Sport
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Premier League, 36. Runde

Liverpool – Chelsea 0:2

Crystal Palace – ManCity 0:2

Sunderland – Cardiff 4:0

Manchester City's Yaya Toure celebrates after he scores a goal during the English Premier League soccer match between Crystal Palace and Manchester City at Selhurst Park stadium in London, Sunday, April 27, 2014. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)

Manchester City kann dank Mourinhos Chelsea wieder als einziges Team aus eigener Kraft Meister werden. Bild: AP/AP

Mourinho stapelt tief

«Nein, nein, nein, nein, vergiss es… Wir sind nicht im Meisterrennen» 

In der Premier League ist zwei Runden vor Schluss ein Dreikampf um den Titel entfacht. Ein Dreikampf? Nein, das sieht ausgerechnet Startrainer José Mourinho ganz anders.

27.04.14, 19:24 28.04.14, 10:28

José Mourinho hat erneut eine defensive Meisterleistung seines Teams aufs Parkett gezaubert. Liverpool, das offensivstärkste Team der Liga, kam kaum zu Torchancen. Wie ist eine so fehlerfreie Abwehrleistung möglich, wird der Portugiese nach dem Spiel gefragt. Mourinho nickt erst nur und sagt dann: «Teamwork, Teamwork.» Sowieso habe er eine «zauberhafte Vorstellung jedes einzelnen Spielers» gesehen. Und er hält fest: «Das ist ein schöner Sieg.»

José Mourinho nach dem Sieg gegen Liverpool. Unbedingt die letzten Sekunden zum Meisterrennen anhören! Video: Youtube/showmetheFootball

Dann wird Mourinho am Ende noch zu den Aussichten befragt und der Portugiese stapelt so tief, dass man glauben muss: Jetzt verrät er sein Flunkern gleich mit einem Lächeln. Doch dieses kommt nicht. Mourinho erzählt scheinbar uninteressiert: «Jetzt haben wir gegen den Champion – Liverpool oder Manchester City – beide Spiele gewonnen.» Der Reporter fragt nach: «Aber ihr habt jetzt einen Dreikampf aus dem Titelrennen gemacht und steht mittendrin: «Nein, nein, nein, nein, vergiss es … Wir sind nicht im Meisterrennen», so die Antwort des Portugiesen.

José Mourinho bejubelt das 2:0 durch Willian. Video: Youtube 

In Tat und Wahrheit hatte sein Chelsea zuvor die englische Meisterschaft wirklich wieder spannend und zu einem Dreikampf gemacht. Die Blues gewinnen mit 2:0 bei Leader Liverpool (hier geht es zum Liveticker der Partie). Mourinho musste in Liverpool auf wichtige Spieler verzichten, unter ihnen John Terry und Petr Cech, doch er machte mit seinem «B-Team» das Beste aus der Situation. 



Mit allen Wassern gewaschen: José Mourinho und sein Team spielten gegen Liverpool von Anfang an auf Zeit. Bild: Getty Images Europe

Die Gäste aus London brachten die Liverpooler mit ihrer defensiven Spielweise aus dem Konzept. Die Reds rannten an, kamen aber nur selten zu gefährlichen Torszenen. Erschwerend hinzu kam ein fataler Fehler von Liverpools Captain Steven Gerrard, der kurz vor der Pause als letzter Mann den Ball verstolperte. Demba Ba nahm das Geschenk dankend an und erzielte souverän den Führungstreffer.

Steven Gerrards Stolperer im dümmsten Moment führt zum 1:0 für Chelsea. Gif: Youtube 

Manchester City jetzt in der Pole Position

Auch in der zweiten Halbzeit war das Heimteam klar spielbestimmend, doch die gefürchtete Offensive stellte sich zu umständlich an und blieb ohne Torerfolg. In der Nachspielzeit, als Liverpool alles nach vorne warf, erhöhte Willian gar noch auf 2:0. Damit fügte Chelsea den Reds nach 16 ungeschlagenen Spielen und elf Siegen in Serie wieder eine Niederlage zu. Der Rückstand der Blues auf den Leader beträgt nur noch zwei Punkte. 

Schlussprogramm der Titelanwärter (wir nehmen Chelsea da trotz Mourinhos Aussage rein, nur so für den Fall)

Manchester City: Everton (a), Aston Villa (h), West Ham (h)
Liverpool: Crystal Palace (a), Newcastle (h)
Chelsea: Norwich City (h), Cardiff (a)

Einen weiteren Punkt dahinter folgt Manchester City, das ein Spiel weniger ausgetragen hat und daher wegen der besseren Tordifferenz wieder erster Anwärter auf den Titel ist. Die Citizens feierten am Sonntag einen ungefährdeten 2:0-Erfolg bei Crystal Palace.

Die Entscheidung für Manchester City: Yaya Touré trifft zum 2:0. Gif: Youtube 

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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