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10.11.2015; Philadelphia; Eishockey NHL - Philadelphia Flyers - Colorado Avalanche;
Mark Streit (Philadelphia) 
(Chris Szagola/Zuma Sports Wire/freshfocus)

Bei einem guten Trade: Mark Streit könnte als erster Schweizer Feldspieler NHL-Champion werden.
Bild: Zuma/Cal Sport

Verpasst Philadelphia die Playoffs, kann Mark Streit Stanley-Cup-Sieger werden

Eine ganz besondere Vertragsklausel kann Mark Streit (38) im Frühjahr den Stanley Cup bescheren. Es hilft halt schon, wenn man mit einem der einflussreichsten Agenten der NHL befreundet ist.



Mark Streit ist der bestverdienende Schweizer Eishockeyspieler aller Zeiten. Er kassiert diese Saison bei den Philadelphia Flyers 5,75 Millionen Dollar. Sein Vertrag läuft noch ein weiteres Jahr und nächste Saison kassiert er immer noch 4,00 Millionen Dollar.

Den Kontrakt hat ihm Pat Brisson (50) ausgehandelt. Der Franco-Kanadier ist einer der einflussreichsten NHL-Agenten mit Stars wie Sidney Crosby, Patrick Kane, Jonathan Toews oder Anze Kopitar im Portefeuille. Die «Hockey News» zählt ihn zu den 100 wichtigsten Persönlichkeiten der NHL. Ex-Nati-Spieler Doug Honegger hat Pat Brisson seinem Kumpel Mark Streit vermittelt und inzwischen sind alle drei gute Freunde.

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Pat Brisson, der Agent von Mark Streit
bild: Getty images north america

Die Philadelphia Flyers müssen um die Playoffs zittern. Aber für unseren ehemaligen Nationalmannschafts-Captain könnte das Verpassen der Playoffs nach mehr als 700 NHL-Partien als erstem Schweizer Feldspieler den Stanley Cup bescheren. Pat Brisson hat nämlich eine überaus interessante Klausel in den Vertrag eingebaut.

Oft kann sich ein Spieler nicht gegen einen Transfer – meistens ist es ein Tauschgeschäft – wehren. Die General Managers wehren sich so gut es geht gegen eine sogenannte «No Trade-Klausel» im Vertrag. Sie schränkt ihren Handlungsspielraum ein. Denn der Vertrags-Passus untersagt dem Klub, den Spieler ohne dessen Einverständnis zu transferieren. Immerhin haben heute gut die Hälfte der Spieler eine Transferbeschränkung im Vertrag.

Streit kann nur zu 10 Teams getradet werden

Zeichnet sich ab, dass Philadelphia die Playoffs nicht schafft, dann ist Mark Streit Kandidat Nummer 1 für ein Tauschgeschäft. Die Frist für Wechsel läuft am 29. Februar ab. Teure Spieler, die ihre Zukunft hinter sich haben, aber mit ihrer Erfahrung und Klasse nach wie vor die Differenz machen können, werden oft von Lotterteams, welche die Playoffs verpassen, im letzten Moment zu Stanley-Cup-Kandidaten transferiert.

PHILADELPHIA, PA - OCTOBER 09: Mark Streit #32 and Claude Giroux #28 of the Philadelphia Flyers celebrate Giroux's second period goal against the New Jersey Devils at the Wells Fargo Center on October 9, 2014 in Philadelphia, Pennsylvania.   Bruce Bennett/Getty Images/AFP
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Mark Streit hatte in Philadelphia noch nicht allzu viel zu jubeln.
Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

So wird ein Neuaufbau einfacher: ein hohes Salär verschwindet aus der Buchhaltung. Das ist wegen der Salärbegrenzung («Salary Cap») wichtig. Mark Streit ist als Powerplay-Spezialist exakt so ein Spieler, der womöglich ein entscheidendes Teilchen für ein Stanley-Cup-Puzzle sein kann.

Aber Philadelphia kann Mark Streit nicht einfach zu irgendeinem Team transferieren. Der Schweizer hat eine ganz besondere, geheime Transfereinschränkung im Vertrag. Philadelphia darf ihn nur zu zehn Teams transferieren: Zu Anaheim, Los Angeles, San José, Boston, Tampa, Florida, Montréal, Vancouver, Chicago und zu den New York Rangers.

Macht es Streit wie Timonen?

Nicht alle, aber die meisten davon gelten als heisse Stanley-Cup-Kandidaten. Und es sind ja durchwegs attraktive Arbeitsorte an denen sich sicherlich auch Mark Streits schöne Freundin Fabienne Kropf wohlfühlen wird. Das Model mit abgeschlossenem Studium arbeitet in der Kommunikations-Abteilung von Swiss Ski und ihre Saison wird gerade rechtzeitig zu Ende sein, um für die Playoffs nach Nordamerika zu reisen.

