Schweiz

Schweizerinnen und Schweizer schämen sich, arm zu sein. Bild: KEYSTONE

«Arme gelten als Schmarotzer. Das ist falsch»

530'000 Menschen in der Schweiz sind arm, 1,1 Millionen armutsgefährdet. Weshalb so viele Leute in unserem so reichen Land kein Geld haben, sagt Bettina Fredrich von Caritas im Interview. Ein Gespräch über alleinerziehende Mütter, Scham und die Rolle der Wirtschaft. 

07.12.16, 13:40 08.12.16, 06:25

530'000 Menschen in unserem Land sind arm. Das macht viele nachdenklich. Warum ist das Thema so emotional?
Bettina Fredrich:
Studien zeigen auf, dass die Schweiz Jahr für Jahr das reichste Land ist, das Land mit dem durchschnittlich grössten Vermögen pro Kopf. Aktuell sind es 570'000 Franken. Doch dieses Vermögen ist immer ungleicher verteilt. Über eine halbe Millionen Menschen besitzen gar nichts. Das empört viele Schweizerinnen und Schweizer.  

Gar nichts ist in der Schweiz halt nicht ganz gar nichts. Wie müssen wir uns arme Schweizer vorstellen?
Wer lediglich 2219 Franken pro Monat zur Verfügung hat, gilt bei uns als arm. Eine Familie mit zwei Kindern, die mit 4031 Franken auskommen muss, ebenfalls. Diese Menschen haben zwar ein Dach über dem Kopf und zu Essen, aber sie können nicht am öffentlichen Leben teilnehmen. Häufig leben sie in sozialer Isolation. 

Was bedeutet das?
Eine armutsbetroffene Familie kann beispielsweise nicht in die Ferien, die Kinder können kein Instrument lernen, nicht Pony reiten gehen und sie haben keine Bücher. Die Hobbies werden vom Portemonnaie bestimmt. Kinder armer Eltern trauen sich nicht, Freundinnen oder Freunde nach Hause zu nehmen, weil sie in einer kleinen Wohnung wohnen und kein eigenes Zimmer haben. Oder sie gehen an keine Geburtstage mehr, weil es kein Geld gibt für Geschenke. Bringt heute ein Kind an einen Kindergeburtstag etwas selber Gebasteltes mit, wird es schräg angeschaut. Es gibt viele Beispiele mehr. Die Armut in der Schweiz hat viele Gesichter. 

quelle: bundesamt für statistik 

Sieht man diesen Menschen ihre Armut an?
Armutsbetroffenen Menschen fehlt das Geld für den Zahnarzt. Also gehen sie nicht mehr hin. So verschleppen sie Bagatellen und werden ernsthaft krank. Dies wiederum hält sie langfristig von der Arbeit ab. Eventuell verlieren sie diese. Es sind häufig viele Faktoren, die Armut verursachen und verstärken. Schlechte Gesundheit, unsicherer Job, keine angemessene Wohnversorgung. Das führt zu Rückzug. 

Umfrage

2219 Franken pro Monat. Ist man damit wirklich arm?

  • Abstimmen

1,846 Votes zu: 2219 Franken pro Monat. Ist man damit wirklich arm?

  • 87%Sicher. Das reicht kaum für das Nötigste.
  • 13%Das muss reichen. Arm ist man erst, wenn man weniger als das hat.

Wohin ziehen sie sich zurück?
Viele Leute schämen sich für ihre Armut und versuchen sich zu verstecken. Bei uns heisst es, wer will, der ist nicht arm. Bei uns kann es jeder schaffen. Arme gelten oft als Schmarotzer. Doch das ist einfach nur falsch. Unsere Armut ist hausgemacht. Wir haben ein strukturelles Problem. 

«Heute ist es so, dass vor allem Männer, die 100 Prozent arbeiten, von Weiterbildungen profitieren. Frauen, die einen Teilzeit-Job haben, weil sie zum Beispiel alleinerziehend sind, ist das vergönnt.»

Inwiefern ein strukturelles Problem? 
Das grösste Armutsrisiko haben Menschen ohne nachobligatorische Bildung. Das sind Menschen, die sich nach der obligatorischen Schule irgendwie durchkämpfen, von Job zu Job hüpfen. Verlieren sie einen solchen Job, finden sie nur schwer einen neuen, weil sie keine Ausbildung haben. Hierzulande verschwinden immer mehr Jobs für Niedrigqualifizierte. Sie werden entweder in andere Länder ausgelagert, wo Arbeitskräfte billiger sind oder Maschinen übernehmen ihre Arbeiten. Wir müssen also bei der Bildung und der Qualifizierung der Menschen ansetzen. 

Bettina Fredrich, Leiterin Fachstelle Sozialpolitik bei der Caritas. bild: zvg

Aber die Schweiz hat doch eines der besten Bildungssysteme überhaupt.
Das stimmt in vielerlei Hinsicht. Mängel bestehen aber bei den Möglichkeiten zur Nachhol- und Weiterbildung. Hier muss die Schweiz investieren und zwar bei allen Arbeitnehmenden. Heute ist es so, dass vor allem Männer, die 100 Prozent arbeiten, von Weiterbildungen profitieren. Frauen, die einen Teilzeit-Job haben, weil sie zum Beispiel alleinerziehend sind, ist das vergönnt. Somit bleiben Niedrigqualifizierte oft arm. Das muss sich ändern. Hier ist auch die Wirtschaft gefordert.

Was erwarten Sie von der Wirtschaft?
Es braucht existenzsichernde Löhne und Investitionen in qualifizierende Weiterbildung. Das bedeutet, dass auch Arbeiternehmende mit weniger gut bezahlten Jobs von einer Firma weitergebildet werden müssen. Es muss für alle Angestellten eine Karriereplanung geben. 

Zahlreiche arme Menschen kaufen bei Caritas ein.  Bild: KEYSTONE

Die Unternehmen sollen das alles stemmen?
Nein. Es braucht das Engagement von allen Akteuren. Wir wissen heute, dass Ungleichheiten zwischen Kindern durch Kindergarten und Schule nicht wettgemacht werden können. Um die ungleichen Startchancen auszugleichen, braucht es frühe Förderung vor dem obligatorischen Kindergarten – zum Beispiel in Kitas. Für armutsbetroffene Familien ist das aber oft zu teuer. Deshalb werden Kinder, die in Armut aufwachsen, von wirksamen Massnahmen ausgeschlossen. Die Gefahr, dass sie selbst später armutsbetroffen sind, ist gross. Hier ist der Bund gehalten, die Kosten für die Kitas zu senken.

Das Wundermittel heisst schlicht Bildung? 
Bildung ist zentral, um Armut zu verhindern. Mit Bildung alleine schafft man die Armut aber nicht aus der Welt. Ob Menschen von Armut betroffen sind, hängt auch von den Möglichkeiten ab, Familie und Beruf zu vereinbaren. Zudem spielen die Kosten für das Wohnen und die Krankenkasse eine zentrale Rolle. 

quelle: bundesamt für statistik 

Die Wirtschaft macht zu wenig. Tun Politiker mehr?
Seit 2013 gibt es immerhin ein nationales Programm gegen die Bekämpfung von Armut in der Schweiz. Das ist gut. Auf kantonaler Ebene allerdings sieht es wesentlich schlechter aus. Weil man in der Vergangenheit grosszügig Steuern für Gutverdienende gesenkt hat, fehlt den Kantonen nun das Geld für eine wirksame Armutspolitik. Sie müssen sparen und tun dies auf dem Buckel der Ärmsten. Das muss korrigiert werden. Eine erste Weiche stellen wir, indem wir die Unternehmenssteuerreform III nicht annehmen. 

Defintion von Armut in der Schweiz

Als arm gelten Personen, die nicht über die finanziellen Mittel verfügen, um die für eine gesellschaftlich integriertes Leben notwendigen Güter und Dienstleistungen zu erwerben. Die Armutsgrenze besteht aus einem Pauschalbetrag für den Lebensunterhalt, den individuellen Lohnkosten sowie monatlich 100 Franken pro Erwachsener für weitere Auslagen. Im Jahr 2014 betrug sie durchschnittlich 2219 Franken pro Monat für eine Einzelperson und 4031 Franken pro Monat für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern. Die Armutsgrenze orientiert sich an den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS). (feb). 

