Wirtschaft
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600 Flüge gestrichen

Lufthansa-Personal streikt, Hunderte Flüge fallen aus  – auch die Schweiz ist betroffen

File photo of cancelled flights on a flight schedule board next to the logo of German air carrier Lufthansa at the Fraport airport in Frankfurt, April 22, 2013. Lufthansa, Germany's largest airline, said March 26, 2014, it had cancelled around 400 flights on Thursday due to a planned strike by public sector workers across the country's airports. Trade union Verdi has called on ground staff, baggage handlers and maintenance staff at almost all of Germany's big airports, including Europe's third largest hub at Frankfurt, to strike during the morning shift on Thursday, which runs until roughly 1300 GMT.  REUTERS/Kai Pfaffenbach/Files (GERMANY - Tags: BUSINESS EMPLOYMENT TRANSPORT)

Bild: Reuters

Warnstreiks an sieben deutschen Flughäfen werden den Luftverkehr in Deutschland am Donnerstag stark behindern. Allein die Lufthansa hat fast 600 Flüge gestrichen und damit nahezu jede dritte geplante Verbindung. Betroffen sind auch Verbindungen mit der Schweiz

Schwerpunkt der Streiks des Flughafenpersonals ist das grösste deutsche Drehkreuz in Frankfurt, an dem vom frühen Morgen bis 14.30 Uhr gestreikt werden soll. Warnstreiks sind auch an den Flughäfen in München, Düsseldorf, Hamburg, Köln/Bonn, Stuttgart und Hannover geplant. 

Auch die Schweiz ist betroffen

Nach einer Aufstellung der Lufthansa wurden 26 Flüge in und aus der Schweiz gestrichen. Je 6 Hin- und Rückflüge von und nach Zürich fallen aus, in Basel sind es 3 und in Genf 4. In fast allen Fällen handelt es sich um Flüge nach Frankfurt. 

Auf der Webseite der Swiss finden sie aktuelle Informationen zum Streik und zu den annullierten Flügen. Auch bei der Lufthansa können Sie sich laufend informieren.

Die Lufthansa-Tochter Swiss ist nach eigenen Angaben nur marginal vom Streik betroffen. Es müssten keine Flüge gestrichen werden, sagte eine Sprecherin am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Kleinere Auswirkungen», etwa Verspätungen, seien aber nicht auszuschliessen. Teilweise wird die Swiss Passagiere von gestrichenen Flügen des Mutterkonzerns übernehmen. 

Vor den Tarifverhandlungen

Zum Warnstreik rief die Gewerkschaft Verdi auf. Sie will mit den Aktionen Druck vor der dritten Verhandlungsrunde für die Tarifvereinbarung für den öffentlichen Dienst aufbauen. In der zweiten Runde hatte es zwar eine Annäherung in einzelnen Punkten, aber insgesamt keinen Durchbruch gegeben. 

Die Gewerkschaften fordern, dass die Einkommen der 2,1 Millionen Angestellten im Bund und in den Kommunen um einen Betrag von 100 Euro und dann zusätzlich um weitere 3,5 Prozent steigen. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt. (rey/sda/dpa) 



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