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Marco Reus ist endlich zurück auf dem Feld – und darf sich sogleich als Torschütze feiern lassen. Bild: www.imago-images.de

Reus trifft 3 Sekunden nach der Einwechslung – HSV-Spieler greift Dresden-Fan an

Publiziert: 15.09.20, 07:10 Aktualisiert: 15.09.20, 07:10

Borussia Dortmund meistert die 1. Runde des deutschen Cup souverän. Gegen Drittligist MSV Duisburg siegt das Team des Schweizer Trainers Lucien Favre 5:0.

Begünstigt wurde der klare Dortmunder Sieg von einer Roten Karte in der 38. Minute gegen Duisburgs Verteidiger Dominic Volkmer nach einem Notbremse-Foul an Erling Haaland. Thorgan Hazard nutzte den fälligen Freistoss zum 3:0, nachdem zuvor die englischen Youngsters Jadon Sancho (14./Handspenalty) und Neuzuzug Jude Bellingham (30.) getroffen hatten. Bellingham ist mit seinen 17 Jahren und 77 Tagen der jüngste Torschütze der BVB-Geschichte.

Das wunderbar herausgespielte 0:2 durch Jude Bellingham. Video: streamja

Das 0:3 durch Thorgan Hazard. Video: streamja

Beim BVB standen die beiden Schweizer Manuel Akanji und Marwin Hitz auf dem Platz, Stammgoalie Roman Bürki wurde von Favre wie in der vergangenen Saison im Cup geschont.

Einen speziellen Abend erlebte Marco Reus. Nach über sieben Monaten Verletzungspause kehrte der Captain zurück aufs Feld und traf 3 Sekunden nach seiner Einwechslung mit seiner zweiten Ballberührung.

Marco Reus trifft zum 0:4 Video: streamja

Eklat in Hamburg

Bereits aus dem Pokal ausgeschieden ist der Hamburger HSV. Gegen das in die 3. Liga abgestiegene Dynamo Dresden gab es eine 1:4-Klatsche – nach der Partie kam es dann zum Eklat. Innenverteidiger Toni Leistner, gebürtiger Dresdner und von 2010 bis 2014 selbst im Trikot von Dynamo, wurde von einem Fan provoziert. Leistner wollte gerade ein TV-Interview geben und sprang plötzlich über die Brüstung auf die Tribüne. Dort knöpfte er sich einen Dresden-Fan vor, der offenbar seine Familie beleidigte.

«Meine Familie lasse ich nicht beleidigen», erklärte er anschliessend im bei «Sky». Am Abend folgte auf Instagram eine Entschuldigung.

screenshot: instagram

Einen ebenfalls blamablen Auftritt zeigte Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld mit dem Schweizer Cedric Brunner. Sie verloren gegen den Viertligisten Rot-Weiss Essen mit 0:1. Den entscheidenden Treffer ferzielte Simon Engelmann bereits nach einer halben Stunde. Nach Hertha Berlin ist die Arminia bereits der zweite Bundesligist, dem die 1. Cup-Runde zum Verhängnis wurde.

(zap)