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • thunder 08.12.2016 19:11
    Highlight Die wahren Schmarotzer sind die überbezahlten Angestellten in der Sozialindustrie! Hier müsste zuerst ausgemistet und die Hälfte augenblicklich abgebaut werden. Es kann doch nicht Aufgabe des Staates sein Kinotickets und Ferienreisen zu bezahlen. Der Staat soll das Überleben garantieren, und sonst nichts! Alles was darüber hinaus geht sollen private Vereine übernehmen. Die müssten dann halt mit dem auskommen was ihnen die willigen Bürger spenden.
    8 12 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 22:20
    Highlight Ich bin arm und neben mir erstickt Christoph Blocher nahezu an Reichtum. Dieser Chindlifrässer. Ich bin arm aus Bewusstsein. Wäre ich reicher, würde ich anderen wegfressen, was sie zum Leben brauchen. Stichwort: Raubtierkapitalismus. Aber das wird jetzt sofort zu Tode geblitzt. Wie so viele Mitmenschen.
    58 23 Melden
  • dracului 07.12.2016 22:10
    Highlight Schmarotzer sind in der Biologie Pflanzen oder Tiere, die „auf Kosten eines anderen - eines Wirts - leben“. Der eigentliche Parasit und Schmarotzer sind die Reichen, welche den Wirt (uns) immer schamloser aussaugen. Die Reichen/Unternehmer/Politiker tun gut daran, die Symbiose mit dem Wirt zu pflegen. Der obige Artikel zeigt, dass der Wirt kränkelt und sich keine Besserung abzeichnet. Es ist höchste Zeit, dass der Wirt wieder belebt wird! Ist der Wirt erst einmal tot, stirbt nämlich auch der Schmarotzer/Parasit!
    64 7 Melden
  • Benot 07.12.2016 20:57
    Highlight DIE WAHREN SCHMAROTZER in der Schweiz sind die Steuerhinterzieher (und bisweilen -optimierer).
    Man sollte unbedingt mehr Anreize zur Steuerehrlichkeit schaffen! Z.B. Steuerhinterziehung unter Strafe stellen, Bussen erhöhen, etc.

    Weitere Schmarotzer in der Schweiz sind Günstlinge unnötiger Staatsausgaben. An erster Stelle steht die Armee. Es handelt sich um eine reine Scheinopration mit rein virtuellen "Bedrohungen". Davon lebt ein Heer an Sicherheitsexperten, Berufsmilitärs, etc. ... auf Staatskosten.

    Das Stigma, Soz-Bezüger seien Schmarotzer, wird bewusst gefördert, um abzulenken.
    71 14 Melden
    • TobaFett 09.12.2016 17:55
      Highlight Viel Spass damit, dass in unserem Parlament durchzubringen. Und auf die Strasse getraut sich ja auch niemand mehr, aus Angst vor Konsequenzen für die "Karriere".
      5 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 20:53
    Highlight Arme, die hier aufgewachsen sind oder jahrelang hier gearbeitet haben und oft unverschuldet verarmt sind, sind bestimmt keine Schmarotzer. Sehr wohl aber jene, die in die Schweiz kommen und sich durchfüttern lassen, ohne je hier gearbeitet zu haben!
    37 46 Melden
    • meglo 08.12.2016 10:01
      Highlight Wer so vereinfacht, sollte sich eher 'smarter simpel' nennen.
      24 13 Melden
  • The Host 07.12.2016 20:06
    Highlight Spätestens wenn die Roboter immer mehr der Arbeit übernehmen, werden wir realisieren müssen, dass Wohlstand nicht an die wirtschaftliche Leistung des Einzelnen gebunden werden kann.
    57 5 Melden
  • #bringhansiback 07.12.2016 19:05
    Highlight Zitat: "Seit 2013 gibt es immerhin ein nationales Programm gegen die Bekämpfung von Armut in der Schweiz"

    Ein Programm das die Bekämpfung der Armut bekämpfen soll? Doppelte verneinung und so ;)
    28 1 Melden
  • Echo der Zeit 07.12.2016 16:46
    Highlight «Arme gelten als Schmarotzer - Besonders in der SVP.
    117 22 Melden
  • x4253 07.12.2016 16:37
    Highlight Mit Fleiss lässt sich vieles kompensieren, aber eben beileibe nicht alles.
    Was viele vergessen: Arm seinist richtig teuer. Man bezahlt dies mit Zeit und seiner Gesundheit, und man lebt indirekt auf Kredit -> Billige Kleidung muss häufiger ersetzt werden. Billiges Essen führt unter Umständen zu Mangelernährung und gesundheitlichen Problemen-> Arztkosten
    Die Beschaffung von alltäglichem ist aufwändiger, da man nicht einfach so zu Migros/Coop gehen kann, sondern sich Aktionen heraussuchen muss, Preise vergleichen muss etc -> Zeit die anderswo wieder fehlt.
    114 7 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 15:02
    Highlight Neben Lohn und Rente, gibt es die zweite Säule der Pensionskasse, die zu unrecht gewirtschafteten Erträge, für jeden Bezüger gleich verteilt werden sollte, aber dem leider nicht so ist. Die gekürzten Erträge an den Gläubigern, dessen Guthaben dem Versicherten nicht erhalten, gilt eigentlich nach Schweizer Recht als Offizialdelikt, das leider nur an wenigen Kassen rechtlich bedingt wird, und wenn nicht den Betreibern, alsdann an den Angestellten. Das Guthaben ist den AHV- Rentner oft bald aufgebraucht, weil Zuwenig Arbeiterlohn bezahlt wird. Die dritte Säule des besteuerten>
    11 24 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 15:47
      Highlight ist von den Verarmten Steuerzahler und AHV- Beitragszahler ein Unding von einem Muss, und dann verlangen Wohlhabenden für die 3. Säule zu sparen, was wegen zu geringen Einkommens nicht möglich ist.

      Ausgerechnet fleissige Arbeitnehmer, die wegen zu wenig Lohn arbeiten müssen, und sich wegen Familie nicht Working Pur betreiben können, die richtet ihr<<<<<:

      als die Schmarotzer , trotz eures Wissens das für ihr Reichtum die Schmarotzer besteuert werden, und zuzüglich für ihre Rente auch Beiträge zahlen müssen!
      9 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 17:06
      Highlight Wirtschaftsbetrug: Wenn Firmen Arbeitsstellen abbauen, dann gibt es Frührente mit weniger Rentenzahlungen, und der Betreiber der Firma muss weniger Anteile an AHV zahlen. Dasselbe auch bei Teil-invaliden, nur dass da zusätzlich Geld- Beiträge für Umschulung an die Firma für Umschulung vom Staat gespendet wird, die von der Firma für Bildungszwecke nie ausgegeben wird, sondern in die eigene Tasche gewirtschaftet wird.
      7 7 Melden
  • Writtencolors 07.12.2016 14:53
    Highlight Dass Kinder, die in armen Verhältnissen aufgewachsen sind, gefährdet sind, auch wieder arm zu werden, kann ich mir nicht so wirklich vorstellen.

    Ich bin in einer armen Familie aufgewachsen und habe alles dafür getan, um da raus zu kommen. Ich achte sehr auf mein Geld und überlege immer zweimal, wie viel ich wo ausgeben will.


