Freikirche". Jeden Tag Geschichten aus der Bibel.
    Als Kind waren all diese Geschichten die unumstössliche Wahrheit.
    Es gab gar nichts anderes.
    "Die anderen da draussen", das waren verlorene Seelen.
    Fasnacht war des Teufels, Harry Potter sowieso.
    Zum Glück erkannte ich mit 17 Jahren endlich, dass das Ganze nicht stimmen kann.
    Aber trotzdem kommen 10 Jahre später immernoch Zweifel ob es vlt nicht doch wahr ist...
    41 4 Melden
    • DonWalter 01.07.2017 12:07
      Highlight Highlight Lese einfach am besten wie Religionen zustande kamen und wofür sie kreiert wurden.
      20 8 Melden
    • Valon Behrami 02.07.2017 12:19
      Highlight Highlight AMU, man kann auch sich selbst glauben bzw. nachdenken.
      2 0 Melden
  • Patrick S. 01.07.2017 11:01
    Highlight Highlight Im folgenden Beitrag wird sogar auf Forschungsergebnisse hingewiesen, welche nahelegen, dass selbst erwachsene Atheisten intuitiv an einen Schöpfergott glauben:

    http://www.ibtimes.co.uk/richard-dawkins-take-heed-even-atheists-instinctively-believe-creator-says-study-1505712
    14 16 Melden
    • Roland Ibanez 01.07.2017 20:51
      Highlight Highlight Auch die meisten Atheisten haben eine religiöse Indoktrination in der Kindheit erfahren. Das wird man nicht so leicht los.
      3 1 Melden
  • Patrick S. 01.07.2017 10:59
    Highlight Highlight Es scheint, dass es eine angeborene Disposition zum Glauben an Gott oder Götter gibt. Für diese Sicht wird im folgenden Buch argumentiert:

    Justin L. Barrett, Born Believers: The Science of Children’s Religious Belief, New York et al. 2012.

    Eine Zusammenfassung des Inhalts dieses Buches kann im folgenden Link gelesen werden:

    http://www.tothesource.org/5_2_2012/5_2_2012.htm
    11 18 Melden
    • Roland Ibanez 01.07.2017 20:51
      Highlight Highlight Andere Wissenschaftler sind da anderer Meinung.
      2 2 Melden
  • michiOW 01.07.2017 10:54
    Highlight Highlight Jede Erziehung hat ihren Stil. Jeder, der ein Kind aufzieht "indoktriniert" eine Ideologie.

    Ich finde dies nicht so schlimm, solange die Ideologie nicht radikal ist. (z.B. Alle Schwarzen sind weniger wert, die Juden sind böse, die Asiaten sind hinterlistig und machtgeil, usw.)


