Zwischen den beiden Aufnahmen vom Matterhorn liegen fast auf den Tag genau 45 Jahre. In diesem Zeitraum ist dramatisch viel Eis weggeschmolzen.
Urbanisierung auf Philippinisch: Die Hauptstadt Manila ist eine der dichtest besiedelten Städte der Welt. Zwischen Januar 1989 (links) und dem Jahr 2012 ist das Wachstum förmlich explodiert. Der Fluss Pasig, der mitten durch die Stadt fliesst, ist einer der verschmutztesten der Welt.
Vom Carroll-Gletscher in Alaska ist nicht mehr viel übrig geblieben. Links im August 1906. Rechts eine Aufnahme vom Juni 2004.
Schilf und Gräser waren jahrhundertelang das Erkennungszeichen der Küstenstreifen südöstlich von Peking. In den Neunzigern siedelte sich Industrie in Binhai an, sie nutzte die günstige Lage: Dort hat sie Anbindung an Flüsse und eine geschützte Meeresbucht. Der Vergleich der Satellitenbilder von 1992 und 2012 dokumentiert den Wandel.
Der Mau Forest war Kenias wichtigste Sammelstelle für Regenwasser – der von Bäumen und Büschen dicht bewachsene Boden speicherte Unmengen Wasser. Seit 1973 (linkes Foto) wurde aber ein Viertel des Waldes gerodet. Das rechte Bild von 2009 dokumentiert den Kahlschlag.
Das Great Barrier Reef hat 2016 besonders unter der Korallenbleiche gelitten, wie dieses Vorher-nachher-Foto einer Koralle vor Lizard Island zeigt. (XL Catlin Seaview Survey)
In der ägyptischen Wüste breiten sich Ackerflächen aus. Ingenieure haben Bewässerungsrohre von der Al-Farafra-Oase aus in die unwirtliche Umgebung verlegt. Das Satellitenbild von 2012 (rechts) zeigt das Ergebnis: Nutzpflanzen gedeihen mitten in der Wüste. Noch 1987 war die Landschaft karg.
Der See Mar Chiquita in Argentinien ist ein Notfall. Seine Lebensader wurde verletzt, jetzt liegt er im Sterben. Seit Landwirte, Unternehmer und Privatleute den Zufluss des Sees abzapfen, schrumpft er. Der See ist im September 2011 nur noch halb so gross wie 1998 (Bild links), dicke Salzkrusten bedecken seinen ehemaligen Grund.
Der Balbina-Stausee wurde mitten in Brasiliens tropischen Regenwald gebaut. Das Wasserkraftwerk dient der Stromversorgung von Manaus – doch für viele ist das Bauwerk eine grosse Umweltkatastrophe: Indios wurden umgesiedelt, die Ausbreitung von Krankheiten wird angeblich begünstigt und der Kohlendioxid-Ausstoss soll um ein Vielfaches grösser sein als bei einem Kraftwerk mit gleicher Leistung.
Die Goldmine Omai in Guyana gehört zu den grössten der Welt (Bild links von 1977, rechts von 2005). Bei einem Dammbruch 1995 flossen Millionen Kubikmeter verseuchten Wassers in den Fluss Omai. Auf einer Länge von 80 Kilometer musste der Fluss zur Sperrzone erklärt werden.
In der Wüste Saudi-Arabiens wird durch Grundwasserentnahme landwirtschaftlicher Anbau möglich (Bilder von links nach rechts im Jahr 1987, 2000 und 2012). Experten schätzen, dass die Wasserbestände nur noch 50 Jahre reichen.
Der Yacyretá-Staudamm an der Grenze zwischen Uruguay und Argentinien wurde 1992 fertiggestellt und hat die Landschaft nachhaltig verändert (Bild links: Januar 1988, Bild rechts: April 2008).
Der Lyell-Gletscher im Yosemite National Park in Kalifornien hat von 1883 bis 2015 fast 80 Prozent seiner Eiszunge verloren – zehn Prozent davon alleine in den letzten vier Jahren.
Gletscherschmelze in Alaska: Der Muir-Gletscher auf einer Aufnahme 1882 (links) und im August 2005 (am genau gleichen Ort).
Die Welt verändert sich nicht nur zum Schlechten: Diese Aufnahmen zeigen die Luftverschmutzung an der Nordostküste der USA im Jahr 2005 (links) und 2011. In dieser Region ist der Anteil von Stickstoffdioxid stark gesunken (Denver −22, New York City −32 Prozent).
Links der Lake Powell im US-Bundesstaat Utah im Jahr 1999. Nach Jahren der Dürre und stetiger Wasserentnahme hat er im Jahr 2014 noch 42 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität.