    Kann es nicht auch sein, dass diese armen Kinder später das Geld bewusster ausgeben und sehr darauf achten, nicht in die Armut zu geraten?
    49 106 Melden
    • shoerli 07.12.2016 15:01
      Highlight Ich denke, das Problem ist, dass diese Kinder oft gar nicht in die Armut geraten, sondern schon tief drinstecken. Eher muss man sich hart herauskämpfen, was aber schwierig ist, wenn die Ressourcen für Bildung in der Familie nicht gegeben sind.
      98 6 Melden
    • Tartaruga 07.12.2016 15:08
      Highlight Wenn du dir keine Ausbildung leisten kannst und später keine Arbeit findest, wie sollst du da raus kommen? Du hattest ja anscheinend die Wahl wo du dein Geld ausgibst.
      82 8 Melden
    • Firefly 07.12.2016 15:14
      Highlight Es liegt wohl eher daran, dass Kinder die in armen Verhältnissen aufwachsen weniger Zugang zu Bildung haben. Aber verallgemeinern kann man das natürlich nicht.
      77 2 Melden
    • stef2014 07.12.2016 15:16
      Highlight Ist erwiesene Sache, Writtencolors. Was nicht bedeutet, dass alle so sind. Arm ist nicht zwingend mit bildungsfern gleichzusetzen, geht aber oft Hand in Hand. Ein Kind, dass in einem bildungsfernen Umfeld aufwächst startet in der Schule mit ganz anderen Voraussetzungen, hat zuhause weniger Hilfe bei Aufgaben und weniger Zugang zu Bildungsinstrumenten wie Bücher, Computer etc. Das aufzuholen ist das grosse Problem. Landet das Kind auch noch in einer Sonderklasse, kommt es da kaum mehr raus. Die Ausnahmen sind da, aber nicht repräsentativ.
      62 1 Melden
    • Maett 07.12.2016 15:16
      Highlight @Writtencolors: tlw. stimme ich Ihnen zu - den Nachteil von Armut zu kennen, gibt Antrieb, sich davon fernzuhalten. Aber nur, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

      Kinder armer Familien werden wie oben beschrieben schon früh sozial ausgegrenzt und haben auch auf dem bildungstechnischen Weg nicht dieselben Chancen, wie andere, was sie dann selbst automatisch zu beruflich "einfachen Angestellten" machen kann.

      Es liegt sicherlich auch an der Kultur, dass Armut etwas ist, was man nicht ausspricht. Kinder von armen Einwanderer-Familien sind z.B. oft erfolgreicher, weil dort Armut legitimiert ist.
      26 1 Melden
    • Cloudpanther 07.12.2016 15:16
      Highlight Das ist nicht der Punkt, der Punkt ist, dass Kinder in Armut weniger Chancen und Zugang zu guter Bildung haben, nach der obligatorischen Schule können sich die Eltern kein Gymnasium, Studium oder Lehre leiste, sondern das Kind muss auch Arbeiten gehen, hat somit wider keinen höhere Ausbildung und ist nur in Tieflohnjobs unterwegs und das gleiche Problem fängt von vorne an.
      34 2 Melden
    • Humbolt 07.12.2016 15:21
      Highlight Leider schaffen es nur die wenigsten raus aus dieser Miesere. Dazu braucht man auch einfach Glück! Dank den Opfern meiner Eltern und weiterer glücklicher Ereignisse habe ich es auch raus geschafft. Mein Anfangslohn war damals höher als ihre beiden gemeinsam waren, bei 2x100% wohlgemerkt!
      Ein Hotel als Gast hat meine Mutter auch erst erblickt, nachdem ich sie zu unterstützen begann.
      42 1 Melden
    • cheeky Badger 07.12.2016 15:46
      Highlight Natürlich kann das geanu so sein, wie du es erlebt hast. Allerdings kannst du nicht von dir auf "alle" andern schliessen.

      Es ist ja auch einleuchtend, dass Famielien mit tiefem Einkommen es sich nicht leisten können, ihren Nachwuchs weiterführende Schulen zu finanzieren.
      17 2 Melden
    • Nausicaä 07.12.2016 17:01
      Highlight Writtencolors: Das ist bewundernswert, aber es geht hier nicht primär um einen klugen Umgang mit Geld, sondern um soziale Gerechtigkeit. Schauen Sie sich mal Studien im Bereich der Bildungssoziologie an...Die CH loost beim Thema Chancengleichheit richtig doll ab. Ich habe während meiner Gesamtzeit an der Uni nur 2! Studis kennen gelernt, deren Eltern ebenfalls Arbeitnehmende waren. Meist produzieren ArbeiterInnen weitere ArbeiterInnen, AkademikerInnen produzieren AkademikerInnen, im Zwischenbereich das Gleiche. In der CH mit überdurchschnittlicher Gewissheit.
      17 1 Melden
  • newname 07.12.2016 14:50
    Highlight Also nach den Zahlen von vorherigen Artikel gelte ich als arm. Fühlen tue ich mich aber überhaupt nicht arm. Ich habe mich letzten Mai selbständig gemacht und lebe extrem günstig aber habe alles was ich brauche. Krankenkassenvergünstigung erhalte ich, sonst finanziere ich alles selber. Ferien liegen im Moment mehr wegen der Arbeit als wegen dem Geld nicht drin. Kommt halt auch darauf an, was man will. Mit meiner Ausbildung könnte ich gutes Geld verdienen. Mir ist es im Moment aber wichtiger Zeit zu haben und unabhängig zu sein.
    34 24 Melden
    • Momo_1 07.12.2016 15:03
      Highlight @Newname, es scheint mir, du hast keine Familie. Stell dir also vor, dein Lohn müsste für 4 Personen reichen.
      Dann sehe es wohl nicht mehr so rosig aus in deinem Portemonnaie!
      45 9 Melden
    • Firefly 07.12.2016 15:15
      Highlight Ich nehme an du hast keine Kinder und was auf der hohen Kante?
      30 7 Melden
    • Töfflifahrer 07.12.2016 15:20
      Highlight Ich glaube aber es gibt einen Unterschied zwischen freiwillig so leben können und so leben zu müssen. Sie haben die Ausbildung offenbar bereits um Ruck Zuck einige Gänge raufschalten zu können. Andere habe aber die Mittel für die Weiterbildung nicht und haben ihre Möglichkeiten nicht. Wie sähe es bei Ihnen aus wenn Kinder da wären?
      52 3 Melden
  • Madison Pierce 07.12.2016 14:43
    Highlight Der Fokus sollte meines Erachtens auf den Kindern liegen. Die können in keinem Fall etwas dafür und sollen eine faire Chance bekommen.