    Herr Stamm erklärt aber etwas nicht: Was passiert, wenn Kinder älter werden und noch nie etwas über Gott und das Leben nach dem Tod gehört haben. Wenn sie sich Gedanken machen über das Schicksal und was nach dem Tod passiert, sind sie dann nicht viel anfälliger für radikale Sekten, da sie nicht damit umgehen können?
    34 6 Melden
    • bebby 01.07.2017 15:36
      Highlight Highlight Dem kann ich nur zustimmen. Ich fand es immer kurios, dass besonders Naturwissenschaftler auf Frömmigkeit zu stehen scheinen. Liegt es ev. daran, dass die Naturwissenschaften zu wenig Raum bieten für grundsätzliche Gedanken zum Sinn des Lebens? Oder dass es Menschen gibt, die für alles einfache Antworten brauchen (richtig oder falsch)?
      6 2 Melden
    • who cares? 01.07.2017 17:59
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Ich bin zwar offiziell noch Mitglied der Kirche und wurde auch konfirmiert, aber glaube nicht an Gott und gehe nicht in die Kirche. Trotzdem lebe ich nach den Werten, die mir meine Eltern und der Religionsunterricht mitgegeben haben: Nächstenliebe und Mitgefühl. Klar gibt es auch Sekten und da bin ich absolut dagegen, aber meine "religiöse" Erziehung hat mir nicht geschadet.
      11 0 Melden
    • Roland Ibanez 01.07.2017 20:54
      Highlight Highlight Gottesglaube ist aber eine radikale Indoktrination.
      Betrachte doch mal objektiv, was passiert:
      Eltern erzählen ihren Kindern die Story von Jesus und "Gott" als ob es unumstößliche Wahrheit wäre, obwohl sie wissen, dass es keinerlei Belege, oder Beweise gibt. Und trotzdem sagen sie ihren Kindern nicht, dass es nur eine Annahme ist.
      6 7 Melden
  • FrancoL 01.07.2017 10:36
    Highlight Highlight Eine Familie gibt häufig nun mal Werte weiter, ohne bewusst und ständig auf Neutralität und reine Vernunft zu schauen und ohne jeden dieser Werte zu hinterfragen. Der Glaube ist einer dieser Werte, andere sind zB die Liebe zur Natur oder politische Werte oder eben auch Werte wie das Hochhalten der eignen Sippe, ungeachtet ob es da etwas hochzuhalten gibt.
    Dieses Verhalten der Familie würde ich nicht unter Indoktrination zusammenfassen und auch nicht NUR ein Aspekt die Religion herauspicken. Das scheint mir viel zu einfach gestrickt.
    32 6 Melden
    • bebby 01.07.2017 15:38
      Highlight Highlight Die Agnostiker sind für mich die gefährlichste Sekte, die es gibt, weil sie so wertfrei sind.
      3 14 Melden
    • Roland Ibanez 01.07.2017 20:55
      Highlight Highlight @bebby: Mir machen eher Menschen Angst, die nur deswegen nichts Böses tun, weil es ihnen ihre Religion so vorschreibt.
      9 1 Melden
  • sami (2) 01.07.2017 10:26
    Highlight Highlight Bei diesem sensiblem Thema muss man vorher reichlich recherchieren. Erster Satz ist schon mal ganz und total falsch. Richard Dawking ist übrigens kein Atheist. In seinem genialem Buch Gotteswahn beschreibt er sich als Agnostiker. Und nicht-gläubige als Atheisten zu bezeichnen ist auch eine Art der Beleidigung. Man beachte die Wortherkunft und exakte Bedeutung. Nennt uns bitte Freidenker..... Vielen Dank
    28 7 Melden
  • guby 01.07.2017 10:26
    Highlight Highlight Früher war das Alles kein Problem. Die Religion wurde mangels Information den Kindern als ein Weltbild vermittelt. Ist ja auch gut so. Was jetzt zum Problem wird ist die Verfügbarkeit von Informationen innert Sekundenbruchteilen, mittlerweile auch im hintersten Kaff. Gepaart mit dem stetigen Fortschritt der Wissenschaft hat die Religion einen schweren Stand als Leitfaden. Es sei denn man erzieht seine Kinder zur Ignoranz sprich: Ihr in der Kindheit vermitteltes Gefühl von "Gott" soll als Meinungsbildung gleichwertig sein wie eine wissenschaftliche Publikation. Und das halte ich für gefährlich.
    11 4 Melden
  • mogad 01.07.2017 09:21
    Highlight Highlight Warum kamen die Menschen vor Jahrtausenden darauf, dass es Götter oder einen Gott gibt, oder geben muss?
    Sie wurden sich bewusst, dass sie nicht der Ursprung des Lebens sind, auch nicht der Lebensgrundlagen. Die sind älter als der Mensch, Naturwissenschaften schlüsseln Prozesse auf, greifen in sie ein, verändern sie. Die Prozesse selber sind vorgegeben. Kürzlich sagte ein Wissenschaftler am TV: er glaube nicht dass die Entstehung des Lebens Zufall sei, denn soviele Zufälle könne es gar nicht geben, auch über die riesigen Zeiträume hinweg nicht.



