Naher Osten
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Geplante Pufferzone

Amnesty kritisiert Ägypten für Zwangsräumungen auf dem Sinai scharf

Amnesty International hat Ägypten für die Zerstörung hunderter Häuser und Zwangsräumungen an der Grenze zum Gazastreifen scharf kritisiert. Die ägyptischen Behörden müssten dieses «willkürliche» Vorgehen in Rafah im Norden des Sinai sofort beenden.

epa04477685 Egyptian women walk through rubble of houses which were destroyed by Egyptian security forces near the border with the Gaza Strip, in Rafah, Egypt, 05 November 2014. Egyptian authorities have evacauted and demolished over 800 houses belonging to 1,165 families in North Sinai along the border with the Palestinian Gaza Strip in order to create a security buffer zone.  EPA/STR EGYPT OUT

Von der ägyptischen Armee zerstört: Häuser in Rafah. Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Ägypten ignoriere und verletze damit internationale Sicherheitsvorgaben, teilte die Menschenrechtsorganisation mit. Kairo hatte nach einem schweren Anschlag auf ägyptische Soldaten mit 30 Toten Ende Oktober entschieden, an der Grenze zum Gazastreifen eine Pufferzone einzurichten.

A Palestinian man returning to Gaza waves as he sits in a car at the Rafah border crossing between Egypt and southern Gaza Strip November 27, 2014. Egypt opened the Rafah border crossing on Wednesday to allow thousands of stranded Palestinians to return to Gaza but the frontier will remain closed to traffic going the other way, Palestinian and Egyptian border officials said.  REUTERS/Ibraheem Abu Mustafa (GAZA - Tags: POLITICS SOCIETY IMMIGRATION)

Adieu Rafah: Palästinenser auf dem Weg in den Gazastreifen. Bild: IBRAHEEM ABU MUSTAFA/REUTERS

Dazu begannen die Behörden damit, insgesamt 800 Häuser abzureissen und etwa 1100 Familien zwangsumzusiedeln. Die Zone soll 13,5 Kilometer lang und einen halben Kilometer breit sein. Ägypten beschuldigt die im Gazastreifen herrschende palästinensische Hamas-Bewegung, in Angriffe auf dem Sinai verwickelt zu sein.

Smoke rises as a house is blown up during a military operation by Egyptian security forces in the Egyptian city of Rafah, near the border with southern Gaza Strip November 6, 2014. At Egypt's border with the Gaza Strip, families are emptying their homes - lugging mattresses and furniture onto waiting vans as soldiers look on from armoured cars. In nine villages along the frontier, 680 houses - homes to 1,165 families - are being razed to seal off smugglers' tunnels and try to crush a militant insurgency in northern Sinai that has intensified since the army overthrew President Mohamed Mursi of the Muslim Brotherhood 16 months ago. REUTERS/Ibraheem Abu Mustafa (GAZA - Tags: POLITICS CIVIL UNREST TPX IMAGES OF THE DAY)

800 Häuser werden abgerissen. Bild: IBRAHEEM ABU MUSTAFA/REUTERS

Amnesty kritisierte, die Behörden missachteten bei ihrem Vorgehen grundsätzliche Regeln - nämlich die Konsultation der Anwohner, ausreichend frühe Ankündigungen sowie adäquate Schadenersatzleistungen und alternative Wohnungen.

Palestinians arrive from Egypt through the Rafah border crossing into Gaza in the southern Gaza Strip, Wednesday, Nov. 26, 2014. Egyptian authorities temporarily re-opened the border crossing with the Gaza Strip on Wednesday to allow Palestinians stranded outside the territory to return home, officials said. (AP Photo/Adel Hana)

1100 Familien werden umgesiedelt. Bild: Adel Hana/AP/KEYSTONE

«Damit sind die Zwangsräumungen rechtswidrig», erklärte Amnesty. Ägypten hingegen sieht in der Pufferzone eine «wichtige» Massnahme für die Sicherheit des eigenen Landes und der gesamten Region. (kad/sda/afp)



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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 28.11.2014 15:58
    Highlight Highlight Der Libanon ist das nächste Land des Nahen Ostens, indem die Spannungen zwischen Staat und militanten islamistischen Bewegungen das Land in den Kollaps treiben werden. Von 22 Millionen Syrern sind gegenwärtig die hälfte auf der Flucht.
    6 Millionen innerhalb Syriens und knapp 4 Millionen ausserhalb.
    Der Libanon hat zwar nur 4,2 Millionen Einwohner. Wenn dort die Situation aber weiter eskaliert, wird es nicht nur libanesische Flüchtlinge geben, sondern auch Hunderttausende von Syrern, die in den Libanon geflüchtet sind, werden sich erneut auf den Weg machen müssen. Dann allerdings gen Europa!

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