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Amherd auf Präsidialbesuch in Italien – die Themen für Treffen mit Papst

Über diese zwei heiklen Themen will Amherd mit dem Papst sprechen

03.05.2024, 19:1103.05.2024, 19:11
epa11316683 Italian Prime Minister Giorgia Meloni (R) and Swiss Federal President Viola Amherd during a welcome ceremony prior to their meeting at Chigi Palace in Rome, Italy, 03 May 2024. EPA/ANGELO  ...
Bundespräsidentin Viola Amherd mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Melonie in Italien.Bild: keystone

Bundespräsidentin Viola Amherd wird bei ihrem Präsidialbesuch in Italien am Samstag gegenüber Papst Franziskus die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche zur Sprache bringen. Am Freitag traf sie den italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella und Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

Bei den Gesprächen mit dem Papst und dem Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin – der Nummer Zwei im Kirchenstaat – werde das Thema Frieden ein zentrales Thema bilden, sagte Amherd am Freitagabend vor den Medien in Rom. Sie werde den Vatikan an die Einladung zur hochrangigen Ukraine-Friedenskonferenz im Juni auf dem Bürgenstock NW erinnern.

Beim Treffen im Vatikan werde sie auch die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche ansprechen, fuhr Amherd fort. Der Bundesrat erwarte von der Kirche eine effektive Missbrauchsbekämpfung und umfangreiche Präventionsmassnahmen.

Gleichberechtigung in der Kirche

Zudem bringe sie die Gleichberechtigung von Frau und Mann in der katholischen Kirche zur Sprache. Für die Menschen in der Schweiz sei die Gleichberechtigung Alltag, und es sei für sie nicht nachvollziehbar, dass Frauen von Kirchenämtern und -diensten ausgeschlossen seien und sich nicht an allen Entscheidungsprozessen beteiligen könnten, sagte die Bundespräsidentin.

Ein weiteres Thema wird die neue Kaserne für die päpstliche Schweizergarde bilden, die nicht der Vatikanstaat, sondern eine private Schweizer Stiftung baut. Der Vatikan leistet wie der Bund und verschiedene Kantone einen Beitrag. Von den für den Neubau nötigen 50 Millionen Franken fehlen noch 1,5 Millionen.

Am Montag nimmt Amherd wie bereits 2023 an der Verteidigung der neuen Rekruten der Schweizergarde teil. Diese findet immer am Jahrestag der Plünderung Roms, dem Sacco di Roma vom 6. Mai 1527, statt. Damals fielen 147 Schweizergardisten bei der Verteidigung von Papst Klemens VII.

Beim Treffen mit den italienischen Staatsspitzen in Rom besprach Amherd am Freitag die laufenden Verhandlungen mit der EU. Dabei unterstrich sie die Wichtigkeit der Unterstützung durch die Mitgliedsstaaten. Amherd überbrachte Meloni auch die Einladung an die Ukraine-Friedenskonferenz auf dem Bürgenstock. Die italienische Seite informierte die Bundespräsidentin über ihre Ziele beim G7-Vorsitz. (sda/lyn)

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