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Angefangen hat alles mit diesem Foto.
bild: facebook/ludacris

Wer will eine Tasche, die aussieht wie ein Hodensack? Erstaunlich viele Leute ...

Zehn Jahre lang hat Daniel Bitton seinen sehr authentischen Rucksack getragen, ohne gross Aufsehen zu erregen. Nachdem ein Foto von ihm viral gegangen ist, sieht er sich gezwungen, ein Crowdfunding-Projekt zur Massenproduktion der schönen Stücke zu starten.

01.11.15, 16:24 02.11.15, 06:24


«Kapitalismus bedeutet, den Menschen einen Anreiz zu verschaffen, ihre ganze Energie, Ressourcen und Talente zum Wohle der Allgemeinheit einzusetzen.» So beginnt der zynische Einleitungstext zum Crowdfunding-Projekt für Scrote'n'Tote (Skrotum und Tasche).

Nach den ersten vier Tagen haben bereits 103 Personen zusammen 4000 Dollar gespendet. Das entspricht 12 Prozent des geplanten Endziels – und es bleiben noch 42 Tage übrig, um die 33'000 Dollar zusammenzubekommen. Die furchtbaren Säcke könnten also tatsächlich in Produktion gehen.

Angefangen hat alles mit einem Foto, auf dem Bitton selbst mit dem Sack zu sehen ist. Spätestens als der amerikanische Rapper Ludacris das Foto teilt, geht das Bild viral. Daraufhin bekommt der Kanadier unzählige Anfragen, wo man denn ein solch schönes Stück herbekomme. Er entscheidet sich, die Produktion in die eigene Hand zu nehmen.

Den Prototypen hat er von einem professionellen Maskenbildner anfertigen lassen (es ist unbekannt, ob es sich um eine Nachbildung oder um ein frei erfundenes Design handelt). Nun will er die Produktion so vereinfachen, dass ein Sack nicht mehr 1000, sondern nur noch 120 Dollar kostet. 

Wie das alles funktionieren soll, erklärt Bitton in seinem Video:

Du fragt dich dennoch, warum Menschen für dieses Projekt Geld spenden? Wahrscheinlich weil Bitton noch einen tollen Anreiz geschaffen hat: Wer in sein Crowdfunding-Projekt investiert, bekommt für nur 69 Dollar – statt den geplanten 120 – ein eigenes Exemplar.

(viw/lhr)

Passend dazu: Männer hängen ihre Weichteile in schöne Landschaftsbilder

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 足利 義明 Oyumi Kubo 01.11.2015 21:54
    Highlight Wenn's dann mal Gehirn gibt, greife ich zu. Bis dann warte ich bis die Bubis ihre Eierchen zur Schau getragen haben.
    16 4 Melden
  • Herr Lehmann 01.11.2015 19:21
    Highlight Würde den Sack nicht mal gratis haben wollen! Was kommt als nächstes? Vagina Rucksack? Bikini mit aufgedrückten nippen? Moment das gibt's doch schon!
    17 5 Melden
  • goschi 01.11.2015 16:50
    Highlight Hier übrigens der Link zum Crowdfunding-Projekt bei Indiegogo:

    https://www.indiegogo.com/projects/scrote-n-tote-the-satchel-of-life#/
    10 3 Melden
    • Leo Helfenberger 01.11.2015 16:51
      Highlight Danke, hab ich vergessen zu verlinken!
      9 1 Melden
  • imo 01.11.2015 16:45
    Highlight Passender wäre:

    Kapitalismus bedeutet, wenige durch das Ausbeuten etlicher bereichern und diese Ausgebeuteten in derer Abhängigkeit zwingen.

    Synonyme: Armutskonzept, Asozialismus
    28 21 Melden
    • goschi 01.11.2015 16:50
      Highlight Simple Weltbilder sind schön, gell? :-)
      26 23 Melden
    • imo 01.11.2015 18:40
      Highlight @ goschi:
      Wenn es doch nur so simpel wäre...
      11 4 Melden
    • Aaron 01.11.2015 19:40
      Highlight Oder:
      Dinge zu kaufen, die man nicht braucht. Von Geld, das man nicht hat. Um Menschen zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.
      - Volker Pispers
      35 3 Melden
    • goschi 01.11.2015 22:54
      Highlight Ja, Pispers, der grosse Populist, der alles so sehr vereinfacht, dass alles aus USA, EU und Kapitalismus einfach doof ist.
      Er macht genau das, was er anderen vorwirft, er strikt simplifizierte Vorurteile.
      3 15 Melden
    • Aaron 02.11.2015 17:47
      Highlight Lustig finde ich, dass diese Diskussion bei einem Beitrag über einen Hodensack-Rucksack geführt wird. Es wird täglich einfacher zu denken, dass alles aus USA, EU und Kapitalismus einfach doof ist. (siehe Netzneutralität, TTIP, Monsanto...)
      0 1 Melden

Wann ist es okay geworden, sein Wort nicht mehr zu halten?

«Ich komm dann später. Vielleicht.»

Letztens auf Instagram hab ich sie wieder gesehen: die grafisch einwandfreie Aufforderung, freitagabends doch einfach zuhause zu bleiben nach einer anstrengenden Woche. «Selfcare first» lautet die ungeschriebene Regel des Instaversums.

Hauptsache, man tut sich selbst etwas Gutes, während man ein Klatschheft im Schaumbad liest. Hinter mir die Schaum, äh, Sinnflut! Und was die anderen wollen: auch egal.  

So sehr ich diese Einstellung auch begrüsse – langsam hat sie spürbar negative …

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