    Bei uns ist zum Beispiel die Musikschule günstiger für Kinder von Eltern mit geringem Einkommen. Aber ein paar hundert Franken pro Jahr sind immer noch viel. Wieso nicht gratis machen? Kostet im Vergleich ja nicht viel. Oder Skilager, Exkursionen ins Technorama etc. Kostet alles weniger als die übliche Kreditüberschreitung beim Bau einer Turnhalle...
    65 2 Melden
    • Momo_1 07.12.2016 15:09
      Highlight @Medison, die Musikschule sollte schon seit Jahren viel günstiger sein. Dazumal hat sich Christine Egerszegi dafür stark gemacht und konnte die Abstimmung gewinnen. Nur leider wurde das Begehr bis heute nicht umgesetzt. SCHANDE, denn die "Rechten" in den Räten kneiffen!!
      50 2 Melden
  • Wilhelm Dingo 07.12.2016 14:41
    Highlight Arme gelten sicher NICHT als Schmarotzer, ich kenne fleissige Leute mit wenig Geld. Nur faule welche es nicht hinkriegen und deshlab arm sind gelten als Schmarotzer, von denen kenen ich auch einige. Zwei der strukturellen Probleme sind aber, dass wir mit der Zuwanderung tiefe Löhne ins Land holen und gleichzeitig die Preise hoch bleiben. Beide Strukturschwächen sind aber aus Sicher der Konzerne eine Strukturstärke: billige Arbeitskräfte & hohe Preise = Fetter Gewinn! Klingelts?
    33 55 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 15:03
      Highlight Gegen tiefe Löhne könnte ein Mindestlohn helfen. Dann könnten nicht mehr günstigere ausländische Arbeitskräfte eingestellt werden. Der Mindestlohn wurde aber von den Stimmberechtigten abgelehnt.
      48 6 Melden
    • Töfflifahrer 07.12.2016 15:23
      Highlight Gebe Ihnen recht, nur es gibt leider auch solche, die von beginn weg keine Chance hatten und irgendwann aufgegeben haben. Die gelten nun als faul. OK, och kenne auch solche die einfach nicht wollen, aber eben kenne ich auch solche die wollten aber sich selbst aufgegeben haben.
      17 1 Melden
    • Fabio74 07.12.2016 21:20
      Highlight Nun die rechte Parlamentsmehrheit weigert sich gegen Lohndumping und Schwarzarbeit vorzugehen.
      Mindestlohn will das Volk nicht.
      12 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.12.2016 00:16
      Highlight Das sind ausgerechnet die richtigen Reichen, die nicht rechtens vom Lohndumping besseren Gewinn erwirtschaften. Doch was ist wenn die EU uns wieder mal fühlen lässt, was ihnen nicht recht ist, betreff den Dumping-Löhnen!? Also ein bisschen hinhören und warten, obwohl man schon ahnt, was etwa schon durchgedrungen ist, Das könnte für Unternehmer nicht Gut kommen!
      3 3 Melden
  • flyme 07.12.2016 14:41
    Highlight Ein Artikel über Armut in der Schweiz und darunter Werbung für die 3. Säule und das Sparen von Steuern. Bin ich der Einzige, der hier gnadenlosen Zynismus spürt?
    77 2 Melden
    • magicfriend 07.12.2016 14:55
      Highlight Die Werbung wird nicht Artikelspezifisch eingeblendet, ist also purer Zufall. Also kann man Watson sicher keinen Vorwurf machen.
      16 3 Melden
    • #bringhansiback 07.12.2016 19:24
      Highlight Watson kann man insifern einen Vorwurf machen, dass sie immernoch kein _freiwilliges_ werbefreies Bezahlangebot haben...
      5 1 Melden
  • Kookaburra 07.12.2016 14:37
    Highlight Bildung ist kein Universalheilmittel...
    Nun müssen einerseits einfach Jobs mit "Überqualifizierten" besetzt werden, die dann frustriert sind. Andererseits geben die HR-Leute oft auch schon gar keine "Brotjobs" mehr an Gebildete, man entscheidet, dass diese "unzufrieden wären" und nimmt lieber Immigranten, die dankbar sein müssen.
    Ausserdem geht durch diese "Weiterbildungs - gegen einander Ausspielungs-Hetze" jegliche Lebensqualität zum Teufel. Die Hetzjagd "du musst immer besser werde" gepaart mit "Immigranten sind eh besser und billiger" versklavt und entmündigt uns. Das Hamsterrad ist dumm.
    43 9 Melden
    • Asmodeus 07.12.2016 15:30
      Highlight "Sorry. Wir können Ihnen diesen Job nicht geben. Sie sind Überqualifiziert."

      Gott wie ich diesen Satz nach meiner Lehre damals gehasst habe.
      Nein ich war ja scheinbar lieber 13 Monate arbeitslos als überqualifiziert in einer Bude zu hocken.
      33 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 16:15
      Highlight Doch Zuwenig gebildet!? Denn sonst würden und könnten wir uns diesen Menschen besser behaupten. In der EU Staaten ist die Bildungsangebot besser, denn wenn es nicht so wäre, dann würden die Flüchtlinge aus Syrien nicht durch Österreich + Schweiz nach Deutschland durchreisen. Für gleichen Lohn wäre es denn Arbeitnehmer aus dem Ausland u.uns besser gedient, denn es gäbe keine Billigarbeiter mehr, die in Stellensuche in Dumpinglöhne bevorzugt werden, +was noch fehlt, allen gleiche Besteuerung + AHV Beiträge zu zahlen und zu vergüten. Denn dann wären wir nicht länger mehr in PURPUR Rotschulden.
      2 13 Melden
    • Tobias K. 07.12.2016 17:52
      Highlight Darf ich mir hier kurz einklinken? Da ich selber HR tätig bin möchte ich doch kurz einige Worte über das Argument von Dovahkiin verlieren. Die Absagen an überqualifizierte beruht auf Erfahrungsfällen. Man kann heute im HR nicht auf jeden Kandidaten zu 100% eingehen. Dafür fehlt schlicht die Zeit bei weit über 300 Bewerbungen pro Stelle im Schnitt. Wir wollen ja einen motivierten MA einstellen, der sich im Idealfall mehrere Jahre an uns bindet. Was nützt uns jemand der überqualifiziert ist, wenn er uns verlässt, sobald er etwas besser passendes findet.
      12 1 Melden
    • Asmodeus 07.12.2016 17:56
      Highlight Ich habe da sogar Verständnis für Tobias.

      Uns wurde damals bei Bewerbungen gepredigt genau das in die Lebensläufe zu schreiben, was das HR in ihren Ursprungstext packt, denn nur wenn sie 90-100% Übereinstimmung haben landet man überhaupt erst in der zweiten Runde.

      Aber der Frustfaktor ist halt doch hoch, wenn man arbeitslos ist weil man "zu gut" ist um zu arbeiten :)
      12 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 18:54
      Highlight Aus Berichten Medien, besteht unser Land aus Unterqualifizierten Schweizer Bürgern, was Dovahkiin nicht weiss, oder viele Schweizer nichts wissen wollen. Es liegt an Unseren kommenden zusätzlichen Leistungsansprüchen die Bildung als überflüssig erklären wegtun, und dann beschweren wir uns dann, wenn wir zu viel Arbeitslosengeld zahlen, und wenn gefragt wird; was ist wenn Du Arbeitslosengeld beziehen musst? Die Antwort ist immer dasselbe: Natürlich so wie ich einer bin, da bin ich eine Ausnahme. Wenn es so viele Ausnahmen gibt, wo bleiben denn die wirklichen Arbeitslosen?
      0 5 Melden
    • Kookaburra 07.12.2016 19:32
      Highlight Ja natürlich ist das so. Aber wieso die HR Leute bei WEIT ÜBER 300 Bewerbungen IM SCHNITT immer noch schreien: Fachkräftemangel, Fachkräftemangel!, ist mir unklar.
      Ich bin absolut überzeugt, dass das "HR" einen Grossteil des Problemes darstellt.
      Und davon dass die HR-Leute schlechte Menschen sind. Sie stehen heute in meiner Achtung tiefer noch wie Politiker. Besonders die Vermittlungsbüros und "Headhunters". Und auch besonders Deutsche und Teilzeit-HR-Frauen.
      Und HR-Leuten ist es doch unterdessen Sch-egal was für einen Grund zur Absage... Bei weit über 300 Absagen im Schnitt pro Stelle.
      6 3 Melden
    • Tobias K. 07.12.2016 20:28
      Highlight Dovahkiin: Ihre Meinung ist Ihre Sache. Wenn HR-Leute in Ihren Augen die Bösen sind, sei's drum. Ich versuchte in meinem Beispiel darzulegen, dass man im HR nie eine Absage aus lauter Freude weghaut, sondern aus eigenen Erfahrungen. Möglich, dass man den einen oder anderen Unrecht tut. Von Fachkräftemangel habe ich nie etwas erwähnt. Bei unseren Stelleb haben wir zum Glück genügend inländische und motivierte Arbeiter. Wie ich aus Ihrem Kommentar lese sind Sie sehr frustriert im Umgang mit HR. Vielleicht sollten Sie Ihre feindseelige Haltung überdenken um Ihre Chancen zu verbessern.
      8 4 Melden
  • Hansi Meier 07.12.2016 14:25
    Highlight Unter Freunden erwähnen wir öfters den "Winti-Style", das heisst, dass ein Doppelverdiener-Paar die eigene Erwerbstätigkeit so weit reduziert (beide arbeiten nur noch 30-40%, dass man überall zu Vergünstigungen kommt: Krankenkasse, Genossenschaftswohnung, Kinderkrippe etc. Es beschreibt also das Verhalten, sich "künstlich" arm zu arbeiten, um zu Sozialhilfe zu kommen, wir haben das öfters in Winterthur beobachtet, daher der Name. Dieses Phänomen ist aber sicher in jeder sozialen Stadt anzutreffen. Ist das verwerfllich?
    23 40 Melden
    • Madison Pierce 07.12.2016 15:14
      Highlight Aber sicher ist das verwerflich! Jeder soll selbst für sich sorgen, wenn er dazu fähig ist. Freiwillig weniger zu arbeiten und dann von Steuergeldern zu profitieren zeugt von einem schlechten Charakter.

