International

22 Tote und Dutzende Verletzte bei Feuergefechten in Mazedonien

10.05.15, 16:19 11.05.15, 06:58

Bei den schweren Feuergefechten zwischen Polizei und einer bewaffneten Gruppe im Norden Mazedoniens sind acht Polizisten und mindestens 14 Bewaffnete getötet worden.

Zudem seien 37 Polizisten bei dem Einsatz verletzt worden, der in Kürze beendet werde, sagte der Innenministeriumssprecher Ivo Kotevski am Sonntagnachmittag. Der Einsatz hatte am Samstagmorgen mit einer Razzia in einem mehrheitlich von ethnischen Albanern bewohnten Viertel begonnen. Am Sonntag waren immer noch sporadisch Schüsse in dem Viertel zu hören.

Medienberichte sprachen allerdings von «40 toten Uniformierten», die nach dem Ende der Polizeiaktion noch identifiziert werden müssten. Über zivile Opfer gab es zunächst keine Informationen. 30 Personen sind nach amtlichen Angaben verhaftet worden.

Die Gefechte dauern seit Samstag an. Der Polizeieinsatz soll in Kürze beendet werden. Bild: Visar Kryeziu/AP/KEYSTONE

Nach dem Kosovo und Albanien rief am Sonntag auch die Europäische Union zur Zurückhaltung auf. Der EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn äusserte sich «zutiefst besorgt» über die Gewalt und forderte, jede weitere Eskalation zu vermeiden. 

Die fast ausschliesslich von Albanern bewohnte Stadt war zuvor mit gepanzerten Fahrzeugen abgeriegelt worden, über dem Ort kreisten Helikopter. Bewohner berichteten von heftigen Schusswechseln. 

Bei der Polizeiaktion kamen gepanzerte Wagen zum Einsatz. Bild: Visar Kryeziu/AP/KEYSTONE

Serbien reagiert

Serbien setzte zusätzliche Polizeikräfte in Richtung Grenze in Marsch. Regierungschef Aleksandar Vucic rief für Sonntag den Sicherheitsrat zusammen. Die nationalistische Kosovo-Partei Vetevendosje (Selbstbestimmung), die drittstärkste Partei im Kosovo, verlangte den «Stopp der polizeilichen und militärischen Unterdrückung der Albaner in Mazedonien».

