Schweiz
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Bundespraesidentin Simonetta Sommaruga aeussert sich zur Durchsetzungsinitiative an einer Medienkonferenz in Bern am Dienstag, 22. Dezember 2015. Am 28. Februar 2016 stimmt das Volk ueber die Durchsetzungsinitiative der SVP ab. (KEYSTONE/Thomas Hodel)

Simonetta Sommaruga spricht sich am Dienstagmorgen gegen die Durchsetzungsinitiative aus.
Bild: KEYSTONE

Bundesrat empfiehlt ein «Nein» zur Durchsetzungs-Initiative: «Sie isch uf guet Bärndütsch es Gschtürm»

22.12.15, 09:56 04.01.16, 16:43

Nach Ansicht des Bundesrats bricht die Durchsetzungsinitiative der SVP die Grundregeln der Demokratie. Sie umgehe das Parlament und schränke die Gerichte ein, sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Dienstag vor den Bundeshausmedien.

Es sei Aufgabe des Gesetzgebers, angenommene Initiativen umzusetzen. Diesen Auftrag habe das Parlament inzwischen erfüllt, sagte Sommaruga. Schon zwei Jahre nach Annahme ihrer Ausschaffungsinitiative hatte die SVP jedoch die Durchsetzungsinitiative eingereicht, weil es ihrer Meinung nach mit der Umsetzung nicht rasch genug voranging.

«Diese Initiative ist unmenschlich, sie behandelt Ausländer als Menschen zweiter Klasse», so Sommaruga. Auf Mundart fügt die Justizministerin an: «Die Initiative isch uf guet Bärndütsch es Gschtürm.»

Über diese wird nun am 28. Februar 2016 abgestimmt. Bei einer Annahme wäre das Volksbegehren direkt anwendbar, brauchte also nicht mehr in ein Gesetz gefasst werden. Mit dem Ausschaffungs-Automatismus entfällt auch die zentrale Aufgabe der Gerichte, ein dem Einzelfall angemessenes Urteil zu fällen.

Ueli Maurers Zähneknirschen

Das Parlament empfiehlt die Durchsetzungsinitiative zur Ablehnung. Der Bundesrat muss diesen Entscheid öffentlich vertreten – und zwar geschlossen. Im Fall der SVP-Initiative scheint es Bundesrat Ueli Maurer aber nicht leicht zu fallen, sich an die Kollegialität zu halten. Er habe Mühe, wenn man die Bevölkerung kritisiere wegen Initiativen, die nicht auf der eigenen Linie lägen, sagte der Verteidigungsminister. Nun müsse das Volk über die Durchsetzungsinitiative entscheiden. Diese Volksrechte seien wichtig. (sda)

Plakate zur Ausschaffungsinitiative stehen am Freitag, 12. November 2010, in einer verschneiten Wiese in Davos-Laret. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Die Ausschaffungsinitiative sei bereits umgesetzt, sagt der Bundesrat.
Bild: KEYSTONE

Damit setze sich die Durchsetzungsinitiative über bewährte Abläufe der Demokratie hinweg und stelle den Rechtsstaat in Frage, sagte Sommaruga. Das Volk werde so zum Gesetzgeber und auch gleich zum Gericht, was einen Bruch der Gewaltenteilung darstelle.

Unsicherheit belastet Wirtschaft

Die Bundespräsidentin warnte auch vor zusätzlichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Sie erinnerte daran, dass die Durchsetzungsinitiative im Konflikt steht mit dem Freizügigkeitsabkommen mit der EU. Das werde das ohnehin angespannte Verhältnis mit Brüssel weiter erschweren.

Das ist allerdings auch bei der vom Parlament verabschiedeten Umsetzung der Ausschaffungsinitiative nicht ganz ausgeschlossen. Vorgesehen sind automatische Ausschaffungen bei schweren Delikten, wobei die Gerichte dank einer Härtefallklausel die besondere Situation jener Ausländerinnen und Ausländer berücksichtigen können, die in der Schweiz geboren sind.

Die Initianten der Durchsetzungsinitiative wollen auch mit diesen rigoros verfahren. Im Wiederholungsfall würden schon Bagatelldelikte für eine Ausschaffung ausreichen. Gemäss Berechnungen des Bundesamts für Statistik würden mit der Umsetzungsvarianten des Parlaments jährlich knapp 4000 Personen des Landes verwiesen, bei Annahme der Durchsetzungsinitiative wären es rüber 10'000.

