International
Afrika

Putschisten in Burkina Faso verweigern Entwaffnung

Putschisten in Burkina Faso verweigern Entwaffnung

28.09.2015, 22:1129.09.2015, 06:34

Nach dem Ende des Staatsstreichs in Burkina Faso weigern sich die Putschisten, ihre Waffen niederzulegen. Die Entwaffnung der Präsidentengarde habe am Samstag wie geplant begonnen, sei aber bereits am Sonntag ins Stocken geraten, teilte das Militär am Montag mit.

Präsident Michel Kafando hatte am Mittwoch eine Waffenruhe mit den Putschisten um Brigadegeneral Gilbert Diendéré ausgehandelt. Anschliessend erklärte er im Staatsfernsehen, alle Regierungsbehörden nähmen ihre Arbeit wieder auf.

Diendéré hatte vor fast zwei Wochen mit einer rund 1200 Mann starken Elitetruppe Kafando und mehrere Regierungsmitglieder festgesetzt. Die Geiseln kamen inzwischen frei.

Neuwahlen sollen nach dem Sturz des Langzeitpräsidenten Blaise Compaoré im vergangenen Jahr den Übergang zur Demokratie festigen. Ursprünglich sollte am 11. Oktober ein neuer Präsident gewählt werden. Nach dem Staatsstreich wurde die Abstimmung auf den 22. November verschoben. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Phantom-Furzer» treibt Journalisten am EU-Gipfel in die Flucht
Am EU-Gipfel in Brüssel beschäftigt Medienschaffende eine ungewöhnliche Frage: Wer sorgt im Pressesaal immer wieder für derart üble Gerüche, dass Journalistinnen und Journalisten flüchten müssen?
Normalerweise interessieren sich Leserinnen und Leser wenig für die Arbeitsbedingungen von Medienschaffenden. Florian Eder, Deutschland-Chefredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung», fasst die journalistische Grundregel auf Linkedin so zusammen: Man solle das Publikum nicht mit Geschichten über die eigenen Arbeitsbedingungen langweilen.
Zur Story