Der Gelbe Fluss (Huang He) in China transportiert jährlich Millionen Tonnen an Sedimenten. Das führte dazu, dass sich das Flussdelta von 1985 (Aufnahme links) bis 2014 markant verändert hat.
Ein Sturm brachte am 8. April 2002 viel Sand über die chinesische Region von Liaoning. Links eine Aufnahme vom 23. März desselben Jahres.
Das Ausmass der Atomkatastrophe von Tschernobyl zeigt sich auch 25 Jahre später noch. Die Aufnahme links zeigt die Gegend kurz vor dem verheerenden Unfall: bebaute Felder (helle Farben), Städte (blau und lila) und alte Wälder (dunkelgrün). 2011: Die verlassenen Städte sind verfallen, das Gras hat die Bauernhöfe und Felder langsam zurückerobert (hellgrün) und die Wälder wurden auf Geheiss der Regierung gerodet und neu aufgeforstet.
Nach Ausbruch des somalischen Bürgerkrieges und einer damit verbundenen Hungersnot flüchteten in der ersten Hälfte der 1990er Jahre bis zu 400'000 Menschen aus Somalia nach Daaba in Kenia. Die Aufnahme links entstand 1986 vor der Flüchtlingswelle, das Bild rechts ist vom Dezember 2007.
Die Suche nach Öl und Gas hat die Landschaft in Texas geprägt. Zwischen 1986 (Bild links) und Mai 2014 (rechts) hat die Zahl der Öl-Türme stark zugenommen (weisse und schwarze Kreise). Zudem haben Dürre und Waldbrände die Region in Mitleidenschaft gezogen.
Wo im Jahr 2011 im US-Bundesstaat Kalifornien noch Landwirtschaft betrieben wird (links), ist 2015 die Topaz Solar Farm aus dem Boden geschossen. Ihre Panels bedecken 24,6 Quadratkilometer Fläche und liefern Strom für 160'000 Haushalte.
Las Vegas ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der USA. Zwischen 2000 und 2010 wuchs die Stadt um 42 Prozent. Die Zahl der Einwohner stieg von 1,3 Millionen auf fast zwei Millionen Einwohner. Die Bilder zeigen Las Vegas 1974 (links), 1992 (Mitte) und 2013.
Der Urmiasee im Iran war einst der grösste Salzwasser-See im Mittleren Osten. Dürre und die Landwirtschaft haben dem Gewässer jedoch arg zugesetzt: Im Juli 2014 (Bild rechts) hat der See gerade mal noch zehn Prozent der Wassermenge, die er in den 1970ern hatte. Auch im September 2000 war der See noch viel grösser (Bild links).
Die La-Escondida-Mine in Chile ist die grösste Kupfermine der Erde. Sie frisst sich auf einem riesigen Gebiet durch die Atacama-Wüste: links im Jahr 1975, rechts 2008.
Der Gletscher Qori Kalis in den peruanischen Anden liegt in einer Region, die aussergewöhnlich stark vom Klimawandel betroffen ist. Die Gletscherzunge reichte 1978 noch weit ins Tal hinunter – 2011 ist ein grosser Teil zu einem Gletschersee geschmolzen.
In den 1980ern lebten 12'000 Menschen in Hurghada (Bild links vom Januar 1985). Doch mit dem Aufstieg zum Touristen-Paradies wuchs auch der ägyptische Küstenort. 120'000 Einwohner und eine Million Touristen tummelten sich dort 2014 (Aufnahme rechts).
Incheon in Südkorea hat sich in den letzten 32 Jahren in enormem Ausmass verändert. Inseln wurden miteinander verbunden, gewaltige Wohn- und Geschäftshäuser hochgezogen und ein neuer Flughafen gebaut. Die Hafenstadt ist mittlerweile mit der Hauptstadt Seoul zusammengewachsen, ist aber immer noch eine eigenständige Stadt.
Der Aral-See war noch in den 1960er Jahren der viertgrösste See der Welt. Dann begann die damalige Sowjetunion, das Wasser für die Landwirtschaft abzuschöpfen. Wo 2000 (links) noch grünes Wasser zu erkennen ist, kann man nach einer Dürreperiode im Jahr 2014 trockenen Fusses spazieren gehen. Die schwarzen Umrisse links zeigen übrigens die ursprüngliche Grösse.
21 Millionen Menschen leben heute im Grossraum von Peking. Gemäss einer Studie hat sich Pekings Infrastruktur zwischen 2000 und 2009 vervierfacht. Die Strassen und Gebäude wärmen die Stadt im Winter um drei bis vier Grad Celsius auf und bremsen gleichzeitig den Wind, so dass die Abgase oft nicht mehr weggeblasen werden.