Auch jenseits der mazedonischen Grenze in Südserbien wohnt eine bedeutende albanische Minderheit. Zwischen der slawischen Bevölkerungsmehrheit und den Albanern, die schätzungsweise bis zu 30 Prozent der Einwohner Mazedoniens stellen, war es in der Vergangenheit immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen. Zuletzt waren im Jahr 2001 bürgerkriegsähnliche Kämpfe nur durch Vermittlung der EU beendet worden. (lhr/sda/afp/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • MaskedGaijin 12.05.2015 09:10
    Highlight Erinnert mich ein bisschen an das Fussballspiel Serbien - Albanien in Belgrad. Zuerst mit Drohne und Grossalbanien Flagge provozieren um sich dann als Opfer hinzustellen.
    2 2 Melden
  • Babalu 11.05.2015 10:14
    Highlight Mazedonien kann wegen der Blockade seitens Griechenlands nicht in die Nato, politisch ist es sozusagen "blockfrei". Nun haben wir die Wiederauflage des kalten Krieges und dort ist geopolitisches El Dorado. Nun die gut-böse-Kindergeschichte: Der mazedonische Präsident wird nun als Diktator bezeichnet, die "armen" Albaner werden unterdrückt, die Amis "müssen" ja helfen (Demokratie bringen und so). Nationalismus wird geschürt, Inzidente angezettelt, Demonstranten bezahlt, das Land destabilisiert und so unter westliche Kontrolle gebracht. Alles in Jugoslawien und Ukraine schon erfolgreich erprobt.
    10 2 Melden
    • Angelo C. 11.05.2015 15:37
      Highlight Dein letztes Statement (Völkerrecht, Haltung der Schweiz etc.) finde ich sehr gut und würde ich Wort für Wort unterschreiben! Es war auch m.E. ein politischer Fehler - der in manchen Aspekten bis in die heutige Gegenwart hineinreicht - dass die Schweiz den Kosovo so rasch anerkannt und sich dort überall für dies und jenes angeboten hat. Auch die totale Begünstigung durch den Westen bei diesen kosovarischen Unabhängigkeitsbemühungen ist nur schwer nachvollziehbar. Heute lebt die serbische Minderheit im Kosovo unter Umständen, die sie so nicht verdient hat. Doch dies interessiert kaum jemand wirklich, während die neuen Herren des nun unabhängigen Kleinstaates zu Zehntausenden ihre quasi geschenkt erhaltene.Heimat fluchtartig in Richtung Westen verlassen.....
      5 0 Melden
  • Angelo C. 11.05.2015 00:56
    Highlight Die Geschichte scheint sich zu wiederholen, auch der Kosovo war ein urserbisches Gebiet und die Albaner haben - nach massenhafter Zuwanderung in Laufe der Jahrzehnte - solange am Rad gedreht, bis sich die "Friedensorganisation" NATO im Verbund mit der EU ihrer erbarmt und Serbien, welches seine traditionelle Provinz nicht kampflos hergeben wollte, in den Augen der Welt unmöglich gemacht und permanent bis zur Aufgabe bombardiert. Nun gehen die albanischen Begehrlichkeiten also weiter und man darf gespannt sein, ob sich die "Friedensorganisationen" und der präpotente Westen eines Tages nicht erneut aufbieten lassen, fremde Territorien widerrechtlich zu verschenken. Wenn man im Kosovo sieht, was aus dieser serbischen Provinz geworden ist, dann sieht man erst recht, wie fragwürdig das Eingreifen damals war. Unfähig, das Schicksal und die wirtschaftliche Entwicklung ihres geschenkten Landes in die eigenen Hände zu nehmen, leben heute noch immer hunderttausende in der Schweiz und derzeit fliehen wiederum Zehntausende nach Europa (und natürlich auch erneut in die Schweiz).
    13 4 Melden
    • Scenario 11.05.2015 09:06
      Highlight Dass im Kosovo die Dinge nicht rund laufen, ist wohl richtig. Es gibt grosses Verbesserungspotential. Unter Serbischer Herrschaft war es aber nicht besser, sondern schlimmer. Aber wieso Urserbisch? Du meinst wohl Ur-Osmanisch?