Mark Streits Teamkollege Kimmo Timonen (39) bescherte letzte Saison das Glück eines späten Transfers den Stanley-Cup-Sieg. Philadelphia, ohne Chancen auf die Playoffs, transferierte ihn kurz vor Torschluss samt seinem Vertrag im Wert von 2,0 Millionen Dollar zu Chicago. Er hatte zuvor in dieser Saison wegen einer Verletzung kein einziges Spiel bestritten.

Chicago Blackhawks’ Kimmo Timonen, of Finland, celebrates after defeating the Tampa Bay Lightning in Game 6 of the NHL hockey Stanley Cup Final series on Monday, June 15, 2015, in Chicago. The Blackhawks defeated the Lightning 2-0 to win the series 4-2. (AP Photo/Nam Y. Huh)

Kimmo Timonen mit dem Stanley Cup.
Bild: Nam Y. Huh/AP/KEYSTONE

Bei Chicago war der Finne zwar eine spielerische Nullnummer mit wenig Eiszeit (in 34 Partien kein Skorerpunkt) – aber er stemmte am Ende der Saison zum Karriere-Schluss nach mehr als 1200 NHL-Spielen doch noch zum ersten und einzigen Mal den Stanley Cup in die Höhe.

Schweizer Meilensteine in der NHL

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schubidubidubid 24.01.2016 18:08
    Highlight Highlight Ich bin überhaupt kein Experte, aber war nicht Paul di Pietro Stanleycup-Sieger? Und Schweizer?
    11 2 Melden
    • gunner 24.01.2016 19:07
      Highlight Highlight Schon. Jedoch zur Zeit des Gewinns war er noch nicht schweizer Staatsbürger.
      21 0 Melden
    • Schubidubidubid 24.01.2016 19:59
      Highlight Highlight Alles klar, danke für die Info :)
      Immerhin hat mal ein echter Stanley-Cup Sieger bei "meinem" EHC Olten gespielt ;)
      17 2 Melden
  • Connor McSavior 24.01.2016 15:48
    Highlight Highlight Schon der Titel dieses Artikels ist ziemlich plakativ. Erstens muss überhaupt ein "Abnehmer" für Streit gefunden werden: Er hat noch 1 Jahr Vertrag, mit einem Caphit von 5.25M., und ist schon 38. Das birgt auch ein gewisses Risiko. Und dann muss er auch erst mal in ein Team kommen, das dann auch bereit für einen Run ist (nicht jedes auf der Liste ist das).
    35 1 Melden
    • Hayek1902 24.01.2016 16:11
      Highlight Highlight im nächsten jahr wird er "nur" noch 4 mio kosten. glaube schon, dass sich da jemand findet, streit ist schon ein verdammt starker offensivverteidiger
      23 10 Melden
    • Hayek1902 24.01.2016 16:12
      Highlight Highlight ups, die gut 5 mio muss man ja dieses jahr reindrücken
      9 2 Melden
    • Connor McSavior 24.01.2016 18:11
      Highlight Highlight @hayek ja das stimmt. Aber der Caphit (das was für den salary cap zählt) ist immer der Durchschnitt der Gesamtsumme eines Vertrages. Das heisst: Streit verdient zwar nächstes Jahr "nur" noch 4 Mio. Über die Gesamtlaufzeit des Vertrages verdient er aber im Schnitt 5.25 Mio. pro Jahr. Deshalb der Caphit.
      19 0 Melden
  • Tom Foolish 24.01.2016 15:03
    Highlight Highlight Kopfschütteln... LA (genügend offensives Talentin der Verteidigung) und vorallem New York werden nie passieren, beide benötigen Stürmer und die Rangers werden einem Division Konkurrenten nicht den verlangten Preis zahlen, Chicago's Cap Situation ist ungemütlicher als eine Sitzbank in der Kirche und die restlichen Teams auf der Liste sind nicht gerade Favoriten für den Cup. Aber das wüsste man, wenn man über die NHL wirklich Bescheid wüsste ;)
    50 6 Melden
    • Tikkanen 24.01.2016 16:38
      Highlight Highlight ...also in Tampa hats auf jeden Fall Bedarf für einen Streit. Und Ahnung hin oder her, die Bolts werden heuer in den PO's ganz lange mitmachen...
      22 5 Melden
    • Ernesto_Mueller 25.01.2016 07:18
      Highlight Highlight Tampa dürfte wirklich als einziges Team in Frage kommen. Sind im Moment ja auch wieder on Fire und dürften die Atlantic Division als 1. beenden. Zu dem hätten sie mit jonathan drouin einen jungen talentierten Spieler, welcher um einen Trade bat im Kader. Vielleicht lässt sich da was machen...
      3 0 Melden

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