    29 45 Melden
    • Nordwolf 01.07.2017 09:43
      Highlight Highlight Die Religion ist die Urform der Wissenschaft, und nun ist es an der Zeit das sie abgelöst wird.
      19 19 Melden
  • rodolofo 01.07.2017 09:16
    Highlight Highlight Solche intellektuellen Argumentationen kenne ich sehr gut, weil ich sie selber auch immer wieder mal zum Besten gebe.
    Das Leben besteht aber nicht nur aus der "Reinen Vernunft", sondern auch aus dem "Schmutzigen Heiligen", um es mit den einprägsamen Begriffen des Österreichischen Philosophen, Robert Pfaller, zu sagen!
    Sein Werk, "Das Schmutzige Heilige und die Reine Vernunft", hat mir wohl damals den Zugang geöffnet zur anderen, mehr spirituellen und körperlich-seelischen Seite unserer Existenz.
    Und mehr und mehr merke ich auch, dass in Religiösen Erzählungen und Mythen doch sehr viel steckt.
    17 12 Melden
    • rauchzeichen 01.07.2017 11:25
      Highlight Highlight rodolfo, diese Erzählungen und Mythen, was enthalten die denn noch so? Ich nehme an es geht um Lebenseinstellungen, Parabeln und Moral? Gedanken und gewisse Geländer, an denen man sich in schweren Zeiten halten kann? Du hast mir vielleicht grad n Buch schmackhaft gemacht, denn mir fehlt dieses Verständniss für die ''andere Seite'' komplett.Wie kann man nur an einen Gott glauben? WIE? Gut, ich hatte null Berührung mit Glauben in meiner Kindheit, und deshalb auch null indoktrinierung. Nur schon das Wort Glaube an sich kommt mir Suspekt vor.
      5 3 Melden
    • rodolofo 01.07.2017 12:39
      Highlight Highlight @rauchzeichen
      Übrigens hält Robert Pfaller auch eindrückliche Plädoyers für das Rauchen und die mondäne Magie, welche damit verbunden ist.
      Als Nichtraucher ertappe ich mich dabei, wie ich mich draussen an der frischen Luft zu den Raucher-Grüppchen geselle, was zwar nicht gesund, aber interessant ist.
      Hier ist es also wieder, das "Schmutzige Heilige".
      Aber natürlich gehe ich deswegen nicht in eine Bibelgruppe!
      Von der Konfirmations-Zeit sind mir noch einige Bibel-Fetzen im Kopf hängen geblieben, z.B. von der durch Wissensgier selbst verschuldeten Vertreibung aus dem Paradies.
      Das hat schon was.
      3 2 Melden
  • Phrosch 01.07.2017 09:10
    Highlight Highlight Alle Eltern vermitteln ihren Kindern ihre Werte. Indoktrination ist definiert als "eine besonders vehemente, keinen Widerspruch und keine Diskussion zulassende Belehrung". Es gibt da einen Unterschied zwischen Erziehung und Werte vermitteln auf der einen und Indoktrination auf der anderen Seite. Und alle Kinder entscheiden irgendwann selbst, ob sie die Werte und Überzeugungen der Eltern zu ihren eigenen machen. Wo liegt also das Problem?
    27 6 Melden
    • guby 01.07.2017 10:13
      Highlight Highlight Wenn man früh genug anfängt gibt es nichts mehr zu entscheiden. Denn die Kinder wurden dann bereits zur Ignoranz erzogen. Für sie werden Fakten und Gefühle gleichwertig, anders kann man in der heutigen Welt der sofort verfügbaren Informationen kein braves Schäfchen mehr heranzüchten.
      7 12 Melden
  • fiodra 01.07.2017 08:55
    Highlight Highlight Ist jahrelange wissenschaftliche Ausbildung unter Zwang in Schule und Uni Indoktrination? Ist kritisches Denken das unter Zwang in Schule und Uni erlernt wurde wirklich kritisches Denken?
    29 43 Melden
    • batschki 01.07.2017 09:31
      Highlight Highlight es wird ja kein junger Erwachsener dazu gezwungen, an die Uni zu gehen. Und ja, die Schule schadet niemandem. Schade, wenn man nicht mit Freude dorthin geht, um zu lernen, zu fragen und Antworten zu bekommen! ist unkritisches Herumträumen = Denken? ja, man sollte dazu gezwungen werden können, seine Weltsicht etwas zu ordnen, vernünftig zu ordnen. Das hilft auch beim "schnellen Denken"
      22 8 Melden
