International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Die nach der Offensive des IS zerstörte kurdische Stadt Kobane an der türkischen Grenze.  Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Der IS ist zurück in Kobane und richtet Kurden hin

Nachdem Kurdenmilizen den IS in einem aufreibenden Kampf aus Kobane vertrieben hatten, rächt sich die Terrormiliz mit Bombenanschlägen in der Innenstadt.

25.06.15, 08:22 25.06.15, 12:38

Die nordsyrische Kurdenstadt Kobane ist offenbar wieder zum Kriegsgebiet geworden. Die IS-Terrormiliz unternahm einen neuen Angriff. Nach Angaben von Aktivisten sollen IS-Kämpfer etliche Kurden hingerichtet haben. 

Mindestens 20 Kurden, darunter Frauen und Kinder, seien hingerichtet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Exekutionen hätten am Donnerstag in einem Dorf südlich der umkämpften Stadt Kobane stattgefunden. Die Terroristen hätten auch Bewohner des Ortes Barech Butan erschossen, die sich im Kampf gegen den IS bewaffnet hätten, hiess es weiter.

Eine kurdische Familie kehrt in ihr zerstörtes Haus in Kobane zurück.  Bild: Getty Images Europe

Nach vorherigen Angaben der Beobachtungsstelle, deren Angaben von unabhängiger Seite kaum überprüft werden können, drangen IS-Kämpfer auch in die nordsyrische Kurdenstadt Kobane ein. Demnach verübte die Gruppe einen Selbstmordanschlag und lieferte sich im Stadtzentrum Gefechte mit kurdischen Kämpfern. Bei dem Anschlag seien mindestens fünf Menschen getötet worden. 

IS erobert weitere Stadt in Nordsyrien

Wie die Beobachtungsstelle weiter mitteilte, eroberten IS-Kämpfer am Donnerstag auch Teile der nordsyrischen Stadt Hassake. Die Dschihadisten seien über Nacht in die Stadt vorgerückt und hätten in heftigen Gefechten zwei Stadtviertel erobert. Mindestens 30 regierungstreue Soldaten und 20 IS-Kämpfer seien getötet worden. 

«Die schweren Kämpfe dauern an», sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Die Provinzhauptstadt Hassake ist aufgeteilt in ein von den Kurden und ein von regierungstreuen Kämpfern kontrolliertes Gebiet. (whr/sda/afp)

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 26.06.2015 15:23
    Highlight Das Morden wird nicht auf Tunesien, Syrien, Irak etc. begrenzt bleiben und der Westen hat dem rein gar nichts entgegenzusetzen. Kein Konzept, keine Einigkeit, keinen unbedingten Willen mit aller Macht gegen diese Schlächter vorzugehen.
    Stattdessen wird in Europa an der Selbstaufgabe der eigenen kulturellen Errungenschaften gearbeitet und es werden Parellelgesellschaften installiert, aus denen dann nicht nur massenweise Sympathisanten des IS, sondern auch kaltblütige Jihadisten hervorgehen.
    1 0 Melden
    • zombie1969 26.06.2015 15:35
      Highlight 2)
      Diese Jihadisten und ihre Sympathisanten werden in Europa nicht nur geduldet, sondern auch noch mit üppigen Sozialleistungen versorgt. Statt sich selbst mit aller Macht dem islamistischen Terror entgegenzustellen, schmiedet Politik und Kirchen hier Bündnisse gegen die Einzigen, die gegen den Terror demonstrieren. Nein, Europa hat den Schlächtern nichts entgegenzusetzen.
      1 0 Melden

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 156'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Manchester 2017.

Zusammenfassung: In den 70er- bis 90er-Jahren töteten meist europäische Terrorzellen jährlich 100 bis 400 Menschen in Europa. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Attentate in Westeuropa und in der Schweiz stark ab. Von 2001 bis 2015 entfielen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa. Hauptsächlich aufgrund der Attentate in Paris und Nizza stieg die Opferzahl zuletzt wieder auf rund 150 Menschen pro Jahr, sprich auf das Niveau der 80er-Jahre. Weltweit nimmt der Terrorismus seit 2005 zu …

Artikel lesen