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450 Geldbussen wegen «sexistischer Beleidigung» in Frankreich

Publiziert: 30.04.19, 14:04

24 krass sexistische Werbungen, die tatsächlich mal gedruckt wurden

In einer fernen Zukunft werden gar Frauen auf den Mond fliegen! Und dort werden sie ... putzen. thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Nein, also wirklich! Das wird man wohl noch sagen dürfen! thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
«Blas' ihr ins Gesicht und sie wird dir überall hin folgen.» Komisch, aber als wir das versuchten, klappte es irgendwie nicht. thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Dort, wo sie hingehört. Ach. thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Natürlich. Alle «temperamentvollen Frauen» wollen «gezähmt» werden. Und das Auto war erst noch sch****e. thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
So sehen Frauen hinter dem Steuer aus. Allesamt. thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Und so die Autos nachher. thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
«Mami, gönn dir erst mal 'ne Zigi.» thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Vielleicht ist es unsere leicht perverse Fantasie, vielleicht auch die übersexualisierte 2015-Sichtweise ... aber findet ihr nicht auch, dass das nicht wirkliche nach «Strafe» aussieht? thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Obacht Amerika! WER wählt Demokraten? Natürlich das «Pillenschluckende, Penis liebende Satansweib»! thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Haha. Scheinwerfer. Hihi. Gecheckt? OK, Schnauze! thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
GUT GEBAUT. Für KOMFORT. Muahahahaha. thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Hey Ladies! Putzen macht schlank! thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Und erst noch schön! thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Immerhin, die reden nicht um den heissen Brei herum. thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Nein! Geht nicht nach draussen! Dort ist's gefährlich! thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Sagt mal, welcher Idiot steigt mit Kravatte und Hemd ins Bett? thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Offenbar. Uff. thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
«Und wenn er's dir nicht sofort kauft, dann weine ein bisschen.» Weinen hilft. thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Ein kleines Füllerchen für deine kleinen Händchen! thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Falten? Du bist SELBER SCHULD! thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Jaja. Und deine klitzekleinen Fingerchen gehören dorthin auf das Tastatürchen! thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Einmal schlechter Atem und er ist flutsch und weg! thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo
Tja ... vielleicht solltest du! Am besten mit dieser Bedienungsanleitung, geschrieben von einem «bedeutenden Fachman dieser virilen Kunst». thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo / thoughtcatalog/neatdesigns/huffpo

Die französische Regierung hat eine positive Bilanz des neuen Gesetzes gegen Sexismus gezogen. Seit Inkrafttreten des Verbots «sexistischer Beleidigungen» vor rund neun Monaten seien in fast 450 Fällen Geldbussen verhängt worden, sagte die für Gleichstellung zuständige Staatssekretärin Marlène Schiappa am Dienstag in der Nationalversammlung.

Frankreich ist nach ihren Worten «das erste Land in der Welt, das Belästigung auf der Strasse bestraft». Schiappa nannte die Zahl der Geldbussen ermutigend. Die Massnahme sei effizient, und sie werde künftig noch stärker wirken.

Das Gesetz «für einen verstärkten Kampf gegen sexistische und sexuelle Gewalt» ist seit Anfang August in Kraft. Es schafft ein neues Delikt der «sexistischen Beleidigung». Darauf stehen Geldbussen in Höhe von 90 bis 750 Euro, wenn der Täter sein Opfer herabwürdigt oder bedroht und wenn er in flagranti erwischt wird.

Bis zu 3000 Euro Busse kann die Polizei in besonders schweren Fällen verhängen - etwa wenn Minderjährige belästigt werden oder die Tat in einem öffentlichen Verkehrsmittel geschieht.

Im September war ein erster Fall bekannt geworden: Ein 30-jähriger Mann wurde in Draveil südlich von Paris zu einer Geldbusse von 300 Euro verurteilt, weil er eine 21 Jahre alte Frau in einem Bus auf den Po geschlagen und als «Hure» beschimpft hatte. (aeg/sda/afp)

Sind diese 8 Werbungen sexistisch?