      Habe noch nie vom "Winti-Style" gehört und denke, das tun sicher nur wenige Leute. Normalerweise hat man ja etwas höhere Ziele im Leben als die Krankenkasse verbilligt zu bekommen. Und was will man den tun mit der ganzen Zeit, wenn man ja nur wenig Geld hat?
      51 1 Melden
    • Adrian Habegger 07.12.2016 15:20
      Highlight Ich als Winterthurer empfinde diese Aussage als sehr geschmackslos und DUMM, da sie jeglicher Grundlage entbehrt
      38 8 Melden
    • Adrian Habegger 07.12.2016 15:21
      Highlight Zumal man solche Tatsachen wohl kaum "beobachten" kann
      28 2 Melden
    • Asmodeus 07.12.2016 15:29
      Highlight Ich bezweifle sehr stark, dass dieser Winti-Style stark verbreitet ist. Sobald einer der beiden seinen Job verliert, bricht das ganze Kartenhaus sowieso zusammen.
      Und wer einmal Sozialhilfe bezogen hat, kommt kaum noch raus.

      Die wenigsten sind so dumm/faul soetwas freiwillig mitzumachen.

      Aber es passt natürlich perfekt um mit Hilfe solcher "Sozialschmarotzer" den Leuten die Hilfe brauchen das Leben noch mehr zur Hölle zu machen.
      35 1 Melden
    • DerElch 07.12.2016 15:35
      Highlight Kann man: Meine Schwester und ihr Mann handhaben das auch so: Beide Akademiker, arbeiten aber mit einem reduzierten Pensum, so dass sie eine subventionierte Wohnung beziehen konnten. Wohnen nicht in Winterthur aber der Effekt kenne ich leider auch aus meinem Umfeld. Und nein, man kann nicht mit ihnen reden weil sie finden, das sei halt der Luxus, den sie sich gönnen wollen und auch können.
      14 4 Melden
    • Hansi Meier 07.12.2016 16:29
      Highlight @Adrian: sorry, wenn ich da den Winterthurern zu nahe komme, wir haben das einfach in Winterthur bei Nachbarn beobachtet, aber nein, es hat nichts mit Winti zu tun. Die Personen waren typischerweise Akademiker, also weit von Sozialhilfe entfernt und meistens mit der Möglichkeit beglückt, das Pensum wieder zu erhöhen. Typischerweise ist das Risiko (Asmodeus) also überschaubar.
      6 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 16:40
      Highlight Wegen Stellensuche in Verruf gekommen, als schlechter Arbeiter gebrandmarkt zu werden, das erschwert die Suche auf einen gut bezahlten Lohn. Den bezahlten Vaterschaft- Urlaub und die Witwenrente ist auf wohlhabende Rentenbezüger bestellt, oder die es noch werden, und es noch sich zu erhoffen wagen. Meist erhalten nur die besseren Familien das Privileg des Bezügers. Denen aber unter dem Existenzminimum zu wenig, oder gar nichts. Arme steuerzahlende und für die an rentenbevorzugten Reichen beitragen müssen, dass ihr Wohlstand immer grösseren Ansprüchen sich anpassen.
      2 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 17:39
      Highlight Das Ende wegen rufen zum Abendessen etwas gedudelt. > Die Wohlhabenden, die das Privileg gut bezahlten Renten haben, müssen verhältnismässig wenig dazu beitragen, als die unter dem Existenzminimum. Die Existenzminimum fängt dort an, wo auf kosten gesunder Ernährung und ungenügenden Nahrung die Gesundheit darunter leiden muss. Wegen 10 % Selbstbeitrag von Krankenkassen, vermögen viele verarmte Familien keine nötigen Arztbesuche. Bildungsmaterial werden in verschiedenen Kantonen nicht bezahlt, auf kosten der Steuerpflichtverweigerer besseren Einkommens.
      6 2 Melden
    • Hierundjetzt 07.12.2016 19:06
      Highlight Jep. Sehr häufig im K4 anzutreffen. Kenne aus erster Hand mind. 3 die so leben. Begründung einer Akademikerin MSc UZH (mein top Favorit) "damit ich näher bei der Arbeiterklasse bin". Absolut ernsthaft gemeint!

      Darauf fiel sogar mir nichts mehr ein.

      10 0 Melden
    • Dewar 07.12.2016 22:28
      Highlight Das finde ich insofern seltsam als dass gerade für Akademiker Teilzeitstellen (unter 80%) sehr rar sind. Ist jedenfalls meine Erfahrung... Ich würde gerne nur 60-80% arbeiten (nicht, um Sozialgeld zu kassieren, könnte es mir leisten, ohne in finanzielle Not zu geraten), finde aber keine entsprechende Stelle. Es gibt sicher Leute, die solch asoziales Verhalten an den Tag legen, aber das sind wohl zum Glück sehr wenige.
      5 1 Melden
    • Adrian Habegger 08.12.2016 09:36
      Highlight Mmh kenne einige die 60 bzw 80% arbeiten... diese Personen sind meist junge Väter/Mütter die sich so um ihre Kinder kümmern können und gleichzeitig nicht aus der Arbeitswelt aussteigen müssen...
      AberSozialschmarotzer findet man in jeder Einkommensklasse...
      2 0 Melden
    • Asmodeus 08.12.2016 11:44
      Highlight In Bern sitzen etwa 250 davon im selben Gebäude ;)
      4 1 Melden
  • Asmodeus 07.12.2016 14:19
    Highlight "Diese Menschen haben zwar ein Dach über dem Kopf und zu Essen, aber sie können nicht am öffentlichen Leben teilnehmen."

    Teilweise haben sie nicht einmal wirklich etwas zu essen.

    Und hört HERRGOTT NOCHMAL auf damit die Bildung als Allheilmittel zu betrachten.
    Ja sie ist wichtig, aber sie hilft überhaupt nichts wenn durch Krankheit/Unfall die Menschen nicht mehr arbeiten können und die Sozialwerke diese Menschen fallen lassen.

    Es gibt nicht nur schwarz und weiss verdammt nochmal. Es gibt auch hochintelligente und gebildete Menschen die arm sind.
    91 5 Melden
    • Spooky 07.12.2016 14:54
      Highlight "Es gibt auch hochintelligente und gebildete Menschen die arm sind."

      Zum Beispiel ich.
      20 4 Melden
    • Cardea 07.12.2016 15:09
      Highlight Steht ja auch so im Artikel? Bildung ist ein Teil der Lösung und nicht das Allheilmittel...
      16 0 Melden
    • fabianhutter 07.12.2016 15:26
      Highlight Bildung ist kein ALLheilmittel, aber es ist ein Heilmittel, das oft hilft.

      Es gibt immer Spezialfälle, denen spezielle Hilfe zuteil werden muss (oder müsste). In einem solchen Interview, oder bei politischen Vorgehen versucht man möglichst allgemein zu helfen. Es ist fast nicht möglich in vernünftigem Ramen Massnahmen aufzulisten, die ALLEN helfen.

      Ich wäre deshalb mehr an Ihren Lösungen für solche Fälle interessiert, als an Ihrem Frust über eine nicht perfekte Lösung.
      13 0 Melden
    • Asmodeus 07.12.2016 15:36
      Highlight @Fabianhutter

      Das Problem ist, dass all diese Interviews immer nur über die Bildung sprechen und das Thema Sozialabbau stiefmütterlich behandeln.

      Sogar beim BGE wurde das Thema grösstenteils ignoriert.