      Wenn Du jetzt andeutest, dass die NATO völlig aus der Luft gegriffen, Serbien bombardiert hat, dann vergisst du wahrscheinlich wiederum die Kriege, vor dem Kosovo, als das arme Serbien tausende Bosnier und Kroaten ermordet hat. Die zivilisierte Welt hätte doch lieber zuschauen sollen, wie die Serben das gleiche im Kosovo machen?
      2 11 Melden
    • Babalu 11.05.2015 10:33
      Highlight @Scenario: In Kroatien ging der Konflikt von beiden Seiten aus, Tudjman, der sich auf die Werte der Faschisten aus dem 2. WK berief und die kroatischen Serben offen bedrohte und die Grossserben, die ihre Stunde schlagen sahen. In Bosnien war die Aggression von der serbischen Seite im Nordosten, von den Kroaten im Südwesten (beide mit eigenen Armeen präsent). Die Kosovaren hingegen waren sozusagen Trittbrettfahrer der Jugoslawienkriege. Apropos Opfer: nach der Unabhängigkeit Kosovos wurde die Roma-Bevölkerung dort durch die Kosovaren auf einen Zehntel dezimiert-albanische Art der Demokratie..
      9 1 Melden
    • Scenario 11.05.2015 10:53
      Highlight @Babalu:
      Es geht mir nicht um die Toten Soldaten, die gegeneinander gekämpft haben. Es geht um die Massaker, die die Serben an der Zivilbevölkerung angerichtet haben. Dafür gibt es Belege -> Verurteilungen serbischer Offiziere in Den Hag. Deine Behauptung betreffend der Roma, lässt sich wohl nur durch Nachrichtenberichte von serbischen Zeitungen belegen... nicht wahr?
      0 9 Melden
    • Babalu 11.05.2015 11:08
      Highlight @ Szenario: ne, die Daten sind von der DEZA (vom Bund), ist alles online. Du darfst dich gerne auch selber informieren.
      Hab eigentlich bis jetzt keine serbischen Zeitungen gelesen, was empfiehlst du so?
      8 1 Melden
    • Angelo C. 11.05.2015 11:09
      Highlight Scenario : Äpfel mit Birnen vergleichen verhält historisch nicht, denn man kann Bosnien und Kroatien, Ereignisse die sich ausschliesslich durch die Auflösung des Konglomerats Jugoslawien ergaben, nicht mit Kosova in direkte Verbindung bringen. Und die Erwähnung des osmanischen Reiches ist nur insofern richtig, als dass der serbische Fürst Lazar (heute ein serbisch-orthodoxer Nationalheiliger) das Abendland quasi bei der Schlacht auf dem Amselfeld gegen die Muslime verteidigt hat. Serbien betrachtet somit Kosova als urserbische Erde, getränkt vom Blut seiner Ahnen und war somit nicht bereit, seine Provinz kampflos den Zuzügern der vergangenen Jahrzehnte, teilweise gar Jahrhunderte, aufzugeben. Zurecht, würde man als neutraler Beobachter meinen, auch wenn das die Kosovaren natürlich durch ihre Eigeninteressen ganz anders sehen. Und nun scheint sich in Mazedonien die Geschichte zu wiederholen und man darf gespannt sein, ob wiederum fremde Staaten instinktlos eingreifen, um den Albanern ein Stück eines Kuchens zu gewähren, der ihnen schlicht und einfach nicht gehört.
      8 1 Melden
    • Babalu 11.05.2015 13:14
      Highlight @Angelo: ich finde Mazedonien gehört allen, die dort leben und eben niemandem exklusiv. Es ist multiethnisch und hat eine lange Tradition von interethnischer und interreligiöser Toleranz. Die Argumentation, "wer zuerst dort war", führt zu nichts und schon gar nicht auf dem Balkan, wo es so viel Migration und so viele fremde Herrscher gab. Die Slawen sind sind dort auch immigriert, deswegen ist Kosovo auch nicht urserbisch.
      2 5 Melden
    • Angelo C. 11.05.2015 13:55
      Highlight Babalu : Ob der Kosovo urserbisch ist oder nicht, mag man offen lassen, ganz sicher aber ist er kein Staat von Albaniens Gnaden und die gewaltsame Abspaltung von Serbien im Verbund mit dessen Bombardierung durch die NATO ein klares Unrecht. Dieselben westlichen Mächte, die damals Partei für die Kosovaren ergriffen, finden die Freiheitsbemühungen der Krim und den mehrheitlichen Wunsch der dortigen Bevölkerung Russland zuzugehören einen Verstoss gegen int. Recht, Motto: wenn zwei dasselbe tun, so ist es nicht das Gleiche. Übrigens hier noch ein Abschnitt aus den heutigen Tagibericht, wo das Vorgehen der Kosovaren im Mazedonien trefflich erwähnt wird, Zitat : "Diplomaten in Skopje sind überzeugt, dass es unter den Albanern in Mazedonien und im benachbarten Kosovo genügend arbeitslose Krieger und Haudegen gibt, die sich instrumentalisieren lassen und damit der mazedonischen Regierung bei deren mutmasslichen Plänen in die Hände spielen. Einige der Angreifer sollen ehemalige Kämpfer der inzwischen aufgelösten Kosovo-Befreiungsarmee UCK sein."
      6 0 Melden
    • Babalu 11.05.2015 14:12
