Russland

Einreise- und Vermögenssperren

Bern verschärft Sanktionen gegen Russland und Syrien

05.08.14, 09:46 05.08.14, 11:29

Nach der Verschärfung der Sanktionen von USA und Europäischer Union gegen Russland als Reaktion auf die Ukraine-Krise verschärft auch die Schweiz ihre Massnahmen. Sie verbietet Finanzgesellschaften, mit weiteren 26 Personen und 18 Unternehmen neue Geschäftsbeziehungen einzugehen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Dienstag mitteilte.

Von der Massnahme sind vor allem Russen betroffen. Die Massnahmen treten am Dienstag um 18 Uhr in Kraft. Der Bundesrat hat die Sanktionen der EU wegen der Krise in der Ukraine nicht übernommen, will aber deren Umgehung verhindern und erliess deshalb am 2. April eine Verordnung über «Massnahmen zur Vermeidung der Umgehung internationaler Sanktionen».

Sperren gegen zwölf syrische Minister

Die Schweiz verschärft auch ihre Sanktionen gegen die syrische Regierung. Am Dienstag traten Ein- und Durchreiseverbote sowie Vermögenssperren für zwölf syrische Minister in Kraft, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mitteilte. Die Minister seien als Teil der Regierung verantwortlich gegen die gewalttätige Unterdrückung der Zivilbevölkerung, schreibt das SECO als Begründung der Sanktionen.

Die Europäische Union beschloss bereits am 23. Juni Einreiseverbote und Kontensperrungen gegen die zwölf Minister. In Syrien herrscht ein Bürgerkrieg, der im März 2011 mit einem Volksaufstand gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad begann. Schätzungen zufolge starben bisher mehr als 170'000 Menschen in dem Konflikt. (whr/sda)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Russland «klaut» ganze Fabriken

Was der «weisse Konvoi» wirklich transportierte

Die Welt rätselt, was die 280 russischen Lastwagen im «weissen Konvoi» in die Ukraine transportierten. Auf den starken LKW befanden sich nur ein paar wenige Paletten mit Hilfsgütern. Tatsächlich holte sich Russland aber eine ganze Fabrik.

Sogar zweihundertprozentig regierungstreue Russen lachten lauthals heraus, als sie die Begründung der russischen Regierung hörten, warum jeder Kamaz-Lastwagen im so genannten «Hilfskonvoi» nur zwei, drei Paletten Hilfsgüter geladen hatte: «Die Kamaz-LKW konnten nicht vollständig beladen werden, um einen übermässigen Verschleiss der fabrikneuen Lastwagen zu vermeiden. Voll beladen wären die Kamaz-LKW zudem auf Bergstrassen zu langsam gefahren, um die Hilfsgüter …

Artikel lesen