      Deswegen erwähne ich das Thema gebetsmühlenartig, damit es vielleicht mal in den Köpfen fest sitzt, dass Armut nicht nur dadurch entsteht, dass die Leute "blöd" oder "faul" sind, sondern dass wir ein ernsthaftes Problem haben, dass sich nicht bessert wenn man es ignoriert.
      31 1 Melden
    • stef2014 07.12.2016 15:49
      Highlight In gewisser Weise ist es eben doch ein Allheilmittel. Zumindest wenn man von unvorhergesehenen Schicksalsschlägen absieht und "Bildung" weiter definiert. Nicht weil intelligenter/gebildeter gleich mehr Lohn bedeutet, sondern weil man seinen Kindern andere Werte weitergeben kann. Bildung bezeichnet nicht nur Schule und Uni, sondern auch in der Lage sein, soziales und kulturelles Kapital anzuhäufen. Kapitalien, die sich nunmal leichter in Bildungstitel/Status und Einkommen umwandeln lassen als aus einer mitgegebenen Armut und Bildungsferne herauszukommen.
      9 3 Melden
  • stan1993 07.12.2016 14:17
    Highlight Meine persönliche Meinung, in keinem anderen Land der Welt kann man sich durch schulische Leistung und Disziplin besser aus der Armut befreien.
    Man muss es einfach nur wollen!
    Ohne Fleiss kein Preis!
    34 110 Melden
    • stef2014 07.12.2016 14:29
      Highlight stan, lies das Interview nochmals durch. Weshalb es eben nicht so ist wie von dir beschrieben steht da gut formuliert drin.
      51 4 Melden
    • Menel 07.12.2016 14:39
      Highlight Machen sie mal als Erwachsener eine Umschulung oder eine Lehre. Sie werden sehen, dass sie das nicht finanziert bekommen, ausser sie können wieder bei ihren Eltern einziehen!
      68 5 Melden
    • stan1993 07.12.2016 14:52
      Highlight Man kann auch fünf Jahre einen "scheissjob" machen und sparen indem man verzichtet und danach die Lehrzeit mit dem ersparten überbrücken, aber eben verzichten ist in der heutigen Konsumgesellschaft schwierig, aber nicht unmöglich.
      @ stef
      Ich verstehe ihren Hinweis zum Artikel nicht was ich übersehen habe könnte dass man mit Fleiss nicht erreichen kann? Bitte umd Aufklärung, danke :)
      12 52 Melden
    • stef2014 07.12.2016 15:11
      Highlight stan, z.B. "...Wir wissen heute, dass Ungleichheiten zwischen Kindern durch Kindergarten und Schule nicht wettgemacht werden können. Um die ungleichen Startchancen auszugleichen, braucht es frühe Förderung vor dem obligatorischen Kindergarten – zum Beispiel in Kitas. Für armutsbetroffene Familien ist das aber oft zu teuer. Deshalb werden Kinder, die in Armut aufwachsen, von wirksamen Massnahmen ausgeschlossen. Die Gefahr, dass sie selbst später armutsbetroffen sind, ist gross..."
      24 1 Melden
    • Asmodeus 07.12.2016 15:21
      Highlight @Stan
      "Reiche Menschen haben noch nie gute Ratschläge gegeben wie man Geld sparen kann".

      Du bist das perfekte Beispiel dafür.
      35 1 Melden
    • Cloudpanther 07.12.2016 15:25
      Highlight Wie soll man sparen, bei einem Scheissjob der etwa 3000.- im Monat abgibt? z.B. als alleinerziehende Mutter kann man nicht 100% arbeiten (Kita, Horte etc. ist oft teurer, als das Geld das man verdient) und dann sollte man noch Wohnung, Essen, Krankenkasse, Steuern zahlen und hat ein Kind und sollte gelt auf die Seite legen können.

      Schöne Realitätsverleugnung.
      Klar kann man als junge, kinderlose, psychisch total fitte Person gut mal für 5 oder mehr Jahre ein "Scheissjob" machen, aber wenn etwas davon fehlt, wenn man viel krank ist (wird in "Scheissjobs" oft nicht vergütet, dann happerts)
      36 2 Melden
    • Menel 07.12.2016 16:00
      Highlight @Stan, kleine Rechnung: Nehmen wir an, sie wollen eine Lehre von 3 Jahren machen. Lehrlohn etwa 800chf.
      In einem Scheissjob verdienen sie rund 3000.-. Nehmen wir an, sie schrauben ihre Ausgaben auf ein Minimum runter. Dh. sie kämen mit allen lebenserhaltenden Kosten mit 2500chf pro Monat durch. Sie können also jeden Monat 500chf auf die Seite legen.
      Wie lange müssten sie den Scheissjob machen, damit sie auf 61'200chf kommen (das Geld, was sie für die 3 Jahre Lehre zusätzlich noch aufbringen müssen, um auf 2'500chf/Mt. zu kommen)
      Ich sage es ihnen, es sind 10!!!! Jahre!!!
      26 1 Melden
    • Asmodeus 07.12.2016 16:48
      Highlight @Menel
      Dieselbe Rechnung.
      Du hast 1 Kind weil Du als Teenager schwanger geworden bist und musstest die Schule abbrechen.
      Da Du aus einem schlechten familiären Umfeld kommst, bist Du so schnell wie möglich ausgezogen und hast Dir einen Job gesucht.

      Du wohnst nun in einer kleinen Wohnung, zahlst 750 Chf im Monat, 400 CHF Krankenkasse im Monat, 300 CHF GA im Monat (weil Dein Arbeitsweg leider recht weit ist).

      Da Du auf Dein Kind aufpassen musst, kannst Du nur 50% arbeiten, weil Kita einfach nicht bezahlbar ist.

      Du verdienst also bestenfalls 2500 CHF im Monat.

      Lege nun Geld zur Seite. Bitte.
      26 1 Melden
  • Einer Wie Alle 07.12.2016 14:16
    Highlight Ich selbst gehöre zur Zeit auch zur ärmeren Gesellschaft (3'200 pro Monat), aber mit noch einem tausender weniger würde es sehr kritisch werden. Aber wieso man sich versteckt, weil man als Schmarotzer angesehen werden könnte verstehe ich nicht. Ja ich beziehe Prämienverbilligung, ja ich bezahle kaum Steuern, na und? Es gibt Leute die huschen von Meeting zu Meeting und verdienen sich eine goldene Nase. Ich sehe mich nicht als Schmarotzer und das sollten Leute mit 2'200 im Monat erst recht nicht von sich denken! Wenn man sich versteckt kann einem auch nicht geholfen werden.
    68 6 Melden
    • Wehrli 07.12.2016 14:38
      Highlight Wer sagt dass "Arme als Schmarotzer gelten"? Nur die Medien! Ich habe das aus keinem Mund bisher gehört. Eine reine mediale Empörfloskel, damit der Graben noch tiefer wird. Denkt ihr manchmal mit, liebe Medien, dass ihr da aufstachelt?
      16 27 Melden
    • lilie 07.12.2016 14:51
      Highlight @Einer wie alle: Ich habe Leute in meinem Umfeld, die von Sozialhilfe oder einer sehr bescheidenen Rente leben. Sie getrauen sich kaum, etwas abzumachen, weil sie sich schon einen Kaffee unterwegs nicht leisten könnten. Kino oder zusammen Pizza essen gehen, liegt nicht drin. Sie können niemanden bei sich einladen, weil sie schon für sich selber kaum Platz haben.

      Und sie schämen sich, das zuzugeben, und sie möchten auch nicht immer eingeladen werden.

      Es ist wirklich sehr schwer. In unserem Land heisst es schnell, wer kein Geld hat, ist selber schuld.
      59 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 15:09
      Highlight @Wehrli: Also ich höre oft, dass Arme selbst schuld an ihrer Situation seien. Und auch das Gegenteil, dass Reiche ihren Reichtum einzig ihrem Fleiss zu verdanken hätten, was in vielen Fällen auch nicht stimmt.
      41 0 Melden
    • Asmodeus 07.12.2016 15:23
      Highlight @Wehrli
      Setz Dich mal an einen Stammtisch oder hör SVP-Wählern 10 Minuten lang zu.