      Highlight Ich bin da deiner Meinung, die Abspaltung Kosovos mit Hilfe des Westens zeigt, dass das Völkerrecht nach Bedarf zurechtgebogen wird. Bemerkenswert finde ich die Rolle der Schweiz, die durch die Unterstützung dieser auch europäisch sehr umstrittener Abspaltung ihre Neutralität kommentarlos aufgegeben hat, für ein Stückchen Imperialismus auf dem Balkan. Der Schweizer Regierung war bekannt, dass die UCK Serben foltert und Organhandel betreibt. Del Ponte wurde mundtot gemacht, als sie es in ihrem Buch öffentlich machte und die Akten zu diesen Verbrechen sind weiterhin unter Verschluss.
      7 0 Melden
  • Babalu 10.05.2015 23:06
    Highlight hey Watson, leider nur mässige Recherche eurerseits.. Der Satz: "Die fast ausschliesslich von Albanern bewohnte Stadt war zuvor mit gepanzerten Fahrzeugen abgeriegelt worden, über dem Ort kreisten Helikopter." habt ihr whs. von Reuters 1:1 abgeschrieben. Wenn man den Satz googelt findet man ihn genau so in meisten deutschen und österreichischen Medien. In Kumanovo leben aber ca. 25 % Albaner und knapp 60% (slawische) Mazedonier, daher stimmt der Satz so wie ihr ihn abgedruckt habt nicht. Bitte überprüft den Sachverhalt und korrigiert den Text.
    16 3 Melden
  • AlphaEpsilon 10.05.2015 19:20
    Highlight Deshalb sollte die Schadenfreude über ein Pleite Griechenland begrenzt sein, weil Pleite hin oder her, es ist die letzte europäische und demokratische Bastion im Südosten Westeuropas.
    Und Schweizervolk vergiss nicht, dass ein Grieche uns die Verfassung geschrieben hat. K-a-p-o-d-i-s-t-r-i-a-s!
    16 12 Melden
  • Gelöschter Benutzer 10.05.2015 19:13
    Highlight Es sind bewaffnete Albaner die mit 2 Mio. US-Dollar vom Mazedonischen Ministerpräsident dafür bestochen wurden. Dies veröffentlichte ein slawisch-mazedonischer Oppositionspolitiker im Internet durch Tonaufnahmen. Der Mazedonische Ministerpräsident will durch diese Aktion von seiner Korruptionsafäre ablenken und so bei den slawischen Mazedoniern wieder Hass gegen die ethnischen Albaner zu schüren.
    21 18 Melden
    • DerMazedonier 10.05.2015 22:30
      Highlight Was heisst den "wieder" Hass gegen die ethnischen Albaner zu schüren?!
      Seit 2001 gibt es Hass zwischen Mazedoniern und Albanern. Mein Freund, der Oppositionsfüher heisst Zoran Zaev und ist Konkurrent von Nikola Gruevski. Er will die Macht für sich haben. Ich kann mit dir um 1000.- wetten, dass diese Tonaufnahmen gefaket wurden. Wenn Zaev an die Macht kommt, ist Mazedonien verloren! http://n
      9 3 Melden
    • Scenario 11.05.2015 09:12
      Highlight @DerMazedonier
      Du kannst noch viel, die Tatsachen kannst du aber nicht verändern. Hass seit 2001? Mein Lieber Freund, den Hass gab es schon lange vor 2001 zwischen den Ultranationalisten der beiden ethnischen Gruppen. Die normale Bevölkerung schert sich in der Regel nicht darum, ausser dieser Hass wird hoch sterilisiert, wie vor 14 Jahren und wie jetzt wieder. Gruevski ist und bleibt ein kleiner mini Diktator.
      2 6 Melden
    • DerMazedonier 11.05.2015 10:35
      Highlight @Scenario
      Ist es nicht so, dass Gruevski sehr viel positives für dieses Land getan hat? Ich möchte mich nicht weiter mit dem Thema befassen, da ich in der Schweiz wohne und kein Recht habe, zu urteilen. Was ich sagen kann ist, dass wenn Mazedonien keine härteren Massnahmen ergreift, wird ein Teil Mazedoniens leider Gottes bald Albanisch sein.
      6 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2015 12:15
      Highlight Gruevski ist seit 2006 an allen Positionen mit seiner Partei an der macht. Langsam stilisiert er sich zum kleinen Diktator.
      1 3 Melden
    • DerMazedonier 11.05.2015 14:17
      Highlight @socialjustice
      Kannst du das auch begründen, wieso Gruevski ein Diktator sei?
      1 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2015 15:01
      Highlight Er ist sehr autoritär liess über 20'000 Personen im eigenen Land observieren. Mit seiner nationalistischen Partei "VMRO-DPMNE" sitzt er an allen Hebeln der Macht. Er lässt keine Volkszählungen durchführen, da er weiss, dass die Albaner sonst weitaus mehr ausmachen als nur 30% der Bevölkerung.
      1 3 Melden
    • DerMazedonier 11.05.2015 17:18
      Highlight @socialjustice