    • guby 01.07.2017 10:15
      Highlight Highlight Wissenschaft und Indoktrination sind per Definition nicht vereinbar. Und mich würde sehr interessieren, in welcher Lebenssituation kritisches (und selbstständiges) Denken nicht angebracht ist.
      15 2 Melden
    • bebby 01.07.2017 15:43
      Highlight Highlight @guby: Aber Wissenschaft ist immer auch Theologie oder Ideologie. Immer. Es geht immer auch darum, bestimmte Weltanschauungen zu predigen. Ganz besonders in der Oekonomie, aber nicht nur dort. Jede Lehre hat einen normativen Hintergrund.
      4 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • olive 01.07.2017 08:44
    Highlight Highlight Natürlich ist religiöse Erziehung Indoktrination, wie sanft, sei mal dahingestellt.
    Allerdings ist es für gläubige Eltern ein muss, ihren Kindern die frohe Botschaft ( je nachdem auch weniger froh, man deke an die ewige Hölle ) weiter zu geben.
    27 13 Melden
    • Maracuja 01.07.2017 09:13
      Highlight Highlight Hast du es geschafft, deine Kinder völlig neutral zu erziehen und deine Weltanschauung, dein Weltbild aussen vorzulassen? Mich stört es nicht, wenn man religiöse Erziehung als Indoktrination bezeichnet (schliesslich beinhalten Religionen ja absolut gültige Lehrmeinungen). Problematischer finde ich es jedoch, wenn so getan wird, als wäre nichtreligiöse Erziehung völlig frei von Beeinflussung hinsichtlicher eigener Werte/Weltanschauungen oder wenn man wie Hugo Stamm negiert, dass sich auch kleine Kinder mit Fragen wie "was passiert mit verstorbenen Grosseltern?" beschäftigen.
      20 7 Melden
    • mogad 01.07.2017 09:29
      Highlight Highlight Ehrlich gesagt: Die Geschichten aus dem ersten Testament sind für Kinder absolut nicht geeignet. Opfertiere, deren Blut am Altar verspritzt wird, Abraham, der den eigenen Sohn für Gott erstechen will, Jonas, der von einem Riesenfisch verschluckt wird weil er Gott nicht gehorchen wollte usw.. Religion ist ein Angebot, kein Muss. Das Angebot sollte man den Kindern erst mit sagen wir mal 15/16 Jahren machen. Erst dann können sie mit Hilfe von Bibelauslegungen verstehen, was diese Geschichten eigentlich sagen wollen. Oder sie können das Angebot ablehnen!
      15 5 Melden
    • Roland Ibanez 01.07.2017 21:04
      Highlight Highlight @Wölfli beim Lamm: mit 15 oder 16 wirst du keinen mehr zur Religion bringen, wenn er vorher davon nie etwas gehört hat.
      Das wissen auch die Priester aller Religionen: Man muss an die Köpfe der Kinder.
      3 1 Melden
  • TheMan 01.07.2017 08:43
    Highlight Highlight Kinder müssen Glauben, was die Eltern sagen? Na dan gibts viele, welche an den Samichlaus, an den Osterhase und an den Bögg noch Heute glauben. Stamm in Hochform ohne Wissen über Glauben. Es gibt Leute die an Sektenführer Stamm glauben, obwohl er Null ahnung hat. Er möchte nun auch auf Erzieher machen. Das als Ehemaliger Lehrer. Wird immer besser.
    29 80 Melden
    • Fichtenknick 01.07.2017 08:57
      Highlight Highlight Du hast weder Stamms Kernaussage noch die generelle soziale Problematik dahinter begriffen. Herr Stamm hat garantiert mehr Ahnung von der Materie als du.
      63 17 Melden
    • TheMan 01.07.2017 09:01
      Highlight Highlight Fichtenknick nö hat er nicht, hab ich schon mehrmals Beweisen. Was er macht, ist seine Sekte aufbauen, Seine Leute um sich Scharen.
      18 73 Melden
    • Tan Long 01.07.2017 10:35
      Highlight Highlight @theman: Sie verwechseln da was. Beweisen tun nur Mathematiker, sonst niemand und schon gar kein theman.
      20 5 Melden
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  • Maracuja 01.07.2017 08:22
    Highlight Highlight < Woher kommen wir, wohin gehen wir, was passiert mit uns, worin liegt der Sinn des Lebens? Fragen, die kleine Kinder noch nicht interessieren>