Nochmals Peking: Aufnahme links: 1977; Aufnahme rechts: 2011.
Bis in die frühen 1950er Jahre war Cancún eine von der Zivilisation weitgehend unberührte Halbinsel mit einigen wenigen Fischerdörfern und Ruinen der Maya. Dann entschloss sich die mexikanische Regierung 1969, den Ort zum Ferienparadies zu wandeln. Heute leben über 700'000 Menschen in Cancún. Aufnahme links: Februar 1979; Aufnahme rechts: Januar 2009.
Von seiner Entdeckung im Jahr 1794 bis in die 1980er (Bild links vom Juli 1986) blieb der Columbia-Gletscher stabil. Doch seither schmilzt das Eis in rasantem Tempo. Bis ins Jahr 2014 (Bild rechts) zog sich der Gletscher um mehr als 20 Kilometer zurück, zugleich nahm seine Dicke deutlich ab. Rund die Hälfte seines Gesamtvolumens ist in den letzten 25 Jahren verschwunden.
Die Luftfahrt hat an Bedeutung gewonnen. 1974 wurde der Flughafen von Dallas eröffnet (Bild links). Bis im August 2013 ist er zum zweitgrössten in den USA ausgebaut worden.
Im Mai 2014 wüteten um San Diego in Kalifornien heftige Waldbrände. Das Ausmass ist auf den NASA-Aufnahmen (links 9. Mai, rechts 17. Mai 2014) deutlich zu sehen.
Die Region Rondônia im Nordwesten von Brasilien ist von einer halben Million Einwohnern im Jahr 1980 auf 1,5 Millionen im Jahr 2009 angewachsen. Der Amazonas-Regenwald (links eine Aufnahme vom Juni 1975) wurde hier dramatisch abgeholzt (rechts die Aufnahme vom August 2009).
Kalifornien leidet seit Jahren unter einer starken Dürre. Nicht nur ausbleibender Regen macht dem Staat zu schaffen. Auch die fehlende Schneedecke in der Sierra Nevada kann den Wassermangel nicht lindern (Bild links: 23. Februar 2011, Mitte: 12. Februar 2013, rechts: 23. Februar 2014).
Dubai, einst Beduinen-Nest am Persischen Golf, ist heute eine Boomtown mit ehrgeiziger Wolkenkratzer-Architektur und Multikulti-Atmosphäre. Wo sich vor zwei Jahrzehnten noch unberührte Strände an der Küste hingezogen hatten, stampften Tausende von Bauarbeitern aus Pakistan und Indien, von den Philippinen und Malaysia künstliche Inseln aus dem Meer. Aufnahme links: 27. November 2001; Aufnahme rechts: 12. November 2012.
Der Gran Chaco ist eine Region mit Trockenwäldern und Dornbuschsavannen im Inneren Südamerikas. Er umfasst den Norden von Argentinien, den westlichen Teil von Paraguay und den Südosten von Bolivien. Die Landwirtschaft hat sich in dieser Region stark ausgebreitet, wie der Bildervergleich vom März 1977 und April 2008 zeigt.
Im Oktober 2013 zog Taifun Nari über Kambodscha. Die Folgen sind unübersehbar: Über eine halbe Million Menschen waren von den Überschwemmungen betroffen, 300'000 Hektaren (Reis-) Felder wurden zerstört.
Der Mirani-Staudamm in Pakistan wurde 2006 fertig. Er bringt der Region Trinkwasser, dient der Bewässerung von Feldern und erzeugt Strom. Doch er birgt auch Gefahren: 2007 führten starke Regenfälle zur Überschwemmung, 15'000 Menschen mussten evakuiert werden.
Noch ein Beispiel dafür, wie der Mensch die Landfläche künstlich vergrösserte und zur Wachstumsexplosion beitrug: links eine Aufnahme von Singapur im Oktober 1973, rechts im Februar 2009. Künstliche Inseln sind entstanden, und die Stadt ist auf fünf Millionen Menschen gewachsen.
Der Bundesstaat Rio Grande do Sul ist der südlichste von Brasilien – und der grösste Reisproduzent des Landes. Seit 1975 haben zahlreiche Familienbetriebe Reisfelder angelegt und so 200'000 Jobs geschaffen. Probleme bereiten die Abgase der Dieselmotoren. Zudem ist die Region durch den Reisanbau für 20 Prozent von Brasiliens Methangas-Ausstoss verantwortlich.