Diese Zahlen seien jedoch mit grossen Unsicherheiten behaftet, sagte Martin Dumermuth, Direktor des Bundesamts für Justiz. «Was die Gerichte entscheiden, kann heute nicht prognostiziert werden». Das Bundesgericht hatte schon 2012 angekündigt, sich unter Umständen über einen Automatismus hinwegzusetzen. (sda/cma)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Humbolt 22.12.2015 17:03
    Highlight Das Missbrauchspotential mit solch einem Gesetz wäre enorm! Passt mir mein ausländischer Nachbar nicht, suche (oder nötigenfalls erfinde) ich ein paar Beweise und schwups, schon ist eine Familie zerstört. WTF!
    12 5 Melden
  • Robert K. 22.12.2015 15:34
    Highlight Die Schweiz steht für Rechtstaatlichkeit, diese ist ein zentrales Element unserer Demokratie; und muss deshalb unbedingt verteidigt werden. Die Hetzerei der SVP muss an der Urne eine Abfuhr erteilt werden, jetzt.
    27 5 Melden
  • Lowend 22.12.2015 15:08
    Highlight Kann sich ein Land, dass 25% seiner Bewohner kein Stimmrecht gibt und dass eine Zweiklassenjustiz errichten will, welche den gleichen 25% unserer Mitmenschen viel schärfer Strafen gibt, als den "Ureinwohnern", kann sich so ein Land wirklich noch als Demokratie und als Rechtsstaat bezeichnen? Wenn diese Hassinitiative angenommen wird, verabschiedet sich unser Land direkt in eine totalitäre Tyrannei des Volkes, welche sogar den Südafrikanischen Apartheidsstaat an Ungerechtigkeit und Willkür in den Schatten stellen würde und man nur auf das Erscheinen eines eidgenössischen Mandelas hoffen könnte!
    30 11 Melden
    • atomschlaf 22.12.2015 15:28
      Highlight @Lowend: Jetzt übertreib' mal nicht. Dass man Ausländer nach schweren(!) Straftaten ausweist ist angemessen und das machen viele andere Länder auch so. Auch dass Ausländer kein Stimm- und Wahlrecht haben ist der Normalfall.
      Was aber ganz klar nicht geht, sind Ausweisungen wegen Lappalien wie sie teilweise in der Durchsetzungsinitiative vorgesehen sind. Daher bleibt nur ein klares Nein.
      16 12 Melden
    • Lowend 22.12.2015 15:46
      Highlight AUTOMATISCH ausweist, müssen Sie sagen, was einer Entmachtung der Richter gleichkommt und wenn schon müsste da dann auch z.B. Steuerhinterziehung und Steuerbetrug als Ausweisungsgrund drin stehen, aber wie wir wissen liebt und hätschelt die SVP solche schwerkriminelle ausländische Finanzverbrecher. Dass Sie aber ein Nein empfehlen, weil auch Bagatelldelikte betroffen sind, finde ich sehr gut und hoffentlich gibt es noch mehr denkende Menschen wie Sie im Lager der Rechtsnationalen!
      17 6 Melden
  • ferox77 22.12.2015 13:05
    Highlight «Diese Initiative ist unmenschlich, sie behandelt Ausländer als Menschen zweiter Klasse»
    Konkret: Diese Initiative ist unmenschlich, sie behandelt kriminelle Ausländer als Menschen zweiter Klasse.

    Damit müssen kriminelle Migranten halt leben lernen, und das weltweit!
    Der Grossteil der Migranten hat offenbar weiterhin keine Mühe sich an die Regeln des Gastgebers zu halten.
    Auf die Anderen kann daher jederzeit verzichtet werden.
    24 44 Melden
    • icarius 22.12.2015 13:30
      Highlight Und dürfen wir in Zukunft auch kriminelle Schweizer abschieben? Oder gelten andere Regeln wenn die Gastgeber gegen die Hausregeln verstossen?
      37 11 Melden
    • Anam.Cara 22.12.2015 13:42
      Highlight @ferox77: Ein Rechtsstaat sollte beim Strafmaas fair bleiben. Die Initiative geht für mein Rechtsempfinden viel zu weit.

