Die Dokumentationsreihe "Die Schweizer" von Schweizer Fernsehen SRF hat weder Frauen diskriminiert noch Gewalt verherrlicht. Die unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) hat eine Beschwerde , die dies monierte, abgewiesen, wie die UBI am Montag mitteilte.
Die vierteilige Reihe stellte Persönlichkeiten der Schweizer Geschichte vor , etwa Werner Stauffacher, Niklaus von Flüe, Hans Waldmann, Guillaume Henri Dufour und Alfred Escher. Nach Ansicht der Beschwerdeführenden wurden in diesen Geschichtsdarstellungen Frauen ausgegrenzt und Gewalt verherrlicht und verharmlost.
Diese Ansicht teilte die UBI nicht. Dass Frauen in der Serie eine untergeordnete Rolle spielten, habe "sachliche Gründe". Und die Gewaltdarstellungen hätten "keinem Selbstzweck" gedient. Mit sieben zu einer Stimme wies das Gremium die Beschwerde ab.
Diese war von einer Einzelperson gekommen, unterstützt von mindestens 20 weiteren Personen - eine so genannte Popularbeschwerde, wie Pierre Rieder von der UBI auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Die Beschwerde habe sich gegen den gesamten Themenmonat "Die Schweizer" mit seinen rund 300 Sendungen gerichtet, insbesondere gegen den Vierteiler.
Eine weitere Beschwerde wandte sich gegen die 26-teilige animierte Kinder-Serie "Helveticus", wie es in der Mitteilung heisst. Entgegen den Beschwerdeführenden war die UBI der Überzeugung, die Serie habe die Entwicklung von vier- bis sechsjährigen Kindern - der Zielgruppe - nicht gefährdet. Hier erfolgte die Abweisung einstimmig. (kub/sda)