    Kleine Kinder stellen durchaus Fragen, wo der verstorbene Grosspapi jetzt ist oder wo sie vor ihrer Geburt waren. Atheisten können darauf ja eine sachliche naturwissenschaftliche Antwort geben. Aber einfach zu negieren (weil es nicht ins eigene Weltbild passt), dass sich auch kleine Kinder gelegentlich mit solchen Fragen beschäftigen, finde ich fragwürdig. Gerade kleine Kinder haben Mühe sich etwas Abstraktes wie die eigene Nichtexistenz vorzustellen.
    43 4 Melden
    • MrBlack 01.07.2017 09:50
      Highlight Highlight Man kann doch auch sagen, dass er jetzt in unseren Erinnerungen weiterlebt oder ein Teil vom uns ist. Ich konnte mir auch als Kind nicht vorstellen, was dieser Himmel sein soll.
      8 6 Melden
    • Maracuja 01.07.2017 10:26
      Highlight Highlight @Mr. Black

      Natürlich, das können Sie einem Kind sagen. Gibt viele Möglichkeiten, wie man solle Fragen beantworten kann. Mir ging es nicht um die Antworten, sondern darum, dass man eben durchaus damit rechnen muss, dass kleine Kinder Fragen zum "Davor/Danach" stellen, neben dem Tod von Menschen oder Haustieren, z. B. wenn man Familienfotos anschaut und die jüngeren Geschwister fragen, wieso sie auf manchen Fotos nicht darauf sind. Antwortet man ihnen, dass sie zum damaligen Zeitpunkt noch nicht auf der Welt waren, kommt oft die Anschlussfrage "Wo war ich dann?".
      7 0 Melden
  • Tomasito0804 01.07.2017 08:18
    Highlight Highlight Ob religiös oder atheistisch, jede Erziehung ist auch Indoktrination! Es geht in der Erziehung in erster Linie darum, eine Beziehung mit seinem Kind zu haben. Dies gelingt nur dann gut, wenn ich mich selbst bin. Wenn ich nun an Gott glaube, gebe ich dies auch meinem Kind weiter, weil es Teil von mir selber ist. Mein Kind soll mich kennen wie ich wirklich bin!
    Übrigens ist Stamm's Behauptung, kein Kind würde nach Gott fragen, wenn der Begriff aus dem Vokabular gestrichen wäre, auch nichts weiter als eine Behauptung...
    45 38 Melden
    • Charlie Brown 01.07.2017 08:43
      Highlight Highlight Wie erziehen unsere Kinder "atheistisch". Wir erklären ihnen, dass es Menschen gibt, die an Götter glauben und andere - wie Mama und Papa - die nicht daran glauben.

      Ich glaube nicht, dass wir hier von Indoktrination reden können.
      48 18 Melden
    • koalabear 01.07.2017 09:03
      Highlight Highlight Erziehung ist immer mit Indoktrination verbunden. Nur schon deshalb, weil ich einem Kind Werte vermittle, die mir persönlich wichtig sind. Dies unabhängig ob es sich um Religion handelt oder nicht.
      22 7 Melden
    • Fichtenknick 01.07.2017 09:04
      Highlight Highlight @Tomasito: Atheismus oder Agnostizismus ist eben gerade nicht Indoktrination, sondern die Befreiung des Kindes von den Fesseln religiöser Engstirnigkeit. Aber ich erwarte von einer religiösen Person nicht, dass er/sie das versteht.