      Naja, 20'000 Menschen zu observieren ist immerhin besser als die halbe Welt auszuspionieren (NSA). Aber weisst du, mein Freund, was passieren würde wenn er eine Volkszählung durchführen würde und diese aus mazedonischer Sicht schlecht ausfallen würde? Es wäre das reinste Chaos. Es gäbe viele Tote. Die Strategie der Albaner ist es, einen westlichen Teil Mazedoniens zu erobern, indem viele Leute aus Albanien zuwandern und sich dann später schlecht behandelt fühlen, demonstrieren und sich für mehr Rechte der Albaner einsetzen. Mazedonien darf sich das nicht gefallen lassen. Wer schon mal in Skopje war, kann in der Altstadt sehen, dass überall albanische Flaggen hängen, albanische Musik läuft und das viele albanischen Produkte verkauft werden. Wieso kann ich das nicht in der Schweiz beobachten??
      3 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2015 18:56
      Highlight 1. Ich bin nicht Ihr "Freund". 2. Können sie noch so lange slawisch-mazedonische Propagandazeilen schreiben, diese prallen ab. Ich kenne den Balkan aufgrund meiner Herkunft, auf Grund des eigenen Interesse an der Herkunft meiner Eltern (albanisch-kroatisch), sowie meinem Geschichtsstudium mehr als genug. Diese Proganda und Ausnützung des Schwächeren durch die serbisch-mazedonische Politik funktioniert nur aufgrund der jahrhunderten alten Gegebenheiten, dass die Slawen in den Balkan einmarschiert sind aus den ukrainischen Karpaten. Selbst die Kroaten sagen sie wurden über die Jahrhunderte hinweg "slawisiert", waren aber früher angehörige des illyrischen Stammes Dalmatien. Und Mazedonier ist wahrlich keine Ethnie. Das Gruppenverständnis des Mazedoniers entstand erst anfang der 90er. Nicht einmal die offizielle serbische Politik annerkennt Mazedonier als eigenständige Ethnie. Auch der slawisch gemachte Begriff Mazedonien, stammt von der griechischen Provinz Makedonien. Und Skopje (alb. Shkup) war noch vor über 60 Jahren zu mind. 90% albanischstämmig bewohnt und Sie wollen mir was von ethnischer Vertreibung durch Albaner weismachen. Es ist schändlich für den ganzen Balkan, dass Slobodan Milosevic in Den Haag vor seinem Schuldspruch aufgrund der unfähigen Carla Del Ponte verstarb. Millionen von Menschen im Balkan wollten Gerechtigkeit sehen für ihr Leid. Doch die serbische Politik fühlt sich immer noch bestätigt in der ewigen Politik des Milosevic'schen System. Siehe heutiger Ministerpräsident Aleksander Vucic und Präsident Tomislav Nikolic.
      0 7 Melden
    • DerMazedonier 11.05.2015 19:47
      Highlight @socialjustice
      Achso, ich wusste nicht, dass Sie Albaner sind. Ich möchte keineswegs mit einem Menschen "befreundet" sein, der nur Unfug erzählt. Wie ich in den meisten albanischen Gruppen auf Facebook lesen kann, seit ihr ja regelrecht auf die Hilfe der USA angewiesen. Zitat: "Die mazedoner können nicht gewinnen 1.NATO 2. Amerika 3 Europa".
      Alleine könnt ihr es ja nicht lösen, oder?
      Die UCK greift an - Mazedonische Polizei/Armee wehrt sich - Mazedonier werden in den sozialen Medien aufs übelste beschimpft. Es wird sogar gedroht alle "abzustechen". Ich fürchte mich! Haha
      Wenn ihr einen Krieg wollt, dann bekommt ihr diesen...
      4 1 Melden
    • Babalu 11.05.2015 19:53
      Highlight Entspann dich, hier im Forum duzen sich die meisten. Leider muss ich sagen, dass deine Kredibilität durch Mamas und Papas Herkunft, Argumente nicht ersetzt. Was wäre die Gerechtigkeit für die vielen vertriebenen Roma durch die Kosovaren seit der Unabhängigkeit? Was für die Serben in Slawonien die durch HDZ-Faschisten vertrieben wurden? Jeder hat seine Optik und Mama und Papa haben dir da wohl nur die eine Seite erzählt. Sprich mal mit jemandem, der 4 Jahre während der Belagerung in Sarajevo verbracht hat. Dann wirst du sehen, dass es nicht so einfach ist mit Gerechtigkeit auf dem Balkan.
      6 1 Melden
  • Openyourmind 10.05.2015 17:02
    Highlight Die Geschichte wiederholt sich.... alles mit dem Ziel irgendwann die Grossalbanien zu erschaffen (Albanien, teile Serbiens, teile Mazedoniens, teile Montenegros).
    - Albaner provozieren Bürgerkriegähnliche Zustände in einem souverenem Staat
    - Werden dann von Polizei und Militär bekämpft
    - Albaner nutzen dann die Medien um zu zeigen wie schlimm die unterdrückt werden
    - bekommen dann die Unterstützung von EU und USA und deklarieren in einem Gebiet die Unabhängigkeit
    - teile EU und auch andere Länder wie CH sind dann überfordert anerkennen deshalb bald die Tatsachen
    Dabei gibt es kein Staat auf dem Balkan der korrupter und krimineller ist als Albanien (gefolgt vom Drogenparadise Kosovo "made&supported by CIA").
    46 54 Melden
    • Abel Emini 10.05.2015 18:03
      Highlight Ich glaube es ist unser Recht unsere Gebiete zu vereinen.

