Diese Satelliten-Bilder zeigen die einzig gute Seite des Coronavirus
Für einmal hat das Coronavirus auch etwas Gutes: Wie Satellitenbilder der NASA zeigen, ist die Luftverschmutzung in China seit dem Ausbruch des Virus massiv gesunken.
Vor allem die Stickstoffdioxidkonzentration in der Luft hat rapide abgenommen. Das schädliche Gas wird hauptsächlich von Autos, Kraftwerken und grossen Industrieanlagen ausgestossen.
Die NASA führt den Rückgang zumindest teilweise auf die deutlich verringerte wirtschaftliche Tätigkeit in China zurück. Auch die hohe Anzahl an Quarantänemassnahmen und der damit einhergehende reduzierte Verkehr auf den Strassen tragen ihren Teil dazu bei.
Die Bilder aus Wuhan, dem Epizentrum der Corona-Krise, sprechen Bände:
Doch nicht nur in Wuhan nimmt die NO2-Belastung massiv ab. Gemäss den Wissenschaftlern der NASA lässt sich das Phänomen in ganz China beobachten.
Fei Liu, eine Luftqualitätsforscherin der NASA, ist erstaunt ob des drastischen Rückgangs der Gase:
Es sei normal, dass es bei spezifischen Events wie zum Beispiel dem chinesischen Neujahr, währenddem viele Firmen und Fabriken geschlossen haben, zu einem Rückgang der Emissionen komme. Danach würden diese jeweils jedoch schnell wieder ansteigen. Nicht so dieses Jahr.
«Dieses Jahr ist die Rückgangs-Rate signifikant höher als die letzten Jahre. Zudem hält sie auch länger an», sagte Liu. Die NO2-Werte lägen momentan bis zu 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt für diese Jahreszeit.
(dfr)
Das Coronavirus breitet sich aus (Ende Februar)
Ein Mitarbeiter arbeitet an der Installation einer COVID-Triage, die ausserhalb des Berner Inselspitals installiert wurde. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Am 28. Februar verkündet Alain Berset, dass alle Gross-Events mit über 1000 Teilnehmern abgesagt werden. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
So schützt man sich richtig. Händewaschen, Niesen und bei Fieber zuhause bleiben. TI-PRESS / FRANCESCA AGOSTA
Ein Mitarbeiter der Bundeszollverwaltung verteilt an der schweizerisch-italienischen Grenze Broschüren über die Präventionskampagne des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) gegen die Ausbreitung des Coronavirus. TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI
Leere Strassen nach der Absage des wegen des Coronavirus' abgesagten Karnevals in Tesserete im Tessin. KEYSTONE/Ti-Press / Samuel Golay
Ein Mitglied des Zivilschutzes teilt Patienten ein beim Eingang des Regionalspitals Mendrisio Beata Vergine. KEYSTONE/TI-PRESS / DAVIDE AGOSTA
Grenzübergang bei Chiasso: Am 25. Februar hat das Coronavirus die Schweiz erreicht. KEYSTONE / Pablo Gianinazzi
Die rasante Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Italien hat ihre Spuren hinterlassen: Viele Supermarktregale in Norditalien sind leergekauft. EPA / ANDREA CANALI
Das Städtchen Casalpusterlengo wurde am Wochenende abgeriegelt. Vor dem Laden bildete sich eine lange Warteschlange. EPA / Paolo Salmoirago
Viele gingen nur noch mit Schutzmaske aus dem Haus. EPA / Andrea Fasani
Der Ansturm war auch in Esselunga gross ... EPA / Giulia Costetti
Dort wurden ganze Regale leergekauft ... EPA / Alessandra Rotili
Die abgeriegelte Stadt Casalpusterlengo. EPA / Paolo Salmoirago
Warnhinweise in Casalpusterlengo. EPA / Andrea Fasani
Am 23. Februar wurde ein Zug an der österreichischen Grenze gestoppt, weil bei zwei Passagieren der Verdacht bestand, dass sie mit dem Coronavirus infiziert sind. EPA / Johann Groder
Das Coronavirus brachte auch die Fussball-Spielpläne durcheinander: In Verona und drei weiteren Städten wurden Spiele der Serie A verschoben. EPA / EMANUELE PENNACCHIO
Eine Pendlerin mit Atemschutzmaske am Bahnhof in Mailand. EPA / MATTEO CORNER
Coronavirus Strassenumfrage
Video: watson / Linda Beciri, Emily Engkent
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