«Sie töten systematisch die Branche» – App-Entwickler attackieren Apple
Apple hat mehrere Kindersicherungs-Apps aus dem App Store entfernt, weil sie die Privatsphäre und Sicherheit der User gefährdeten. Betroffene protestieren lauthals und vermuten andere Gründe ...
Apple hat in den vergangenen Monaten mehrere Anwendungen aus seinem App Store verbannt, mit denen Eltern die Nutzung eines iPhones oder iPads ihrer Kinder kontrollieren und begrenzen können.
«Sie gefährden die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer», begründet der Konzern die Sanktionen in einer am Sonntag veröffentlichten Stellungnahme. Man sei im vergangenen Jahr darauf aufmerksam geworden, dass mehrere Kindersicherungs-Apps eine «stark eingreifende Technologie namens Mobile Device Management (MDM) verwenden».
Mit Hilfe dieses Verfahrens konnten die App-Anbieter die Geräte kontrollieren und sensible Informationen wie den Benutzerstandort, die Nutzung der Apps, E-Mail-Konten und den Browserverlauf einsehen und auch die Verwendung der Kamera kontrollieren.
Für bösartige Zwecke
Apple betonte, es gebe durchaus legitime Einsatzmöglichkeiten von MDM. «Unternehmen installieren manchmal MDM auf Unternehmensgeräten, um eine bessere Kontrolle über proprietäre Daten und Hardware zu behalten.»
Es stelle aber ein grosses Risiko dar, wenn ein privates, verbraucherorientiertes App-Unternehmen eine MDM-Kontrolle über das Gerät eines Kunden übernehme. MDM-Profile könnten auch von Hackern verwendet werden, um sich für bösartige Zwecke Zugang zu verschaffen.
«Eltern sollten ihre Ängste über die Gerätenutzung ihrer Kinder nicht gegen Risiken für Privatsphäre und Sicherheit eintauschen müssen und der App Store sollte keine Plattform sein, um diese Entscheidung zu erzwingen.
Niemand ausser den Eltern sollte uneingeschränkten Zugriff auf die Geräteverwaltung ihres Kindes haben.» Man habe deshalb den betroffenen Anbietern 30 Tage Zeit gegeben, um die Apps so umzustellen, dass sie nicht mehr gegen die Richtlinien des App Stores verstossen. «Diejenigen, die es nicht getan haben, wurden aus dem App Store entfernt.»
Apple wies den Vorwurf von betroffenen App-Entwicklern zurück, der iPhone-Konzern wolle die Anbieter von Kindersicherungs-Software zurückdrängen, weil Apple inzwischen ein eigenes System zur Überwachung der Nutzungsgewohnheiten anbietet. «Sie töten systematisch die Branche», sagte Amir Moussavian, Chef des App-Anbieters OurPact der «New York Times».
«Apple has removed our parent iOS application from the iOS App Store on the heels of iOS 12 Screen Time’s release. We’re very disappointed in this decision, but remain dedicated to securing options for family screen time management.»
quelle: support.ourpact.com
Apple entgegnete, es gehe nicht ums Geschäft, sondern um die Sicherheit. Im App Store gebe es viele äusserst erfolgreiche Anwendungen, die Funktionen und Dienste bieten, die auch von Apple selbst offeriert werden. «Wir sind bestrebt, diesen Apps einen Ort zu bieten, an dem sie wachsen können, da sie die Benutzerfreundlichkeit für alle verbessern.»
Entwickler kritisierten gegenüber der «New York Times», dass die Kontrollmechanismen von Apples eigener Funktion, Bildschirmzeit genannt, keinen umfassenden Schutz für Kinder bieten würden. Der in iOS integrierte Schutz blockiere etwa nur im Apple-Browser Safari Pornos Inhalte für Erwachsene, nicht jedoch in anderen Web-Tools, die es für das mobile Betriebssystem vielfach gebe, schreibt heise.de.
(sda/awp/dpa)
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