      Freiheit und Gerechtigkeit für das albanisch Volk!
      39 77 Melden
    • Monachus 10.05.2015 18:11
      Highlight Mazedonien ist nicht albanisches Gebiet, nur so im Fall... Na ja, vielleicht sollte ich eher "noch nicht" sagen.
      23 13 Melden
    • Hans Jürg 10.05.2015 18:24
      Highlight Und auf welches Recht genau berufst du dich denn?
      27 5 Melden
    • Babalu 10.05.2015 18:33
      Highlight @ Abel: das ist Nazi-Logik, was du da ,whs. von den Eltern eingetrichtert, nachplapperst.
      Übriges ist Kumanovo nicht, wie im Artikel geschrieben, mehrheitlich von Albanern bewohnt, die machen weniger als 30 Prozent der Bevölkerung dort aus.
      Was ist also mit der Freiheit und der Gerechtigkeit für die Anderen?
      35 9 Melden
    • Machine Gun Kelly 10.05.2015 18:48
      Highlight Tatsache! Erst provozieren, dann als Opfer darstellen, Unterstützung vom Westen erhalten (alleine können sie es anscheinend nicht) und dann als stolze Albaner feiern. Siehe 1999 in Kosovo (Serbien) und 2001 in Mazedonien. Wird Zeit, dass es der Westen auch endlich einsieht.
      28 13 Melden
    • goschi 10.05.2015 19:03
      Highlight Auf Kosten anderer Staaten?
      Nein, dieses Recht gibt es so nicht einfach.
      18 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.05.2015 19:32
      Highlight Monatlich verlassen 80'000 den unabhängigen Staat Kosovo. Wieso? Kosovo und Albanien sind failed states, das ist ein Fakt. In allen ehemaligen Teilrepubliken Ex-Yu näheren sich ehemals verfeindete Ethnien wieder an, nur in Montenegro, Mazedonien und Serbien kommt es immer wieder zum Aufflammen nationalistischer, grossalbanischer Aufständen, trotz weitreichender Autonomie der Albaner. Es ist schlichtweg kein funktionierendes Modell aus einer extrem hohen Geburtenrate das Recht auf einen eigenen Staat ableiten zu wollen und gleichzeitig nicht Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit zu akzeptieren.
      41 6 Melden
    • Scenario 10.05.2015 20:08
      Highlight Lieber Openyourmind
      für einen solchen Nickname hast du eine ziemlich einseitige Sichtweise.
      - Ich würde mich nicht wundern, wenn diese Auseinandersetzungen vom derzeitigen Ministerpräsident
      - Seit kurzem gehen die Menschen, Mazedonier und Albaner gegen eine der korruptesten Regierungen der Welt auf die Strassen
      - Seit ca. 1.5 Monaten werden von der Opposition, getürkte Gerichtsverhandlungen, Ausschalten von unliebsamen Konkurrenten, Korruption und Vetternwirtschaft veröffentlicht.
      > Da ist es nicht verwunderlich, wenn die Aufmerksamkeit mal schnell auf die "Albaner Terreroristen" gelenkt wird.
      17 10 Melden
    • Scenario 10.05.2015 20:14
      Highlight hier ein sehr treffender Artikel vom Tagesanzeiger, der die Situation in Mazedonien ziemlich genau beschreibt: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Mysterioeser-Terror-in-Mazedonien/story/17631416
      14 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.05.2015 20:31
      Highlight Scenario, der Artikel ist von einem gebürtigen Albaner geschrieben. Ich finde das sollte auch erwähnt sein.
      21 11 Melden
    • Openyourmind 10.05.2015 21:54
      Highlight Scenario... Der vom kosovarischem Author geschriebenes "Szenario" ist sehr plausibel. Zu plausibel.... Was seit Jahren fehlt ist eine öffentliche und dauerhafte Distanzierung beider Regierungen (Albanien und Kosovo) zu Thema Grossalbanien! Stattdessen wird einzig "Ende der Gewalt an ethnischen Albanern" verlangt. Solange das so ist, wird das Gebiet nie zur Ruhe kommen.
      6 1 Melden
    • Scenario 10.05.2015 22:06
      Highlight @Mirzo
      Stimmt ja, das passt dir wohl nicht. Dann hier bitte von einem nicht-Alabaner http://www.nzz.ch/international/europa/gewaltausbruch-in-mazedonien-1.18539670

