International

Jemen kommt nicht zur Ruhe: Mindestens 18 Tote bei Kämpfen im Süden des Landes

07.04.15, 12:13 07.04.15, 13:46

Sanaa: Über einem angeblichen Waffendepot in der jemenitischen Hauptstadt steigt Rauch auf. Die saudi-arabische Luftwaffe fliegt seit Wochen Angriffe im Nachbarland.  Bild: STRINGER/EPA/KEYSTONE

Bei den Kämpfen im Süden des Jemen sind in der Nacht zum Dienstag mindestens 18 Menschen getötet worden. In Aden lieferten sich Kämpfer der Huthi-Miliz und Anhänger von Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi heftige Gefechte.

Dies verlautete aus Kreisen der Rettungskräfte und des Militärs. Sechs Rebellen und vier Kämpfer der Hadi-treuen Volkskomitees wurden den Angaben zufolge getötet. Den paramilitärischen Verbänden sei es bei den Kämpfen gelungen, Teile des zentralen Viertels Al-Moalla wieder unter ihre Kontrolle zu bringen, berichteten Augenzeugen.

Einwohnern zufolge beschossen Schiffe der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition in der Nacht zum Dienstag Stellungen der Rebellen in der Hafenstadt. In der östlich von Aden gelegenen Provinz Abjan wurden nach Angaben des Gouverneurs acht Huthi-Rebellen getötet, als sie in einen Hinterhalt von Stammeskämpfern gerieten.

Im Jemen gibt es schon seit Wochen heftige Kämpfe zwischen den schiitischen Huthi-Rebellen und verbündeten Armeeeinheiten sowie den Truppen und Milizen von Präsident Hadi, der im Februar aus der Hauptstadt Sanaa geflohen war. Saudi-Arabien und verbündete arabische Staaten fliegen seit dem 26. März Luftangriffe auf die Huthi-Rebellen.

Seit Sonntag fielen den Kämpfen im Jemen laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP mindestens 159 Menschen zum Opfer, alleine in Aden gab es 63 Tote. 

Euronews schätzt die Zahl der Todesopfer seit dem 19. März auf 540. Zudem seien über 1700 verwundet worden, so die Nachrichtenagentur.

Nach Angaben UNO-Kinderhilfswerks Unicef wurden seit Ausbruch der Gewalt mindestens 74 Kinder getötet. Es handele sich aber um «vorsichtige Schätzungen», die tatsächliche Opferzahl liege angesichts der intensiven Gefechte der vergangenen Tage wohl deutlich höher, erklärte die UNO-Organisation am Dienstag. (wst/sda/afp)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 09.04.2015 13:08
    Highlight Die Saudis sind das Risiko eingegangen in den nächsten Jahren einen Schwelbrand auf der arabischen Halbinsel zu haben. Auch dürfte der Iran nun vorgewarnt sein, dass KSA bereit ist, seine Waffen aus der EU und den USA gegen Schiiten einzusetzen.
    Die USA positionieren sich auf der Seite der Ölscheichs aus KSA.
    Die Chinesen sind dabei, 500 Staatsbürger aus Jemen zu evakuieren. Dies könnte durchaus eine Metapher sein, worum es bald gehen könnte.
    1 0 Melden

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