      @Charlie Brown: sehr guter Punkt. Ich kann das ewige "Atheismus ist auch eine Religion" nicht mehr hören. Du machst das sehr gut.
      21 11 Melden
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  • dracului 01.07.2017 08:17
    Highlight Highlight Glaube grösser als, als Religion! 😉 Unsere Erziehung ist geprägt von Aberglauben wie: zieh dich warm an, sonst erkältest du dich, kein Wasser nach Kirschen, Kuchenteig gibt Bauchweh, vierblättrige Kleeblätter, Tote leben unter uns, Sterne bestimmen ... Irgendwie scheint es als wären Fakten nicht ausreichend und glauben wir an allerlei Theorien. Die ganze Erziehung ist eine Indoktrination und eine initiale kulturelle Eingliederung, ohne die es ein Mensch schwer hätte zu überleben. Was wir selber mit der Infiltration machen, wenn keine Eltern mehr da sind, ist jedoch entscheidend.
    32 5 Melden
    • Fichtenknick 01.07.2017 09:07
      Highlight Highlight Im Prinzip ja. Verglichen mit Religion sind deine Beispiele jedoch harmlos und bergen nicht das selbe Konfliktpotenzial. Niemand wird diskriminiert oder gerötet, weil er Kuchenteig isst. Es gibt harmlose Indoktrination, und dann gibt's die gefährliche. Religion ist definitiv letzteres.
      12 8 Melden
    • batschki 01.07.2017 09:25
      Highlight Highlight Ganz meine Meinung: "eine initiale kulturelle Eingliederung, ohne die es ein Mensch schwer hätte, zu überleben". Glaube ist blindes Vertrauen - was bleibt einem Kind anderes übrig, wenn es zu der Fürsorge kommen will, die es nötig hat? Wenn sie heranwachsen lernen Kinder, Glauben von klugem Vertrauen zu unterscheiden! Und kluges Vertrauen braucht die Menschheit, um "am Morgen überhaupt das Bett zu verlassen" (Zitat)
      2 5 Melden
    • bagiul 01.07.2017 10:58
      Highlight Highlight @Fichtenknick Du scheinst ja ganz viel zu wissen über christliche Erziehung. Bist du christlich erzogen worden? Weil ich bin es... Und ich habe mich davon gelöst. Allerdings sehe ich keine Gefahr in meiner Erziehung. Ich hatte eine wunderbare Kindheit! Uns wurde zwar von Anfang an von Gott erzählt, aber uns wurde auch immer gesagt, dass wir selbst entscheiden dürfen und sollen, was wir glauben. Und das habe ich getan. Und ich hatte keine Selbstbestimmungsprobleme danach oder wurde "diskriminiert und gerötet".
      8 2 Melden
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  • samplanet 01.07.2017 08:15
    Highlight Highlight bin ich eigentlich der einzige der religion und glaube unterscheidet?
    32 8 Melden
    • Rabbi Jussuf 01.07.2017 08:50
      Highlight Highlight Ohne Glaube keine Religion und ohne Religion kein Glaube, denn die Religion liefert die Glaubensinhalte.
      Ist das jetzt genug unterschieden?
      22 5 Melden
    • samplanet 01.07.2017 16:17
      Highlight Highlight glaube ist an eine höhere macht und ein leben danach welches durch tugendhaftes verhalten erlangt werden kann...
      religion befiehlt in die kirche zu gehen, komische kleider zu tragen und andersdenkende abzulehnen...
      glaube ohne religion geht. religion ohne glaube nicht...
      2 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 01.07.2017 18:05
      Highlight Highlight Glaube ohne Religion geht? Das ist nur eine Selbsttäuschung, bei der verdrängt wird, dass im Hintergrund immer eine Religion massgebend ist, so denn der Glaube auch nur ein wenig konkret sein soll.
      Den Spruch hört man ja oft aus der evangelikalen und Sekten Ecke.
      3 4 Melden
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  • pamayer 01.07.2017 08:09
    Highlight Highlight "Ist religiöse Erziehung eine sanfte Art der Indoktrination?"
    Ja. Nicht mehr und nicht weniger.
    29 5 Melden