      Oder generell Abstimmungskampf wenn mal wieder ein IV-Revision geplant ist und andauernd nur von "Sozialschmarotzern" die Rede ist.

      Sogar gewisse SP-Politiker haben sich ja geweigert zum RAV gehen zu wollen, weil sie sich dann wie Schmarotzer fühlen würden.

      Mal ganz davon abgesehen, dass die Ämter (RAV, Sozialamt, Betreibungsamt, IV) einen wie den letzten Dreck behandeln und einem erst Recht das Gefühl geben Abschaum zu sein.
      36 2 Melden
    • opwulf 07.12.2016 17:04
      Highlight Asmodeus: Da gebe ich Dir recht! Sie wissen nicht was sie labbern! Ob politische oder soziale Themen! Was die Ämter betrifft - habe ich auch schon ähnliches erlebt bei einer Ex von mir! Überforderte Teilzeitangestellte, welche sich um Schicksale kümmern sollten, während sie selber mit Depressionen oder Ähnlichem kämpfen. Ist sicher nicht einfach aber daher sollten Soz. Arbeiter, etc auf ihre Belastbarkeit getestet werden! Und mMn nach wie du hier in den Kommentaren immer wieder zeigst - bist du das Gegenteil von Abschaum - ein wertvolles Individuum mit einer tollen Einstellung!
      6 0 Melden
    • Asmodeus 07.12.2016 17:26
      Highlight Danke für das Kompliment. (Falls es Sarkasmus war erlese ich ihn nicht).

      Aber ich bin weder wertvoll noch mit einer tollen Einstellung.
      Ich bin nur die zweite Art von Wutbürger.

      Auch angepisst. Auch ängstlich. Aber in Bezug auf die geldgeilen Parteien und die Entwicklung den armen das Leben immer mehr zur Sau zu machen.
      15 0 Melden
    • opwulf 07.12.2016 18:17
      Highlight War kein Sarkasmus! Und angepisst sein über solche Umstände wie von uns geschildert empfinde ich als rechtens! Und ich finde deine Kommentare und die darin geschilderten Ansichten als Bereicherung! Weiter bin ich mir sicher dass Du den Einten wie auch den Anderen damit weitergeholfen hast! Du bist wertvoll, auch wenn Du das nicht sehen kannst! Der Sozialstaat ist ein wichtiges Konstrukt unserer Gesellschaft, welche die auffangen soll, welche gefallen sind! gleichzeitig sollte es den Leuten die nötige Unabhängigkeit be- & ihnen ihre Würde lassen! Begleitend so lange nötig, anstatt bestimmend!
      10 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 14:02
    Highlight Oha, Abstimmungskampf anders verpackt. Wir können auch "eine erste Weiche" stellen, indem wir auf inländische Fachkräfte zugreifen und nicht zehntausende aufnehmen, die nur verdrängen.
    Auch könne wir getrost auf ungelernte Fachkräfte verzichten, wenn Bildung so zentral ist.
    Schließlich wären auch die 3+ Milliarden Entwicklungshilfe besser im Land angelegt.
    28 106 Melden
    • Lowend 07.12.2016 14:10
      Highlight Dieser hetzerische, parteipolitisch motivierte Ausländerhass von Stipps ist echt nur noch peinlich!
      93 24 Melden
    • Theor 07.12.2016 14:29
      Highlight Geben Sie nun eigentlich in jedem Artikel der Einwanderung die Schuld? So als eine Art Herausforderung?

      - Roger Federer tritt nicht am Turnier an - Die Einwanderung ist schuld.

      - Der FC Basel verliert 4:1 - Die Einwanderung ist schuld.

      - 50 Millionen im Lottotopf - Die Einwanderung ist schuld.

      Sie sind das personifizierte Beispiel, weshalb der Glaube an die Meinungsfreiheit manchmal richtig Weh tun kann. In solchen Momenten wünschte ich mir, man könnte Dummschwätzern eben doch mal den Mund verbieten.
      63 10 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 14:36
      Highlight @LoLowend: Nicht parteipolitisch motiviert, sondern eine Herzensangelegenheit.
      Der hier Verdrängte kann schliesslich in ganz Europa sich wieder auf eine Stelle bewerben oder? Ihr merkt gar nicht, dass ihr Willfährige der Wirtschaft seid.
      Und ja Lowend, ich sehe keinen KEINEN Sinn in den vergangenen 45 Jahren Entwicklungshilfe, solange hier noch eine Familie arm ist.
      9 55 Melden
    • Wehrli 07.12.2016 14:42
      Highlight @ Stipps: Im ballenberg suchen Sie noch einen Einheimischen Geissenpeter, meld dich doch mal, uns allen zuliebe.
      47 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 14:50
      Highlight Warum nicht, bist dir zu schade dazu als hochwohlgeborener deutscher Zuwanderer? Opportunismus pur. Du bist sicher eine tragfähige Verstärkung im Schweizer Betrieb.
      5 31 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 15:01
      Highlight Tja Theor, die Zeit des "unterdenTeppichkehrens" ist wohl langsam aber sicher am Ende.
      Ebenso die Zeit des "denMundverbietenallenDummen" ... Ich kann sie erheitern, die Jugend denkt nicht mehr wie sie.
      6 36 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 15:13
      Highlight @Stipps: "Ihr merkt gar nicht, dass ihr Willfährige der Wirtschaft seid." Gut formuliert. Dieser Satz trifft vor allem auf SVP-Wähler zu. (Die FDP-Wähler sind bewusste "Willfährige der Wirtschaft".) Bloss ist die Wirtschaft ja nicht per se etwas Schlechtes. Sie sollte einfach den Menschen dienen und nicht umgekehrt.
      35 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 15:28
      Highlight also gemäss diesem link von der deza sind für 2016 ca. 2,2mia budgetiert...
      sie liegen hier doch etwas mehr als die statistische ungenauigkeit

      https://www.eda.admin.ch/content/dam/deza/de/documents/aktivitaeten-projekte/aktivitaeten/Ueberblick-Ausgaben-Deza_DE.pdf
      7 0 Melden
    • Cloudpanther 07.12.2016 15:31
      Highlight Wie währe es mal nach oben zu motzen als nach unten? Die "bösen Ausländer", die "böse Entwicklungshilfe" also dort wo Geld den Menschen zugute kommt, die selber nicht viel haben.

      Aber Steuersenkungen für Reiche, für Unternehmen, für reiche Ausländer (werden ja Pauschalbesteurer). Fast keine bis keine Steuer auf Erbschaften und Kapital. Dort ist extrem viel Geld zu holen, womit man allen Helfen könnte, aber das ist ja gegen die Kientenpolitik, lieber die Armen gegeneinander ausspielen.
      So werden die Reichen immer reicher und niemand kümmerts.
      31 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 15:36
      Highlight @peter der grosse
      "Sie sollte einfach den Menschen dienen und nicht umgekehrt."

      [sarkasmus(s) on]
      macht sie doch, oder?🤑🙈
      einfach für wenige statt für viele...🤔😳
      [sarkasmus(s) off]
      9 1 Melden
    • stef2014 07.12.2016 16:04
      Highlight Stipps, nix für ungut, aber du bist für mich der klassische SVP-Gläubiger, der den Märchen vonwegen Einwanderung blind vertraut. Blättere mal im Geschichtsbuch zurück. Ausländer waren und sind immer Feindbild Nr. 1 als Ablenkung für innenpolitische Schieflagen und Inkompetenzen. Dabei übersehen die Wähler, wie hinter der Ausländer-Blendgranate weiterhin eine destruktive Wirtschafts- und Bildungspolitik betrieben wird. Die Profiteure werden reicher, die Armen ärmer. Lobbyverseuchte Scheinpolitik im Sinne des "Volches", welches immer noch nicht hinter die Kulissen von rechtsaussen blicken will.
      24 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 17:11
      Highlight @stef2014: Das mit dem Feindbild Ausländer sehe ich absolut auch so - impliziert ja gerade deswegen die grosse Gefahr!!
      In grossen Krisen wird unsere Gesellschaftentlang ihrer Inhomogenität aufbrechen ... wer das nicht sehen will, macht einfach den Straußenvogel oder denkt an mich.