Die grössten Sensationen im DFB-Pokal

Saison 2020/21: Viertligist Rot-Weiss Essen düpiert im Achtelfinal Bayer Leverkusen. Der ehemalige Bundesligist schlägt den haushohen Favoriten mit 2:1 nach Verlängerung. keystone / Martin Meissner
Saison 2020/21: Zweitligist Holstein Kiel wirft den amtierenden Triple-Sieger Bayern München in der 2. Runde raus. Der Ausgleich zum 2:2 fällt in der 95. Spielminute, am Ende gewinnt Kiel nach 12 geschossenen Penaltys im Elfmeterschiessen. keystone / Christian Charisius
Saison 2019/20: Regionalligist Saarbrücken wirft den 1. FC Köln in der 2. Runde mit 3:2 aus dem Wettbewerb, obwohl man eine 2:0-Führung verspielt. Im Viertelfinal werfen die Saarländer Fortuna Düsseldorf raus und ziehen als erster Viertligist in der Geschichte des DFB-Pokals in die Halbfinals ein. Dort ist gegen Leverkusen Schluss.
Saison 2018/19: Der viertklassige SSV Ulm 1846 wirft mit Eintracht Frankfurt niemand geringeres als den Titelverteidiger aus dem Bewerb. Die Ulmer siegen 2:1. EPA/EPA / DANIEL MAURER
Saison 2016/17: Bayer Leverkusen blamiert sich in der 2. Runde gegen die Sportfreunde Lotte. Trotz zweimaliger Führung und 52 Minuten in Überzahl verliert der Champions-League-Teilnehmer im Elfmeterschiessen. Die Sportfreunde sorgen bereits in der 1. Runde für eine Sensation – gegen Werder Bremen gewinnen sie 2:1. EPA/dpa / Guido Kirchner
Saison 2014/15: Drittligist Arminia Bielefeld schaltet nacheinander die Bundesligisten Hertha BSC (4:2 im Elfmeterschiessen), Werder Bremen (3:1) und Borussia Mönchengladbach (5:4 im Elfmeterschiessen) aus und zieht in den Halbfinal ein. X00970 / INA FASSBENDER
Saison 2012/13: Der Viertligist Berliner AK düpiert den Europacup-Anwärter 1899 Hoffenheim in der 1. Runde 4:0. Torhüter Tim Wiese und Trainer Markus Babbel sind bedient.
Saison 2011/2012: RB Leipzig ist damals noch Viertligist und wirft in der 1. Runde den VfL Wolfsburg raus. AP dapd / NORMAN REMBARZ
Saison 2009/10: Als Bundesliga-Spitzenreiter reist der Hamburger SV zu Drittligist VfL Osnabrück und scheitert im Elfmeterschiessen. Im Achtelfinal geht das Märchen der Lila-Weissen weiter: Mit 3:2 wird auch Borussia Dortmund eliminiert. AP / Axel Heimken
Saison 2006/07: Regionalligist FK Pirmasens bodigt in der 1. Runde den amtierenden Vizemeister Werder Bremen mit 4:2 im Elfmeterschiessen.
Saison 2001/02: Der 1. FC Nürnberg unterliegt dem SSV Ulm in der 1. Runde mit 1:2 – bis heute die einzige Niederlage eines Erst- bei einem Fünftligisten.
Saison 2000/01: Die letzte Niederlage von Bayern München gegen einen Unterklassigen: In der 2. Runde scheitert der spätere Champions-League-Sieger am Viertligisten 1. FC Magdeburg. AP / ROBERTO PFEIL
Saison 2000/2001: Die Amateure des VfB Stuttgart (3. Liga) schlagen Eintracht Frankfurt in der 1. Runde gleich mit 6:1. In der 2. Runde treffen sie auf das eigene Profiteam und verlieren 0:3. Danach wird das Regelwerk angepasst, so dass interne Klub-Duelle nicht mehr möglich sind.
Saison 1997/98: Drittligist Eintracht Trier schafft das scheinbar Unmögliche und wirft in der 2. Runde UEFA-Cup-Sieger Schalke raus. Im Achtelfinal muss mit Borussia Dortmund der Champions-League-Sieger daran glauben. AXEL SEIDEMANN
Saison 1995/96: Rolf Fringer und sein VfB Stuttgart mit dem magischen Dreieck Krassimir Balakow, Fredi Bobic und Giovane Elber verliert gegen Regionalligist SV Sandhausen das längste Elfmeterschiessen der DFB-Pokal-Geschichte mit 12:13.
Saison 1994/95: Das Waterloo von Bayern München! In der 1. Runde verlieren die Superstars von Trainer Giovanni Trapattoni gegen Regionalligist Vestenbergsgreuth mit 0:1.
Saison 1992/93: Die Amateur-Mannschaft von Hertha BSC sorgt für Furore. Erst im Final verlieren die «Hertha-Bubis» gegen Bayer Leverkusen 0:1. Zuvor müssen Leipzig, Hannover, Nürnberg und der Chemnitzer FC dran glauben. Hertha BSC
Saison 1991/92: Als bisher einziger Zweitligist gewinnt Hannover 96 den DFB-Pokal. Im Final gewinnt man gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach mit 4:3 nach Elfmeterschiessen.
Saison 1990/91: Die erste Cup-Blamage der Bayern – 0:1 verlieren die von den Weltmeistern Jürgen Kohler und Klaus Augenthaler angeführten Münchner gegen den Drittligsiten FV 09 Weinheim.
Saison 1984/85: Den Hamburger SV erwischt es in der 1. Runde gegen den Drittligisten SC Geislingen. Es ist die erste Pokal-Sensation seit 10 Jahren.
Saison 1974/75: Die Mutter aller Pokalsensationen: Drittligist VfB Eppingen schlägt den damals noch grossen Hamburger SV in der 2. Runde sensationell mit 2:1.

Ein wahrer Kommentator eskaliert auch ohne Fussball

Video: watson / Lino Haltinner

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