      Und das ist ja nicht der einzige Makel an diesem Vorhaben. Das Aushebeln des Parlaments und die Einschränkung für Gerichte jagen mir einen kalten Schauer über den Rücken.
      Mit ein paar bösen Hintergedanken könnte man auf die Idee kommen, dass da jemand die legale Abschaffung der Demokratie testet...
      37 6 Melden
    • atomschlaf 22.12.2015 13:57
      Highlight @Anam.Cara: Grundsätzlich einverstanden. Als man jedoch im Strassenverkehrsgesetz die Gerichte entmachtet hat, zuerst mit dem Kaskadensystem und dann mit dem "Raser"-Artikel, hat kein Hahn danach gekräht und Mitte, Links und Grün haben begeistert zugestimmt.
      Doppelmoral?
      12 8 Melden
    • Anam.Cara 22.12.2015 15:03
      Highlight @atomschlaf: Nein.
      Ich bin klar für die Gewaltentrennung, weil sie Sinn macht und weil sie sich bewährt hat.

      Bei den Strassenverkehrsgesetzen habe ich übrigens noch nicht auf Watson kommentiert ;)
      6 2 Melden
    • atomschlaf 22.12.2015 15:22
      Highlight @Anam.Cara: Ich habe natürlich auch nicht Dich persönlich gemeint. ;-)
      War eine allgemeine Anmerkung bzw. Frage.
      4 1 Melden
    • atomschlaf 22.12.2015 15:32
      Highlight @icarius: Natürlich gelten diesbezüglich für eigene Staatsbürger andere Regeln. Sehr viele (alle?) Länder sehen die Möglichkeit vor, straffällige Nichtbürger auszuweisen. Das ist aber hier nicht das Problem.
      Das Problem mit der Initiative ist, dass sie viele Straftaten umfasst bei deinen eine Ausweisung völlig unverhältnismässig wäre und dass Sie den Gerichten jeglichen Ermessensspielraum wegnimmt!
      9 2 Melden
  • atomschlaf 22.12.2015 12:29
    Highlight Auch wenn ich grundsätzlich für eine harte Linie gegenüber (schwer) kriminellen Ausländern bin - diese Initiative geht viel zu weit! Ausweisungen wegen nicht definierter Gummibegriffe wie "Sozialmissbrauch" oder Lappalien wie Pornographie oder Betäubungsmittelbesitz wären völlig unverhältnismässig.
    Nein, Nein und nochmals NEIN!

    Wer's nicht glaubt, soll sich mal den Deliktskatalog zu Gemüte führen:
    https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/abstimmungen/20160228/attuazione.html
    45 11 Melden
    • Dewar 22.12.2015 13:12
      Highlight Danke, da sind wir mal gleicher Meinung. Auch wenn ich persönlich Ausschaffungen fast immer problematisch finde, kann ich das Anliegen, kriminelle Ausländer des Landes zu verweisen, verstehen.
      Dazu ist es aber die bestehende Gesetzgebung ausreichend.
      Ich habe mir den Katalog dank Ihrem Link jetzt noch einmal durchgelesen, echt schockierend und überhaupt nicht zu vergleichen mit der ursprünglichen ASI.
      28 5 Melden
    • Lumpirr01 22.12.2015 13:15
      Highlight Einverstanden! Vorallem eine Ausschaffung wegen Art. 197 Ziff. 3 StGB geht viel zu weit!
      13 2 Melden
  • Jaklar 22.12.2015 12:21
    Highlight Mir ist nicht klar wieso ein ausländer der zweimal zu schnell gefahren ist ausgeschaft wird und ein schweizer der 10 mal zu schnell gefahren ist blos eine busse bekommt.
    Das ist doch nicht fair?
    Und für was braucht es denn noch richter. Das könnten ja die leute gerade selbst erledigen.
    Kommt mir vor wie damals bei den juden. Die wurden auch wegen nichts vergast. Da wurde auch einfach das gesetz ausgehebelt und das volk auf die angeblich bösen gehetzt. Haben wir denn gar nichts gelernt.
    Wenn das so weitergeht hier dann kann man wirklich nicht mehr stolz sein ein schweizer zu sein.
    45 19 Melden
    • atomschlaf 22.12.2015 12:31
      Highlight @Jaklar: Wie kommst Du darauf, dass Ausländer wegen Schnellfahrens ausgewiesen werden sollen? Ich finde nichts derartiges im Initiativtext. Oder habe ich was übersehen?
      18 9 Melden
    • Aspirin 22.12.2015 12:48
      Highlight @Atomschlaf: Ob nun wegen Zu-Schnell-Fahren oder nicht ist völlig egal. Hier werden diverse Prinzipien des Rechtsstaats (Gewaltentrennung, Rechtsgleichheit, etc.) ausgehebelt für eine Tyrannei der Mehrheit, und MENSCHEN, die hier geboren und aufgewachsen sind, wegen teilweise Bagatellen in Länder ausgeschafft, die sie nur aus ihren Ferien kennen...
      15 11 Melden
    • Law 22.12.2015 13:07
      Highlight Schweizer sind ja schon im Heimatland. Von mir aus können die Ausländer ja in ihrem Heimatland zu schnell fahren, aber nicht hier.
      13 22 Melden
    • Anam.Cara 22.12.2015 13:45
      Highlight @Law: Das war hoffentlich sarkastisch gemeint...?

