Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ein Dorf trauert um ein Kind: «Der Unfall macht traurig und machtlos»

Kurz vor Weihnachten kam es in Dürrenäsch AG zu einem tragischen Unfall. Ein einmonatiger Säugling ist dabei ums Leben gekommen. Das Dorf steht unter Schock.

28.12.16, 07:00 28.12.16, 07:41


Ein Dorf trauert nach einem Horror-Unfall. screenshot: telem1

Einen Tag vor Heiligabend kam es in Dürrenäsch zum tragischen Unfall, der das ganze Weihnachtsfest für das 1000-Seelendorf überschattete. Ein 34-jähriger Autofahrer ist bei einer Kreuzung kurz eingenickt und geriet mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn. Er fuhr aufs Trottoir und ungebremst in eine junge Mutter mit ihren beiden Kindern.

Das Auto erfasste die Familie und tötete ein Kind. bild: telem1

Beim Aufprall wurde die Familie weggeschleudert. Die Mutter trug ihren einmonatigen Säugling auf der Brust und hatte ihr 1-jähriges Kind im Kinderwagen dabei. Das Baby ist an Heiligabend an den Folgen seiner Verletzungen gestorben, die Mutter und das ältere Kind liegen immer noch im Spital.

Vier Tage nach dem Unglück sitzt der Schock in Dürrenäsch noch immer tief. Dorfbewohner haben am Unfallort Kerzen, Plüschtiere und Blumen niedergelegt. Die Familie sei im Ort fest verankert, gibt Andrea Kuzma-Frei, Gemeindeammann von Dürrenäsch, gegenüber Tele M1 zu verstehen. «Im Dorf kennt man die Familie sehr gut. Der Unfall macht traurig und machtlos, gerade auch, weil Kinder betroffen sind.»

Care Team betreut Einsatzkräfte

Eine andere Frau aus Dürrenäsch, die die Betroffenen ebenfalls gut kennt, sagt: «Sie waren eine so glückliche Familie. Sie hatten solche Freude an ihren Kindern. Es ist irgendwie unfassbar für alle.»

Für die Rettungskräfte war der Einsatz auch emotional Schwerstarbeit. bild: telem1

Nicht nur die Bewohner aus Dürrenäsch trauern um das verstorbene Kind und seine verletzten Familienmitglieder, sondern auch die Einsatzkräfte, die am 23. Dezember im Einsatz standen. Das Care Team musste auch Feuerwehrangehörige betreuen, die zu den ersten am Unfallort gehörten.

«Dürrenäsch ist ein kleines Dorf. Man kennt sich und natürlich auch die Betroffenen», weiss  David Bürge, Verantwortlicher beim Care Team Aargau. Die Einsatzkräfte vor Ort hätten schreckliche Bilder gesehen, die es nun zu verarbeiten gilt. «Das ist ein schwieriger Prozess.»

Besonders tragisch für das Dorf: Auch der 34-jährige Unfallfahrer kommt aus Dürrenäsch. (az)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 28.12.2016 10:22
    Highlight Ist ja nicht zum aushalten... Wie begegnen sich Eltern und Fahrer nun im Landi?
    7 8 Melden
  • stamm 28.12.2016 07:59
    Highlight Ganz, ganz traurig. Ich hoffe, es kommt alles sogut, wie es nur irgendwie kommen kann! Herzliches Beileid den Betroffenen.
    73 0 Melden
    • Corahund 28.12.2016 10:57
      Highlight Das macht mich auch traurig, Dein Profilbild hättest Du aber ändern sollen. Wahrsch. war es nur Nachlässigkeit.
      1 24 Melden

Razzia in Aargauer Kulturzentrum: Ein Mann befragt und wieder frei gelassen

Knapp elf Monate nach den G20-Krawallen in Hamburg ist im Kanton Aargau ein Schweizer von den Behörden befragt und danach wieder auf freien Fuss gesetzt worden. In der Schweiz und drei weiteren EU-Staaten fanden am Dienstagmorgen Razzien statt.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg habe ein Rechtshilfeersuchen gestellt, teilte eine Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft nach der Befragung mit. Der Beschuldigte sei in Anwesenheit von zwei Polizeibeamten von der Staatsanwaltschaft Aargau befragt …

Artikel lesen