    • Robi14 01.07.2017 08:44
      Highlight Highlight habe ich nach dem lesen des titels auch gedacht und das 'na und???' vermisst.
      10 12 Melden
  • bfm 01.07.2017 08:08
    Highlight Highlight Jede Eltern-Kind-Gemeinschaft, nicht nur bei Menschen, ist eine Indoktrination. Somit stellt Hugo Stamm hier bloss die Frage, ob eine Indoktrination zur Agnostik/Atheismus besser sei als eine zu einer bestimmten Religiosität. Spätestens dann, wenn er selber schreibt, dass es bedrängende Fragen gibt, auf die offensichtlich keine abschliessenden Antworten erhältlich sind, scheint mir klar, dass eine Suche jenseits der reinen Wissenschaftlichkeit tatsächlich eine Art antrophologische Konstante ist. Würde "Gott" nie erwähnt, würde er wohl sehr rasch erfunden.
    25 15 Melden
    • Fichtenknick 01.07.2017 09:09
      Highlight Highlight Er würde erfunden, um Menschen und Massen zu manipulieren. Genau so, wie es immer gemacht wurde. Wir Menschen haben lieber dämliche Antworten auf unsere Fragen, als keine. Und genau darauf zielen Religionen ab.
      12 11 Melden
    • TheMan 01.07.2017 09:37
      Highlight Highlight Fichtenknicke du hast Natürlich Beweise?
      9 13 Melden
    • Roland Ibanez 01.07.2017 21:12
      Highlight Highlight Wenn ich dem Kind also nichts von Göttern erzähle, indoktriniere ich es?
      Krasse Meinung.
      1 0 Melden
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  • Caturix 01.07.2017 08:06
    Highlight Highlight Fast alles kann man Wissenschaftlich erklären, ausser wer das ganze Universum gestartet hat, den Urknall, wie gross das Universum ist und was ist an dem Ort an dem es aufhört, hört es irgendwo auf ?
    Also ja vielleicht gibt es so etwas wie ein Gott, aber auch dieser Gott warum war der plötzlich da und hat den Urknall ausgelöst ?
    An das was in der Kirche oder sonnst gepredigt wird glaube ich nicht, aber irgend etwas muss es schon geben. Aber zu dem etwas zu beten bringt sicher auch nichts ausser das es uns selber hilft mit dem Problemen umzugehen.
    12 14 Melden
    • rodolofo 01.07.2017 09:27
      Highlight Highlight Wenn die Wissenschaft herausfinden würde, dass tatsächlich Gott es war, der beim Urknall einer gigantischen Universums-Silvesterparty-Tischbombe das riesige Streichholz hinhielt, dann würde sie sofort nachfragen: "Und wer hat eigentlich diesen Gott erschaffen, der den Urknall gezündet hat?"
      So würde die Fragerei nie aufhören und ewig weitergehen: "Und wer hat das erschaffen, was erschaffen Gott hat?" Usw.!
      Da setzt der Gottesfürchtige Gläubige einen Schlussstrich:
      "Gott war's, und damit basta! Gott hat sich selber erschaffen! Gott kann das, weil er allmächtig ist.
      Und jetzt geh schlafen!"
      13 5 Melden
    • Roland Ibanez 01.07.2017 21:14
      Highlight Highlight Genau hier liegt ein Knackpunkt:
      "Irgend so was wie ein Gott" oder der christliche Gott.
      Das ein enormer Unterschied.
      Einen "irgendwie" Gott im deistischen Sinne kann man nicht widerlegen.
      Den christlichen Gott, so, wie er in der Bibel beschrieben wird, kann man widerlegen.
      2 0 Melden

Kann man, muss man nicht: Unser Modal-Problem

Ja, Sie haben schon richtig gelesen, da ist kein Tippfehler im Titel. Modal, mit d. Ich erspare Ihnen nun die Google-Suche oder das Ausgraben Ihrer Deutsch-Ordner von früher, wo Sie dann Ihre alten Aufsätze finden, in denen Sie sehr realistisch eingeschätzt haben, dass Sie mit 30 ein Haus, vier Kinder, einen Labrador namens «Columbo» und eine Traumkarriere haben werden und alles, was Sie nun mit 36 tatsächlich Ihr eigen nennen, ist ein Fahrrad und sogar das wurde Ihnen schon zweimal …

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