      Niemand soll zu schnell fahren. Dafür gibt's ja die Tempolimiten. Und die gelten (genau wie das StGB) hoffentlich für alle im gleichen Mass.
      19 3 Melden
  • Ichholeuchalle 22.12.2015 12:03
    Highlight tja Leute, wer als kleinkarierter Bünzli nichts im Leben hat worauf er stolz sein kann,dann ist man halt zur Not stolz darauf ein xenophobes, rachsüchtiges A***hl**h zu sein. Secondos ausschaffen welche nie etwas anderes als die CH gesehen haben, Familien auseinander reissen, Tumulte provozieren und den zivilisatorischen Stand einer einstmals geistig gesunden Nation auf einen Schlag dem von Nord Korea anzupassen, sind die Sprache einer zutiefst von Minderwertigkeitskomplexen, und von Hass,-und Rachsucht getriebenen Gesellschaft.
    49 20 Melden
  • RichtigerSchweizer 22.12.2015 11:21
    Highlight Die Durchsetzungsinitative ist wieder nur so eine Weichei-Aktion von Warmduschern! Ich werde bald eine richtige Initiaive starten: "Echte Sicherheit vor Pädos, Ausländern und Schwulen". Dort wird dann verbindlich festgeschrieben, das kriminelle Ausländer direkt von der Polizei standesrechtlich erschossen werden müssen, wenn ihre Kinder straftaten begehen, wie z.B. bei Rot über die Ampel zu gehen. Das gleiche gillt dann natürlich auch für alle andern nicht echten Schweizer (=nicht SVP Wähler)
    58 21 Melden
    • Matthias Studer 22.12.2015 11:59
      Highlight Gib mal deinen echten Namen und Adresse an, dann kann ich sie anzeigen. Solche Menschen wie sie gehören bestraft. Ich bezweifle, dass das bei Ihnen was bringt, aber ein Versuch ist es wert.
      8 36 Melden
    • RichtigerSchweizer 22.12.2015 12:13
      Highlight Für alle, dies es nicht gemerkt haben: Es war ironisch gemeint.
      Allerdings überlege ich mir ernsthaft so eine Initiative anzukünden, um dem Volk aufzuzeigen wo das ganze noch hinführen kann, wenn wir so weitermachen, wie bisher. Ich kann mir vorstellen, dass eine Pressekonferenz, an welcher man so eine Initiative ankündigt gut besucht wäre. Vielleicht würde es ja mal die dringend benötige Diskussion über das Demokratieverständnis in unserer Gesellschaft anstossen.
      55 9 Melden
    • R&B 22.12.2015 13:03
      Highlight @RichtigerSchweizer: Bringt leider nichts. Ein Wutbürger bleibt ein Wutbürger. Seine Frustration ist derart hoch, dass er für rationale Argumente gar nicht empfänglich ist.
      Das wohl einzig Wirksame ist meiner Meinung nach, die Wahlmuffel zu mobilisieren, indem ihnen klar gemacht wird, dass deren Passivität zum Abbau des Rechtsstaates führen wird.
      16 3 Melden
    • Hackphresse 22.12.2015 13:12
      Highlight Hmm guter Ansatz!
      Für das Topping empfehle ich noch dass es nur noch einen Bundesrat gibt. Auf Lebenszeit. Inklusive Allmacht über jeden der sich innerhalb der Grenzen aufhält oder sich auch nur dahin verirrt.
      Dieser wird vom Volk gewählt. Aber nur von denen die bis 5 Generationen zurück Nachweisen können dass sich kein Ausländisches Blut in den Stammbaum gemischt hat. Beim zu wählenden ists aber egal woher er kommt, kann auch ein Eingewanderter sein der jetzt Milliardär ist.
      Und alle müssen sich gegenseitig mit AVE Bundesrat/Eidgenosse/etc. grüssen.
      12 4 Melden
    • Anam.Cara 22.12.2015 14:07
      Highlight @Hackfresse: im Geschichtsunterricht habe ich doch gelernt, dass dieses Szenario schon mal...

