Schweiz
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HANDOUT - Die Ursache fuer die Kollision zwischen einem Zug und einem Auto in Sattel SZ vom Freitagabend, 9. Mai 2014, steht fest: Der Zug hat ein rotes Lichtsignal ueberfahren. Die Schranken des Bahnuebergangs waren offen. Der 58-jaehrige Autolenker wurde mittelschwer verletzt. Es werede nun abgeklaert, zu welchem Zeitpunkt die Wechselblinker am Uebergang einsetzten. Zug und Auto waren gegen 17.30 Uhr auf dem Bahnuebergang auf der Aegeristrasse in Sattel zusammengestossen. Der Automobilist zog sich mittelschwere Verletzungen zu und wurde im Auto eingeklemmt. Er musste von der Feuerwehr befreit werden. Die Lokomotive wurde beschaedigt und konnte erst kurz nach 22 Uhr weggefahren werden. Seit Samstagmorgen ist die Bahn wieder in Betrieb. (KANTONSPOLIZEI SCHWYZ) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Vermeidbare Unfälle bei Bahnübergängen: Neue Technologie könnte Lokführer rechtzeitig vor Bewegungen an diesen Stellen warnen.  Bild: KANTONSPOLIZEI SCHWYZ

Bestehende Alarm-Technologie veraltet

Neues Radarsystem soll Sicherheit an Bahnübergängen erhöhen

Ein neues Radarsystem soll die Sicherheit an Bahnübergängen erhöhen. Anders als bestehende Überwachungssysteme erkennt es auch Menschen und Tiere in Gleisnähe und warnt den Lokführer. Bis Ende Jahr will die SBB drei Übergänge auf den neuesten Stand der Technik bringen.

31.08.14, 13:31 31.08.14, 16:55

Auf dem SBB-Netz gibt es derzeit 55 Bahnübergänge, die über ein Überwachungssystem verfügen. Davon funktionieren 54 nach den beiden bestehenden Techniken, die nur metallische Gegenstände identifizieren können.

Das älteste Modell zur Raumüberwachung funktioniert mittels Schleifentechnik. Dabei werden Induktionsschleifen in den Strassenbelag gelegt, die auf Metall reagieren. 52 Übergänge sind damit ausgerüstet. Die Lichtschranken-Technik findet bei zwei Bahnübergängen Verwendung.

Drei Anlagen bis Ende Jahr

Das neue Radarsystem wird in einem Pilotprojekt bereits getestet. Die Vorteile seien offensichtlich: Das System arbeite zuverlässig und sei überall einsetzbar, erklärte SBB-Mediensprecherin Donatella Del Vecchio auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Allerdings ist der Radar teurer als die herkömmliche Technik.

Bis Ende Jahr will die SBB zwei weitere Systeme im Rheintal installieren. Die Anlagen sollen an kritischen Orten auf dem Schienennetz eingesetzt werden. Diese seien etwa durch Kriterien wie der Geschwindigkeit der Züge definiert, erklärt Del Vecchio.

Bahnübergänge sanierungsbedürftig

Daneben will die SBB alle noch nicht sanierten Bahnübergänge bis Ende Jahr sichern. Aktuell sind auf dem Normalspur-Netz der SBB zehn Übergänge ungesichert. Bei vier Übergängen könnten Einsprachen den Umbau bis Ende 2014 verhindern.

Dennoch versichert Del Vecchio: «Bis Anfang 2015 wird die SBB die notwendigen Massnahmen ergriffen haben, um das Risiko bei Bahnübergängen zu minimieren.» Als Möglichkeiten sieht die SBB auch Geschwindigkeitsreduktionen und vorübergehende Schliessungen vor. (sda)



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