International

Putschisten in Burkina Faso verweigern Entwaffnung

28.09.15, 22:11 29.09.15, 06:34

Nach dem Ende des Staatsstreichs in Burkina Faso weigern sich die Putschisten, ihre Waffen niederzulegen. Die Entwaffnung der Präsidentengarde habe am Samstag wie geplant begonnen, sei aber bereits am Sonntag ins Stocken geraten, teilte das Militär am Montag mit.

Präsident Michel Kafando hatte am Mittwoch eine Waffenruhe mit den Putschisten um Brigadegeneral Gilbert Diendéré ausgehandelt. Anschliessend erklärte er im Staatsfernsehen, alle Regierungsbehörden nähmen ihre Arbeit wieder auf.

Diendéré hatte vor fast zwei Wochen mit einer rund 1200 Mann starken Elitetruppe Kafando und mehrere Regierungsmitglieder festgesetzt. Die Geiseln kamen inzwischen frei.

Neuwahlen sollen nach dem Sturz des Langzeitpräsidenten Blaise Compaoré im vergangenen Jahr den Übergang zur Demokratie festigen. Ursprünglich sollte am 11. Oktober ein neuer Präsident gewählt werden. Nach dem Staatsstreich wurde die Abstimmung auf den 22. November verschoben. (sda/dpa)

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Alt-Bundesrat Schmid zum Russen-Doping: «Russische Spione waren in der Schweiz»

Alt-Bundesrat Samuel Schmid leitete für das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Doping-Untersuchung, die zu einer Sperre von Russland für die Spiele in Pyeongchang 2018 führte. Er spricht über Untersuchungen, Sicherheitsvorkehrungen und das Verhalten der Russen.

Herr Schmid, Russland klagt, der Entscheid des IOC sei eine «Verschwörung des Westens». Ist er das?Sicher nicht. Es existieren Fakten, die sich nicht weglügen lassen. Proben müssen manipuliert worden sein, chemische Zusammensetzungen von Urinproben sind nicht natürlich. Es kamen viele Elemente zusammen. In Russland versucht man, sich herauszureden, indem man die Schuld auf eine sehr kleine Gruppe von Verschwörern abwälzt.

Es geht aber um staatlich mit beeinflusstes Doping?Vielleicht kann man …

Artikel lesen