      Es gäbe da noch ein paar andere nette Ideen:

      Der Staat würde eine Kleiderordnung erlassen, damit der Shopping-stress wegfällt.

      Und die Regierung würde bestimmen, welche Art von Kultur unseren Geist fördern würde. Das ganze verdorbene, moderne Zeug wäre dann verboten.

      Und unsere Kinder würden in der Schule nur noch lernen, was die Regierung vorgibt. Da wär die Jugend glücklich, weil unbelastet vom ganzen "fremden" Zeug.

      Und nicht-Eidgenossen dürfte man gar nicht mehr grüssen.

      AVE Hackfresse.
      8 3 Melden
    • Hierundjetzt 22.12.2015 14:08
      Highlight Klar. Ironie. In über 300 Zeichen. Und nachgeschobener Erläuterung.
      6 4 Melden
    • Hackphresse 22.12.2015 14:32
      Highlight AVE Anam.Cara 😄
      4 2 Melden
  • Samy Kulturattentat D 22.12.2015 10:45
    Highlight Die Politik sollte ndlich mit dem SVP Kuschelkurs aufhören und die Dinge beim Namen nennen. Die SVP will ein Volksfaschismus einführen und die Demokratie beerdigen. Wehret den Anfängen!
    101 32 Melden
    • R&B 22.12.2015 12:58
      Highlight Ja. Ich verstehe auch nicht, warum hier Politiker anderer Parteien (ausser glaub GLP oder BDP) die SVP nicht endlich als braune Partei entblössen.
      21 5 Melden
  • Humbolt 22.12.2015 10:42
    Highlight Ich habe keine Sorge, dass das durchkommen könnte. Bei aller Propaganda und Polemik dafür wird sich keine Mehrheit finden. Vor allem nicht nach der Annahme der MEI. Jetzt sollte auch der grösste Wahlmuffel wissen, dass es seine Stimme braucht. Ich bin überzeugt es lassen sich viel mehr Leute gegen diese Initiative, als für sie mobilisieren.
    30 26 Melden
    • R&B 22.12.2015 12:56
      Highlight Ich hoffe, Sie haben Recht.
      15 2 Melden
    • Baba 22.12.2015 13:26
      Highlight Ihre Hoffnung in Ehren, aber seit der angenommenen Minarettinitiative traue ich den stimmenden Schweizerinnen und Schweizer alles zu...

      Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ;-).
      16 2 Melden
    • Humbolt 22.12.2015 14:01
      Highlight Meine Aussage beruht darauf, dass ich davon ausgehe die Initiativgegner werden nun auch etwas dagegen unternehmen. Konkret eben Leute zur Wahl mobilisieren, oder das Ausmass der Initiative der Bevölkerung erklären. Ich denke nicht, dass den Leuten die Bedeutung eines Ja klar ist. Wenn die Leute, die normalerweise so wählen einen Horizont hätten, der über den Chäsleib hinaus gehen würde, hätten wir das Debakel erst gar nicht.
      Wenn sie nur faul herumhocken, hilft auch das verzweifelste hoffen nicht. Von nichts kommt nichts.
      8 2 Melden
    • atomschlaf 22.12.2015 15:50
      Highlight @Baba: Der Vergleich mit der Minarettinitiative hinkt gewaltig. Diese stellt keinen Grundrechtseingriff dar, auch wenn dies immer wieder behauptet wird. Zur Ausübung des moslemischen Glaubens braucht eine Moschee kein Minarett. Es gibt in der Schweiz Dutzende oder gar Hunderte von Moscheen und nur eine Handvoll davon hat ein Minarett.
      Trotzdem sollte man diese Initiative nicht auf die leichte Schulter nehmen und sie mit allen Mitteln bekämpfen!
      2 2 Melden
    • atomschlaf 22.12.2015 17:25
      Highlight @Humboldt: Ich habe sehr wohl Sorge, dass diese Initiative angenommen werden könnte und zwar gleich aus mehreren Gründen:
      - So wie es bisher aussieht, wird sie nur halbherzig bekämpft. Insbesondere, dass economiesuisse bzw. die Wirtschaft keine grosse Gegenkampagne führen, ist mir unverständlich.
      - Die Ausschaffungsinitiative wurde auch schon angenommen. Zwar relativ knapp, aber mit deutlichem Ständemehr.
      - Ich befürchte, dass etliche Dummköpfe aus Frust über die lasche Flüchtlingspolitik und die schleppende Umsetzung der MEI aus Protest Ja stimmen werden.
      3 1 Melden
    • Humbolt 28.02.2016 13:42
      Highlight Habe extra nach diesem Artikel gesucht gehabt um an die ungewisse Zeit zu erinnern.
      Glücklicherweise wurde doch eine Mobilisation gestartet. Das zeigt mir, dass wir es können, wenn wir es wollen.
      Die SVP ist das eine, das andere sind die Leute, die es geschehen lassen, oder eben nicht!
      Schönen Sonntag allerseits!
      2 0 Melden
  • Nosgar 22.12.2015 10:41
    Highlight Wie bereits im anderen Bericht angetönt, halte ich nichts davon, dass auch kleine Delikte davon erfasst werden. Aber für die schwerwiegenderen Delikte ist es nichts als richtig, dass eine Ausweisung erfolgt. Jahrelang wurde die Ausländerkriminalität von der Politik ignoriert. Die Durchsetzungsinitiative – die klar angenommen werden wird – ist nun das Resultat dieser Politik.
    41 35 Melden
    • Sapere Aude 22.12.2015 10:56
      Highlight "Aber für die schwerwiegenderen Delikte ist es nichts als richtig, dass eine Ausweisung erfolgt." Was bereits vor der Umsetzung der Ausschaffungsinitiative möglich war. Seit dem 8. Oktober ist diese umgesetzt und geltendes Recht, nicht einmal die SVP hat das Referendum dagegen ergriffen.
      49 8 Melden
    • Nosgar 22.12.2015 11:27
      Highlight "Möglich war". Genau hier liegt das Problem.
      14 15 Melden
    • R&B 22.12.2015 12:56
      Highlight @Jaing: all diese bösen Politiker wieder...
      9 2 Melden
  • Caprice 22.12.2015 10:18
    Highlight "Gschtürm" wäre ja noch harmlos. Sie ist eine Demontage unseres Rechtsstaates!
    94 27 Melden
    • R&B 22.12.2015 12:55
      Highlight Allerdings!
      Irgendwann wird Blocher und seine komischen Gspänli realisieren: "Die Geister, die ich rief..."
      10 4 Melden
    • Anam.Cara 22.12.2015 14:14
      Highlight @DenkeZuerst: keine Angst, die sind clever genug, die Folgen ihres Kurses vorauszusehen...
      5 2 Melden
    • R&B 22.12.2015 16:03
      Highlight @ Anam.Cara: Habe ich auch einmal gedacht. Vor einigen Tagen hat jemand hier ein Gedankenspiel gemacht, das nicht ohne ist:
      Wenn die Bilateralen nun tatsächlich gekündigt werden, weil die SVP weiter stämpfelet, würde die Schweiz in eine tiefe Wirtschaftskrise fallen. Einzige Lösung, aus dieser rauszukommen, ist ein EU-Beitritt.
      Daher denke ich, dass die SVP nicht ganz fertig denkt, am Schluss eine sehr peinliche Kehrtwende führt oder es wiederum schafft, alles die Kehrtwende den anderen zuzuschreiben.
      4 3 Melden

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