      Die destruktive Politik wird betrieben, indem alle wirtschaftshörig ihr das Märli vom Mangel der Fachkräften glauben und ihnen einen europäischen Pool billiger Arbeitnehmer eröffnen.
      3 18 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 17:12
      Highlight @Peter: Die Wirtschaft hat aber leider das Husarenstück geschafft, dass der Wähler denkt, sie brauchen händeringend Fachkräfte - was sie meint ist "billige (Fach)kräfte". Klar, da kann der Schweizer im Land mit den höchsten Lebenshaltungskosten nicht dienen ...
      2 15 Melden
    • Lowend 07.12.2016 19:16
      Highlight Da hallt es aber gewaltig in der abgeschotteten Echokammer! Trägt er schon Alu, oder ist er noch zu retten?
      10 4 Melden
  • Lowend 07.12.2016 14:00
    Highlight Wenn man mit unersättlichen Vielfrassen am Tisch sitzt, bleiben für die, die deren Egoismus und Sozialdarwinismus nicht mit gleicher Brutalität ausleben, oder aus gesundheitlichen Gründen nicht ausleben können, halt nur die Brosamen übrig, wobei die voll gefressenen Vielfrasse sich dann auch noch derart ungeniert breit machen, dass die Schwächeren immer weiter vom Tisch verdrängt werden.
    47 20 Melden
    • Amboss 07.12.2016 14:12
      Highlight Und ab wie viel Einkommen ist man in deiner Schwarz-Weiss-Welt ein Vielfrass?
      30 19 Melden
    • Scott 07.12.2016 14:24
      Highlight Alle die CHF 1.- mehr verdienen als Lowend.
      15 23 Melden
    • stef2014 07.12.2016 14:25
      Highlight Amboss, das Zauberwort heisst gerechtere Verteilung. Damit meine ich nicht einfach das Geld verteilen, sondern die Chancen. Ist im obigen Interview recht gut geschildert. Es ist nur zweitrangig, wie viel die "Vielfrasse" verdienen, sondern weshalb sie solche werden konnten, bzw. auf wessen Buckel dies geschehen ist. Die Reichen sollen von mir aus ruhig reich bleiben, aber wie Lowend bereits sagt, sie sollen die Schwächeren nicht verdrängen. Ein Aufstieg geschieht in unserem System immer zu Lasten von anderen.
      29 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 14:27
      Highlight @Lowend: Und wenn zu viele am Tisch essen? Nein, den Tisch kannst du nicht verlängern ...
      4 28 Melden
    • Lowend 07.12.2016 14:34
      Highlight Da ist wenig Schwarz-Weiss, denn es geht um dein Verhalten, nicht um dein Einkommen!
      Ich kenne Millionäre, die vergessen gern mal ein geliehenes Nötli und "arme" Künstler die es lieber früher als später zurückzahlen und die sich sogar noch mit einer Einladung zum Essen bedanken, aber dass können Wähler der grössten Egoistenpartei des Landes wohl nicht nachvollziehen, weil bei denen so wie so immer das "Ich" an erster Stelle steht.
      29 9 Melden
    • Wehrli 07.12.2016 14:41
      Highlight Und was soll den einer tun der sich den Arsch abrackert, sehr viel Steuern zahlt und gut verdient? Sich selber am nächste Laternenpfahl aufhängen mit einem Schild "Kapitalist" um den Hals?
      Ein bisschen nachdenken, bevor plakativ mit der Moralkeule gedroschen wird.
      10 33 Melden
    • Leventis 07.12.2016 14:44
      Highlight Alle die 100% oder mehr über dem globalen Medianeinkommen verdienen haben zu viel.
      JustMy2Cents
      10 7 Melden
    • Amboss 07.12.2016 15:02
      Highlight @Lowend: Das, was du schreibst, ist eben genau nicht die Lösung. Auf die gute Laune reicher Leute hoffen, das mag für einen Künster iO sein (der rechnet mit unregelmässigem Einkommen). Aber nicht für einen Angestellten der um 7 Uhr in der Bude ist.
      Es geht eben um die Würde, für sein eigenes Leben zu sorgen und nicht von den Almosen anderer Abhängig zu sein.

      Die Lösung ist, dass anständige, faire Löhne bezahlt werden. Ich würde aber sagen, dies ist generell so bei uns.
      Plus dazu gewisse Entlastungen, zB bei der Krankenkasse. gibt's aber auch schon.
      Gegen Armut vorzugehen ist wirklich schwer
      14 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 15:19
      Highlight @Wehrli: Erstens und nur so nebenbei: Es gibt auch Leute, die sich den Arsch abrackern, und dennoch nicht gut verdienen. Es gibt auch solche, die kaum arbeiten, und trotzdem viel Geld haben. Es ist alles eine Frage der Verteilung. Dass die Reichen immer reicher werden und die Armen immer zahlreicher, dass der Mittelstand die Zeche zahlt, das sind Probleme, die es zu bekämpfen gilt. Zu Deiner Frage: Er soll sein Leben geniessen, er macht nichts falsches.
      17 0 Melden
    • Ali G 07.12.2016 15:26
      Highlight Endlich mal die Arbeit und nicht immer die Bildung belohnen.
      Ich verdiene in der gleichen Firma das doppelte wie unser Mann fürs grobe. Wir sind gleich zuverlässig und er arbeited sogar noch härter. Alles nur wegen ein paar Diplomen.
      Die Schweiz braucht gute Löhne für alle die Arbeiten.
      21 1 Melden
    • Firefly 07.12.2016 15:31
      Highlight 1:12
      14 4 Melden
    • Oberlehrer 07.12.2016 16:43
      Highlight @ Leventis: Ab einem Jahreseinkommen von CHF 30'000 (= CHF 2'500 pro Monat) gehört man zu den globalen 1%. Das globale Medianeinkommen beträgt ca. CHF 3'000 pro Jahr (=CHF 250 pro Monat).
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    • Leventis 07.12.2016 18:53
      Highlight @Oberlehrer: Ja, genau, danke für's Zahlenraussuchen. Jetzt können sich alle selbst ausrechnen, wie's um das eigene 'Karmakonto' bestellt ist. Das mit den "100% über Median" war von mir natürlich sehr provokativ angesetzt und macht auch mich zum Schlechtmenschen. Der massige Konsum, trotz der damit verbundenen Unterbezahlung der 'produzierenden Massen', scheint der einzig verbliebene Weg 'unsere gottlosen Seelen' reinzuwaschen. Natürlich könnte man auch klassisch spenden, aber naja, das erzeugt halt auf Dauer auch nur Abhängigkeiten.😉
      Scheint verflixt, es weihnachtet zum Glück schon sehr!🎁
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Russland «klaut» ganze Fabriken

Was der «weisse Konvoi» wirklich transportierte

Die Welt rätselt, was die 280 russischen Lastwagen im «weissen Konvoi» in die Ukraine transportierten. Auf den starken LKW befanden sich nur ein paar wenige Paletten mit Hilfsgütern. Tatsächlich holte sich Russland aber eine ganze Fabrik.

Sogar zweihundertprozentig regierungstreue Russen lachten lauthals heraus, als sie die Begründung der russischen Regierung hörten, warum jeder Kamaz-Lastwagen im so genannten «Hilfskonvoi» nur zwei, drei Paletten Hilfsgüter geladen hatte: «Die Kamaz-LKW konnten nicht vollständig beladen werden, um einen übermässigen Verschleiss der fabrikneuen Lastwagen zu vermeiden. Voll beladen wären die Kamaz-LKW zudem auf Bergstrassen zu langsam gefahren, um die Hilfsgüter …

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