Inserat für Gerätebenzin Der Vorwurf: Die Abbildung der knapp bekleideten Frau mit Helm und Kopfhörern, die mit weit gespreizten Beinen auf einem Fass sitzt, sei geschlechterdiskriminierend. zvg
Das Urteil der Lauterkeitskommission: Klarer Fall von geschlechterdiskriminierender Werbung. «Es besteht keinerlei Sachzusammenhang und Notwendigkeit, eine Frau in der vorliegenden Art zur Bewerbung von Gerätebenzin darzustellen.» zvg
Werbespot «Probier meinen BH» Der Vorwurf: Die Würde des männlichen Geschlechts wird verletzt. Da das männliche Model in rein dekorativer Funktion als Blickfang dargestellt wird.
Das Urteil der Lauterkeitskommission: «Da beide Geschlechter inszeniert werden und das männliche Model sogar erst am Ende des Spots in den Mittelpunkt tritt, kann verneint werden, dass der Mann vorliegend als dekorativer Blickfang dient.» zvg
Schaufensterwerbung Der Vorwurf: Mit dem Sujet «pin-ups and bombs» für Uhren zu werben, ist sexistisch.
Das Urteil der Lauterkeitskommission: «Aufgrund der konkreten Gestaltung mit der Frau und den gespreizten Beinen ist die Skulptur als entwürdigend für das weibliche Geschlecht einzuschätzen.» zvg
Plakat für Silvesterparty Der Vorwurf: Die Würde der Frau wird verletzt. Das der Schambereich nur mit einer Flasche Champagner verdeckt wird.
Das Urteil der Lauterkeitskommission: «Die Darstellung einer Frau mit nacktem Schambereich hat keine natürliche Verbindung zur Bar.» zvg
Inserat für Schutzbekleidung: Werben mit einer nackten Frau im Kettenhemd für Schutzkleidung ist sexistisch.
Das Urteil der Lauterkeitskommission: Es gibt einen Sachzusammenhang. «Die Kettenmaterial-Produkte werden im Sicherheits- und Designbereich durchaus direkt auf der Haut getragen.» zvg
Plakat «Heisses Gerät» Der Vorwurf: Der Mann mit nackten Oberkörper wird zusammen mit der Aussage «Heisses Gerät» zum Sexualobjekt degradiert.
Das Urteil der Lauterkeitskommission: «Die Abbildung des männlichen Models dient lediglich als Eyecatcher respektive Blickfang für die kommerzielle Kommunikation. Dass er zudem mit einer Flüssigkeit übergossen wird, macht ihn zusätzlich zu einem willenlosen und manipulierenden Objekt. Dies verletzt die Würde des männlichen Geschlechts.» zvg
Inserat Forstlösung Der Vorwurf: Die Abbildung einer Frau mit kurzem Rock neben einem Mann in Arbeitskleidung ist geschlechtsdiskriminierend.
Das Urteil der Lauterkeitskommission: Es gebe einen klaren Zusammenhang zu den beworbenen Büro-Dienstleistungen der «Forstlösung». «Zudem dient die Abbildung der Frau nicht als Blickfang.» zvg
Auch watson wurde kritisiert: Der Vorwurf: Das Plakat am Busfenster der Winterthurer Stadtbusse sei eine Zumutung und eine Beleidigung, speziell für Frauen. Die Werbebilder würden die Frau zu einem Artikel erniedrigen. zvg
Das Urteil der Lauterkeitskommission: Das Sujet weise einen klaren Bezug zu einem damals aktuellen Thema auf. «Bei der abgebildeten Person handelt es sich um das den Durchschnittsadressaten bekannte Fitnessmodell Anja Zeidler, deren Brustoperationen in den Medien thematisiert wurden.» Das Sujet sei daher zulässig. zvg

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