USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

US-Soldat unterwegs in die Heimat

«Die Führung war mangelhaft» – in einem Brief aus der Gefangenschaft erklärte Taliban-Geisel Bergdahl, warum er seinen Stützpunkt verliess

13.06.14, 05:36 13.06.14, 09:14
FILE - In this file image taken from video obtained from Voice Of Jihad Website, which has been authenticated based on its contents and other AP reporting, Sgt. Bowe Bergdahl, sits in a vehicle guarded by the Taliban in eastern Afghanistan. Bergdahl was freed by the Taliban on May 31, 2014, in exchange for five Afghan detainees held in the U.S. prison at Guantanamo Bay, Cuba. Two American values, never leave a man behind and never negotiate with terrorists, collided in the Bergdahl calamity with each ethos running deep in the American conscience. (AP Photo/Voice Of Jihad Website via AP video, File)

Bild: AP/Voice Of Jihad Website

Der aus fünfjähriger Taliban-Gefangenschaft befreite US-Soldat Bowe Bergdahl hat seine Heimreise in die USA angetreten. Das teilte Pentagon-Sprecher John Kirby mit. Unteroffizier Bergdahl, der seit seiner Freilassung im rheinland-pfälzischen Landstuhl behandelt worden war, sei vom US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein mit einer Militärmaschine abgeflogen. 

Bergdahl wird Freitag früh (Ortszeit) im texanischen San Antonio erwartet, wo Ärzte und Betreuer weiter daran arbeiten sollen, ihn schrittweise zu reintegrieren. Auch während seines Aufenthalts im dortigen Militärkrankenhaus Brooke Army Medical Center soll er vorerst nicht an die Öffentlichkeit treten. Oberste Priorität werde sein, ihn weiterhin zu pflegen und zu unterstützen, hiess es.

Brief an Magazin: «Die Führung war Mangelhaft»

Bergdahl war vor knapp zwei Wochen in einem umstrittenen Austausch für fünf Terrorverdächtige aus dem Gefangenenlager Guantánamo Bay freigekommen. Während seiner Zeit in Gefangenschaft hatte er laut einem Bericht des Online-Magazins The Daily Beast einen Brief verfasst, in dem er zu erklären versucht, warum er seinen Stützpunkt in Afghanistan im Jahr 2009 verliess. 

«Die Führung war mangelhaft, oder überhaupt nicht vorhanden. Die Bedingungen waren schlecht und schienen sich für die Männer weiter zu verschlechtern, die ihr Leben tatsächlich bei Angriffen aufs Spiel setzten», zitierte das Magazin aus dem Brief an seine Eltern vom März 2013. Der per Hand geschriebene Brief ist eines von zwei Schreiben, das Bergdahl während seiner Gefangenschaft an seine Eltern schickte. 

Auch die US-Regierung drängt er, ihn nicht vorschnell zu verurteilen. «Falls dieser Brief es in die USA schafft, sagt den an der Untersuchung beteiligten, dass die Situation mehrere Seiten hat.» Der heute 28-Jährige fügte hinzu: «Bitte sagt (Washington) D.C., dass sie auf sämtliche Beweise warten sollen.» 

In Washington hatte der umstrittene Deal mit den Taliban unter anderem deshalb für Ärger gesorgt, weil Bergdahl seinen Posten unerlaubt verlassen haben soll. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel hatte bereits eine Untersuchung zu Bergdahls Verschwinden und dessen Gefangenschaft angekündigt. (rey/sda/dpa) 



Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Danach willst du kotzen: So ist es auf der dunkelsten Seite des Planeten Internet

Suizidale Facebook-Reiniger in Manila, depressive Influencer in China, bedrohte Frauen in Amerika: Drei Dokfilme zeigen am ZFF, was sich hinter unseren virtuellen Spassfassaden verbirgt.

Ein Fehler, heisst es, kann ein Menschenleben vernichten. Oder mehrere. Oder einen ganzen Krieg auslösen. Weshalb die «Cleaner», die Facebook-Reiniger in Manila, keine Fehler machen dürfen. Oder fast keine. Ganze drei sind pro Monat gestattet. Ein Cleaner sichtet pro Tag 25'000 Facebook-Bilder. Entscheidet über «Ignore» und «Delete». Oft ist davon die Rede, dass sie «die Plattform» von «Sünden» befreien müssen.

Die Frauen und Männer, die auf den Philippinen für Facebook die Aufgabe einer …

Artikel lesen