      Wer sich in den vergangenen Monaten mit dieser Thematik beschäftigt hat, wird wohl eher eine differenziertere Meinung haben, als die Albanerschellte in den Kommentaren hier.
      0 6 Melden
    • thompson 10.05.2015 22:39
      Highlight Euer Recht? Ich sehe ja,was aus dem Kosovo geworden ist... "Stolze" Kosovo Albaner die in Belgrad für einen serbischen Pass betteln gehen um bessere Chancen in Europa zu haben. Wollt ihr auch noch Mazedonien zerstören?
      11 2 Melden
    • Amanaparts 10.05.2015 23:04
      Highlight Mirzo, Ich will ja nicht sagen, dass du es mit der Wahrheit nicht so genau nimmst, aber: Gemäss Wikipedia hat der Kosovo 1,8Mio. Einwohner. Nach deiner Logik wäre der Staat in 22,5Monaten unbewohnt. Über all nähern sich verfeindete Ethnien an? hmmm... Schon mal was von Bosnien und der Republik Srpska gehört? Region Vojvodina? Namensstreit Griechenland-Makedonien? Im Balkan ist vieles noch nicht geklärt und der "Mythos Grossalbanien" ist nur eines von vielen Themen. Aber hey, für dich ist das ja kein Problem. Wer muss sich schon informieren, wenn man einfach mal was beaupten kann.
      1 5 Melden
    • Abel Emini 11.05.2015 01:01
      Highlight Hallo wie andere Staaten?!

      Lest dazu selber
      http://de.wikipedia.org/wiki/Londoner_Vertrag_%281913%29

      Die internationale Gemeinschaft soll diesen Vertrag ungültig erklären und den Menschen in diesen Gebieten ihr Recht auf Selbstbestimmung, Freiheit und Demokratie zurückgeben!
      1 10 Melden
    • bleezl 11.05.2015 03:50
      Highlight @mirzo
      Man muss die Geschichte ein wenig kennen bevor man einfach Behauptungen ausspricht. Eine hohe Geburtenrate? Geschichtlich betrachtet waren die Albaner schon vor den Slawen auf dem Balkan. Dementsprechend stelle ich die Frage, woher sich die Slawen das recht nehmen eine Volksgruppe einem Staat einzuverleiben dem sie nichht angehören wollen?
      2 10 Melden

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